In den nächsten drei Jahrzehnten wird sich hinsichtlich unserer Verkehrswege und der individuellen Mobilität viel verändern. Dabei stehen umweltfreundliche, klimaneutrale Systeme immer im Vordergrund. Die nähere Zukunft wird von einer noch wesentlich stärker elektrifizierten Mobilität geprägt sein. Erst dann könnten heute noch unbekannte Energieträger in Erscheinung treten.
Dabei muss natürlich zuerst die Infrastruktur aufgebaut werden. Es ist völlig klar, dass in erster Linie Politik, Gesetzgeber, Hochschulen (Forschung) und Unternehmen tätig werden müssen, damit einerseits die gesetzlichen Leitplanken, die rechtlichen Aspekte sowie die Entwicklung der nötigen Module vorangetrieben werden. Damit beispielsweise jederzeit genügend Strom zur Verfügung steht, müssen klimaneutrale Stromproduktionen (Sonne, Wind) erstellt und ein den Anforderungen entsprechendes Netz an Ladepunkten aufgebaut werden. Nicht bloss in der Schweiz, sondern in ganz Europa.
Amags Diversifizierung
Als eine der wirbligsten Kräfte in diesem Konsens hat sich die ursprüngliche Automobilimporteurin Automobil- und Motoren AG (Amag) entwickelt. Bereits vor vielen Jahren hat sie sich zur Mobilitätsanbieterin schlechthin entwickelt. Sie hat Parkhäuser gekauft und gebaut – schliesslich sollen ihre Kunden das Auto auch in der Stadt abstellen können. Sie hat das Valet-Parking an grösseren Flughäfen eingerichtet und sich aktiv im Mietwagengeschäft eingebracht.
Zudem bietet sie Chauffeurdienstleistungen. Mit den Amag-eigenen Gebrauchtwagenzentren sorgt sie auch im Occasionsmarkt dafür, dass hochwertige Produkte artgerecht und mit Garantie zum zweiten Mal verkauft werden. In der Neuzeit engagiert sich die Amag in Zusammenarbeit mit branchennahen Unternehmen dafür, dass dem Mobilitätswunsch des Menschen weitere Türen geöffnet werden.
Die Zukunft ist elektrisch
Dass die nächsten Generationen mehrheitlich elektrisch unterwegs sein werden, ist sich die Amag sicher. Sie hat deshalb die Weichen dafür gestellt und eine ganze Reihe Unternehmungen erworben oder gegründet, welche ihre strategischen Ziele bestens ergänzen. Denn die Amag-Gruppe hat eine klare Strategie: Bis 2025 soll das Unternehmen klimaneutral sein.
Dazu hat sie auch Abteilungen wie die Amag Innovation & Venture LAB geschaffen. Diese hat sich am dänischen Unternehmen Holo A/S beteiligt und ein Drittel der Aktien erworben. Holo ist Marktführer im Bereich Aufbau und Betrieb von autonomen Mobilitäts- und Logistiklösungen. Als führender Implementierer, Integrator und Betreiber von autonomen Mobilitätslösungen in Skandinavien verfügt Holo über fünf Jahre Erfahrung mit autonomen Shuttles am Boden, mit mehr als 100 000 gefahrenen Kilometern auf elf verschiedenen Strecken in fünf verschiedenen Ländern.
Autonome Systeme
Holo arbeitet auch an neuen Lösungen mit autonomen Systemen – sowohl auf der Strasse als auch in der Luft mit Drohnen – im Auftrag von namhaften Partnern. Gerade für Flottenbetreiber sind die Zukunftsaussichten interessant, denn auch in Europa werden künftig zunehmend grössere autonome Flotten auftauchen. Sie werden das Verkehrsregime nachhaltig verändern. Gemeinsam wollen Holo und das Amag Innovation & Venture LAB Kunden der öffentlichen Hand oder aus dem Privatsektor Lösungen für autonome Transportdienstleistungen anbieten.
