Die Selbstbewertung mit dem EFQM bietet einen guten Einstieg in die Arbeit mit dem Modell. Mit relativ wenig Aufwand können in kurzer Zeit zahlreiche Erkenntnisse gewonnen und in Verbesserungsprojekte verwandelt werden.
Business Excellence setzt sich mit den Fragen auseinander «Was können Organisationen tun, um besser zu werden?» und «Was zeichnet exzellente Firmen aus?». Dieses ganzheitliche Arbeitsinstrument ermöglicht die Bewertung einer Organisation nach den zentralen Themen Führung, Mitarbeiter, Strategie, Partnerschaften und Ressourcen, Prozesse, Produkte und Dienstleistungen und Ergebnisse. Dieser Performance-Check gibt einen ganzheitlichen Überblick über die Stärken und Verbesserungspotenziale der Organisation.
EFQM als Erfolgskonzept
Das EFQM-Excellence-Modell bietet eine offene und praxisorientierte Grundstruktur für die Steuerung und Bewertung von Organisationen. Wer damit arbeitet, kann davon ausgehen, dass alle Elemente, die das Funktionieren einer Organisation ausmachen, verknüpft ineinanderfliessen. Das Modell besteht aus der Radar-Logik, den acht Grundkonzepten sowie dem EFQM-Excellence-Modell mit seinen neun Kriterien. Bei der Radar-Logik handelt es sich um eine strukturierte Vorgehensweise, um die Leistungen einer Organisation zu bewerten. Die acht Grundkonzepte des Modells sind acht Grundprinzipien, auf denen nachhaltige Excellence basiert. Die neun Kriterien des Modells erlauben Führungskräften, die Ursache-Wirkung-Zusammenhänge zwischen dem, was die Organisation tut, und den resultierenden Ergebnissen besser zu verstehen und dementsprechend zu steuern und zu verbessern.
Anerkennungsdiplom als Option
Alle Organisationen können von den Vorteilen des EFQM-Modells profitieren, ohne sich von einer externen Stelle offiziell validieren zu lassen. Das heisst, dass die Firmen auch ohne «Anerkennungsdiplom» mit dem Modell arbeiten können. Excellence heisst also nicht, ein Zertifikat zu bekommen, sondern mit einem klaren Modell zu arbeiten. Das System liefert eine Antwort auf die steigende Nachfrage nach Messbarkeit, kontinuierlicher Verbesserung, Qualität und Komplexität einer Firma.
Verpflichtung zu Excellence
Wer sich offiziell für die erste Stufe «Verpflichtung zu Excellence» (Committed to Excellence) validieren lassen will, kann dies basierend auf der Selbstbewertung tun. In diesem Fall wird der Stand von drei in der Selbstbewertungsphase vordefinierten Verbesserungsprojekten (siehe Praxisbeispiel) überprüft. Dafür erstellt der externe Assessor ein Validierungsprofil, das in Vorgehen, Umsetzung, Bewertung, Überprüfung sowie Ergebnisse aufgeteilt ist. Der Fokus der Validierung liegt also im Bereich der Methodik. Am Ende der Validierung erläutert der Assessor, ob die Bewerbung erfolgreich ist. Wer für die «Verpflichtung zu Excellence» anerkannt wurde, erhält ein Diplom. Diese Auszeichnung ist zwei Jahre gültig.
Die offizielle Stelle in der Schweiz dafür ist die SAQ (www.saq.ch). Nach zwei Jahren kann die Organisation entscheiden, ob sie die «Anerkennung für Excellence» anstreben oder sich wieder für die Anerkennung der «Verpflichtung zu Excellence» bewerben will. Im Vergleich zur Stufe 1 führt die Stufe 2 «Anerkennung für Excellence» eine tatsächliche Bewertung der Firma nach der Radar-Methodik des EFQM-Modells durch.

