Strategie & Management

Excellence durch EFQM

Was können Organisationen tun, um besser zu werden?

Diese Frage beantwortet das EFQM-Excellence-Modell. Mit diesem praxisorientierten Managementinstrument kann der Betrieb evaluiert werden. Seine Managementsysteme nach dem EFQM-Modell auszurichten, ist auch für kleine Unternehmen mittel- und langfristig von grossem Nutzen. Insbesondere in turbulenten Zeiten, wie sie im Jahr 2009 vorherrschten, ist eine ganzheitliche Sicht auf die Organisation hilfreich, um die Zukunft nachhaltig zu gestalten.
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Die Selbstbewertung mit dem EFQM bietet einen guten Einstieg in die Arbeit mit dem Modell. Mit relativ wenig Aufwand können in kurzer Zeit zahlreiche Erkenntnisse gewonnen und in Verbesserungsprojekte verwandelt werden.

Business Excellence setzt sich mit den Fragen auseinander «Was können Organisationen tun, um besser zu werden?» und «Was zeichnet exzellente Firmen aus?». Dieses ganzheitliche Arbeitsinstrument ermöglicht die Bewertung einer Organisation nach den zentralen Themen Führung, Mitarbeiter, Strategie, Partnerschaften und Ressourcen, Prozesse, Produkte und Dienstleistungen und Ergebnisse. Dieser Performance-Check gibt einen ganzheitlichen Überblick über die Stärken und Verbesserungspotenziale der Organisation.

EFQM als Erfolgskonzept

Das EFQM-Excellence-Modell bietet eine offene und praxisorientierte Grundstruktur für die Steuerung und Bewertung von Organisationen. Wer damit arbeitet, kann davon ausgehen, dass alle Elemente, die das Funktionieren einer Organisation ausmachen, verknüpft ineinanderfliessen. Das Modell besteht aus der Radar-Logik, den acht Grundkonzepten sowie dem EFQM-Excellence-Modell mit seinen neun Kriterien. Bei der Radar-Logik handelt es sich um eine strukturierte Vorgehensweise, um die Leistungen einer Organisation zu bewerten. Die acht Grundkonzepte des Modells sind acht Grundprinzipien, auf denen nachhaltige Excellence basiert. Die neun Kriterien des Modells erlauben Führungskräften, die Ursache-Wirkung-Zusammenhänge zwischen dem, was die Organisation tut, und den resultierenden Ergebnissen besser zu verstehen und dementsprechend zu steuern und zu verbessern.

Anerkennungsdiplom als Option

Alle Organisationen können von den Vorteilen des EFQM-Modells profitieren, ohne sich von einer externen Stelle offiziell validieren zu lassen. Das heisst, dass die Firmen auch ohne «Anerkennungsdiplom» mit dem Modell arbeiten können. Excellence heisst also nicht, ein Zertifikat zu bekommen, sondern mit einem klaren Modell zu arbeiten. Das System liefert eine Antwort auf die steigende Nachfrage nach Messbarkeit, kontinuierlicher Verbesserung, Qualität und Komplexität einer Firma.

Verpflichtung zu Excellence

Wer sich offiziell für die erste Stufe «Verpflichtung zu Excellence» (Committed to Excellence) validieren lassen will, kann dies basierend auf der Selbstbewertung tun. In diesem Fall wird der Stand von drei in der Selbstbewertungsphase vordefinierten Verbesserungsprojekten (siehe Praxisbeispiel) überprüft. Dafür erstellt der externe Assessor ein Validierungsprofil, das in Vorgehen, Umsetzung, Bewertung, Überprüfung sowie Ergebnisse aufgeteilt ist. Der Fokus der Validierung liegt also im Bereich der Methodik. Am Ende der Validierung erläutert der Assessor, ob die Bewerbung erfolgreich ist. Wer für die «Verpflichtung zu Excellence» anerkannt wurde, erhält ein Diplom. Diese Auszeichnung ist zwei Jahre gültig.

Die offizielle Stelle in der Schweiz dafür ist die SAQ (www.saq.ch). Nach zwei Jahren kann die Organisation entscheiden, ob sie die «Anerkennung für Excellence» anstreben oder sich wieder für die Anerkennung der «Verpflichtung zu Excellence» bewerben will. Im Vergleich zur Stufe 1 führt die Stufe 2 «Anerkennung für Excellence» eine tatsächliche Bewertung der Firma nach der Radar-Methodik des EFQM-Modells durch.

4. Präsentation der Umfrageresultate

Die Auswertung der Fragebögen wurde bei der Agentur vor der gesamten Belegschaft in einem weiteren Workshop präsentiert und kommentiert. Diverse in den Antworten aufgetretene Widersprüche und Unklarheiten wurden durch eine gezielte mündliche Nachbefragung während des Workshops geklärt. Durch die unterschiedliche Wahrnehmung und Empfindungen konnten bereits erste Erkenntnisse gewonnen werden. Während des Workshops wurden alle möglichen Projekte zur Verbesserung der Organisation aufgrund der Analyse aufgelistet. Die möglichen Projekte wurden gruppiert und priorisiert.

Aufgrund der gewonnenen Erkenntnisse und des Workshops wurden die wichtigsten sechs Projekte ausgewählt. In diesem konkreten Beispiel wurde die Etablierung eines kontinuierlichen Strategieprozesses sehr hoch bewertet.

5. Prioritäten-Matrix für Verbesserungsprojekte

Die sechs Verbesserungsprojekte wurden anschliessend bewertet. Jedes einzelne Projekt wurde nun nach folgenden zwei Kriterien beurteilt:

  • Nutzen bezüglich der Unternehmensziele.
  • Möglichkeit der Realisierbarkeit innerhalb der nächsten sechs bis neun Monate.

6. Entwicklung Massnahmenkatalog und Excellence-Programm

Nachdem klargestellt wurde, welche sechs Projekte am meisten Mehrwert für das Unternehmen bieten, wurde ein Excellence-Programm über den Zeitraum von drei Jahren entwickelt. Für die drei wichtigsten Projekte, die auf der Prioritätenliste die Plätze eins bis drei eingenommen haben, wurde je ein detaillierter Aktionsplan entwickelt.

7. Projektübergabe

Die Pläne wurden in einer kurzen Präsenta­tion vorgestellt und so formell zur Bearbeitung übergeben.

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