Bereits im vergangenen Herbst hat die Amag-Gruppe den auf Fotovoltaik, Wärmepumpen und E-Mobility spezialisierten Geschäftsbereich Helion der Bouygues E&S Intec Schweiz AG übernommen. Helion wurde mit allen rund 450 Mitarbeitenden in einer eigenen AG in den neuen Geschäftsbereich Amag Energy & Mobility eingegliedert. Seit 2008 realisiert Helion erfolgreich Projekte in den Bereichen Fotovoltaik, Stromspeicher, Wärmepumpen und Ladestationen für Elektrofahrzeuge.
«Saubere» E-Autos
In dieser noch jungen Abteilung ist ebenfalls Clyde angesiedelt. Clyde bietet Elektrofahrzeuge im Abonnement an. Diese können wesentlich zu einer besseren CO₂-Bilanz beitragen. Allerdings sind sie vor allem dann nachhaltig, wenn sie mit Strom aus erneuerbaren Quellen betrieben werden. Mit dem Ziel vor Augen, Elektroautos in Zukunft weitestgehend mit erneuerbaren Energien aus Fotovoltaikanlagen anzutreiben, ging Clyde eine Partnerschaft mit dem Schweizer Start-up Solarify ein und sorgt so für sauberen Strom für die Elektroauto-Flotte.
Solarify bietet ein Beteiligungsmodell, über das Unternehmen und Privatpersonen in Solarprojekte investieren und zugleich einen Anteil am jeweiligen Projekt erwerben. So können Mieter oder Autofahrer auch ohne eigene Dächer in Fotovoltaik investieren. Zudem bietet Clyde und Solarify damit Dacheigentümern eine interessante Möglichkeit, Solaranlagen von einer lokalen Energie- und Mobilitäts-Community finanzieren zu lassen. Zusammen mit Volton – einer Anbieterin von Elektrifizierungskonzepten für Unternehmen – bietet Clyde ein Auto-Abo inklusive Strom.
Die Abonnenten können bereits seit Anfang 2022 ihre Fahrzeuge an einer Vielzahl von öffentlichen Ladestationen ohne weitere Kostenfolge laden. Mitte 2023 eröffnet die Amag-Gruppe zudem Shops, in denen sich Kunden nicht nur rund um das neue Auto, sondern auch bezüglich Solaranlagen und Energiemanagement beraten lassen können.
Synthetische Treibstoffe
Die Zukunft der Mobilität im Bereich der Personenwagen wird in vielen Regionen dieser Welt elektrisch sein. Fast alle grossen Autohersteller setzen heute bei Neuwagen zur Senkung des CO₂-Ausstosses auf batteriebetriebene Elektrofahrzeuge. Doch gibt es auch andere Verkehrsträger und einen nicht unerheblichen Bestand an Automobilen und Nutzfahrzeugen, deren CO₂-Emissionen auch gesenkt werden können. Mit dem Amag-Klimafonds unterstützt sie Geschäftsmodelle und Technologien von Schweizer Start-ups zur Dekarbonisierung der Mobilität.
Synhelion ist eine dieser aktiven Unternehmungen. Sie hat eine vielversprechende Technologie, die es ermöglicht, synthetische Treibstoffe an Orten zu erzeugen, die weder für die Nahrungsmittelproduktion noch für die direkte Elektrifizierung der Mobilität geeignet sind. Synhelion nutzt Solarwärme, weil sie die günstigste erneuerbare Energie ist. Sie ist reichlich und weltweit gut verteilt verfügbar. Um Solarwärme in Treibstoff umzuwandeln, hat Synhelion vier Innovationen entwickelt: Heliostaten, einen Solar-Receiver, einen thermochemischen Reaktor und einen thermischen Energiespeicher.
Güterverkehr geht neue Wege
Mit Cargo sous terrain (CST) erhält die Schweiz ab 2031 ein privat finanziertes und automatisiertes Gesamtlogistiksystem, das für pünktliche Warenlieferungen sorgt sowie die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft und die hohe Lebensqualität der Schweizer Bevölkerung nachhaltig gewährleistet. CST kann kleinteilige Güter laufend und zuverlässig transportieren und verteilen.
Das Rückgrat des Systems bildet ein im Endausbau 490 Kilometer langes Tunnelsystem von Genf bis St. Gallen und von Basel nach Luzern mit einem zusätzlichen Ast, der Bern mit Thun verbindet. Die erste Teilstrecke des Netzwerks führt von Härkingen-Niederbipp nach Zürich und ist rund 70 Kilometer lang. Das CST-Citylogistik-System knüpft nahtlos an den gebündelten Tunnelzugang zu den Städten an und nutzt Synergien in der oberirdischen Ver- und Entsorgung.
Neue Fahrzeugmodelle
Die neue Marke Genesis aus dem Hyundai-Konzern hat ein einzigartiges Konzept für die Vermarktung seiner gehobenen Limousinen und SUVs kreiert. Das heisst, für Beratungen gehen die Mitarbeiter zum (Geschäfts-)Kunden oder empfangen diesen in einem Nobelhotel. Der dem Kunden zugeteilte Genesis «Personal Assistant» unterstützt aber nicht nur während des Kaufprozesses, sondern ist auch danach direkter Ansprechpartner.
Muss ein Genesis zum Service oder Radwechsel, sorgt dieser dafür, dass dem Kunden zu Hause oder im Büro ein Ersatzauto gebracht und das Kundenfahrzeug in die Werkstatt gefahren wird. So hat der Eigner mehr Zeit, sich seinen Geschäften zu widmen. «Die sprichwörtliche koreanische Gastfreundschaft von Genesis sorgt für ein stressfreies Erlebnis mit dem Fahrzeug», verspricht der Schweizer Geschäftsführer Piergiorgio Cecco.
Eine weitere neue Form des Vertriebes hat die Coronapandemie hervorgebracht: das aus der Versicherungsbranche bekannte Agenturmodell. Dabei ist der Garagist nicht mehr der klassische Verkäufer, sondern tritt als Vermittler auf. Als Agent des Herstellers bekommt er eine vorher bestimmte Provision für die erfolgreiche Vermittlung eines Fahrzeugs. Das bedeutet, dass die Händler weiterhin erhalten bleiben und es nicht zu einem Wegfall von Jobs kommen wird.
Beim Agenturmodell haben die Vermittler folgende Aufgaben: Kundenakquisition, Kundenberatung, Probefahrten, Wartung und Service sowie Auslieferung der Fahrzeuge. Der Fachbetrieb wird nicht mehr vorgängig zum Besitzer des Fahrzeuges, denn die Kundenrechnung kommt direkt vom Importeur. Das hat den Vorteil, dass die Fahrzeuge im Internet genauso viel kosten wie bei einem Händler vor Ort.
Da Kunden vor dem Autokauf oft eine Probefahrt machen wollen und einen Ansprechpartner vor Ort bevorzugen, ist das Autohaus weiterhin unerlässlich. Ähnlich verhält es sich auch beim Gebrauchtwagenhandel, weil der Importeur das eingetauschte Fahrzeug abrechnet und weiterverwertet. Zurzeit ist in der Schweiz mindestens die Seat-Tochter Cupra daran, die Vor- und Nachteile eines Agenturmodells zu überdenken.
Aus Deutschland stammt das Angebot von Vimcar Fleet (vimcar.com). Das Unternehmen führt regelmässig interessante Webinare zu aktuellen Themen rund um den Fuhrpark durch, zu denen sich Interessierte aus der Schweiz zuschalten können.
Fahrzeugneuheiten
Obwohl im vergangenen Jahr zahlreiche neue Modelle – häufig mit elektrifiziertem Antrieb – erschienen sind, konnten sie den schwächelnden Markt nicht stimulieren. 2022 wurden mit 225 934 Personenwagen 5,3 Prozent weniger abgesetzt als 2021. Bei den Transportern bis 3,5 Tonnen entstand sogar ein Minus von 14,8 Prozent. In der Folge stellen wir einige Neuheiten ganz unterschiedlicher Prägung in den Fokus. Allen ist gemeinsam, dass sie sich auch im Berufsleben einsetzen lassen. Als neue Marken in der Schweiz sind Genesis aus Südkorea und Aiways aus China zu erwähnen.
Alfa Romeo Tonale
Das äussere Erscheinungsbild des Alfa Romeo Tonale zeigt Eleganz in Verbindung mit einem kompakten SUV. Besonders gefallen in der typischen Front die drei wellenförmigen Tagfahrlichter. Innen ist es genauso: Kleine Aufmerksamkeiten verströmen Italianità pur. Dazu gehören der Startknopf im Lenkrad oder die Trikolore auf dem Mitteltunnel. Eine erfrischend reichhaltige Ausstattung macht den Speziale alltagstauglicher und sicherer. Das Platzangebot entspricht der Wagenklasse. Der Kofferraum mit 500 Litern ebenfalls. Technisch gesehen ist der Tonale nicht übermotorisiert. Dies obwohl der 130 PS starke Benziner von einem 15-kW-Elektromotor unterstützt wird. Eine Testfahrt zeigte, dass mit dem neuen Alfa Romeo die meisten der täglichen Fahrten problemlos absolviert werden können.
Audi RS3 Sportback
Der Audi RS3 Sportback ist ein Sportler der alten Schule. Ausgelegt als fünftüriges Kompaktauto wartet er mit Komfort- und Sicherheitssystemen der Oberklasse auf. Vier Personen finden komfortable RS-Sitze vor, die auch bei rassiger Fahrt guten Halt bieten. Auch hinsichtlich der Konnektivität ist der Audi auf der Höhe der Zeit.
Das 12,3 Zoll grosse Audi virtual Cockpit plus zeigt die Drehzahl im RS-Runway-Design. Zudem ist eine Head-up-Anzeige vorhanden. Der 2,5-Liter-TFSI-Hochleistungsmotor mit fünf Zylindern ist stärker (400 PS/500 Nm) als je zuvor. Die Kraft wird über ein Direktschaltgetriebe an alle Räder verteilt, wobei ein Torque-Splitter an der Hinterachse für mehr Fahrspass und eine dynamische Balance sorgt. Sieben Fahrmodi unterstützen das sportliche Vorwärtskommen.
Cupra Born (Seat)
Der Cupra Born ist die Antwort der Seat-Schwestermarke auf die vielen Elektro-Neuheiten. Die gelungene und auch überzeugende Optik des Born erinnert jedoch in keiner Weise an den VW ID.3, mit dem er die nicht sichtbare Technik sowie Teile des Armaturenträgers teilt. Auf hohem Stand sind auch die Konnektivität, die Sicherheitsassistenten und der (Fahr-)Komfort. Bis zu fünf Insassen finden im aufgeräumten Innenraum Platz.
Erste Fahrten offenbarten ein agiles Fahrzeug, das durch seinen tiefen Schwerpunkt wie ein Gokart auf der Strasse liegt. Mit einer Leistung von 150 kW (204 PS) und 310 Newtonmetern Drehmoment beschleunigt der Cupra in 6,6 Sekunden auf Tempo 100. Je nach Batteriegrösse (45, 58 oder 77 Kilowattstunden) ergeben sich Reichweiten von 330 bis rund 500 km. Super ist die Ladeinfrastruktur.
Dacia Jogger
Dacia hat mit dem neuen Jogger ein Crossover-Raumwunder zum Preis eines Kleinwagens im Angebot, das mit viel Variabilität punktet. Ihn gibt es neuerdings auch mit Hybridantrieb. Der Dacia Jogger zeigt sich im schlichten Designkleid mit der Front vom Sandero. Ab der B-Säule wird er breiter, sodass im Heck tatsächlich zwei zusätzliche Sitze Platz finden. Werden diese nicht benutzt, ergibt sich ein rekordverdächtiger Stauraum von 595 bis 1807 Liter.
Das Interieur zeigt sich grosszügig und aufgeräumt. Der Dacia Jogger bietet eine kluge Auswahl an aktuellen elektronischen Assistenten und zahlreichen physischen Knöpfen, welche von einem Touchscreen ergänzt werden. Der Siebenplätzer wird von einem Drei-Zylinder-Benziner mit 110 PS mobilisiert. Günstig sind der Verbrauch und der Preis ab 21 590 Franken.
DS9 E-Tense AWD
Mit dem DS9 E-Tense AWD von DS Automobiles ist Citroën da angekommen, wo der DS19 einst war: in der luxuriösen Oberklasse. Wer einen der ausgefahrenen Handgriffe berührt, dem offenbart ein aufwendig gemachtes Interieur das Streben nach Vollkommenheit. Die bequemen Ledersitze bieten den Passagieren reichlich Halt. Dabei sind die Platzverhältnisse überragend. Der Kofferraum ist mit 510 Liter Volumen ausreichend gross.
Das nachladbare Hybridsystem im DS9 lässt ausreichend elektrisches Fahren zu (25 bis 59 Kilometer) und der Allradantrieb macht ihn besonders winterresistent. Ansprechverhalten und Beschleunigung des kraftvollen Turbotriebsatzes und der zwei E-Motoren (Systemleistung 264 kW) sind gut, sodass auch gefahrlos überholt werden kann. Der DS 9 gleitet erhaben und ausgesprochen leise über jede Oberfläche.
Ford Grand Tourneo Connect
Ford ist bei den leichten Nutzfahrzeugen gut aufgestellt. Das spürt man auch bei der siebenplätzigen Langversion Tourneo Connect. So muss ein moderner Minivan aussehen: klare Frontpartie für Sicherheit, beidseits Schiebetüren für bequemen Einstieg und langer Radstand für viel Komfort. Innen unterscheidet sich der Tourneo Connect kaum von einem modernen PW, denn er besitzt sieben flexibel einsetzbare Sitze und bietet viel Raum für Personen oder Gütertransporte.
Auch hinsichtlich der Assistenten für Sicherheit und Konnektivität ist er auf der Höhe der Zeit. Der Zwei-Liter-Turbodiesel (123 PS) ist in Verbindung mit dem automatisierten Sieben-Gang-Getriebe eine harmonische Antriebseinheit. Die zeitgemässe Ausstattung lässt den Grand Tourneo zum bevorzugten Minibus für Beruf und Freizeit werden.
Genesis GV70 Electrified
Das Mittelklasse-SUV von Genesis hat zwei Elektromotoren und damit Allradantrieb erhalten. Der elegant gestylte E GV70 ist 4,715 Meter lang und besitzt einen Radstand von 2,875 m. Er bietet einige der fortschrittlichsten E-Technologien, die derzeit am Markt verfügbar sind. Dadurch setzt das Modell neue Standards bei Leistung und Ladezeiten. Im hellen, edlen Interieur fällt zudem der Boost-Knopf im Lenkrad auf, der zusätzliche Power freisetzt.
Platz für fünf Personen ist in Hülle und Fülle vorhanden. Das Gepäckabteil fasst 503 bis 1678 Liter. Die Batterie bunkert 77,4 kWh Strom. In 4,8 Sekunden erreicht er die 100-km/h-Marke und fährt längstens bis 455 km (WLTP) weit, wobei die Rekuperation tatkräftig mithilft. Durch den tiefen Schwerpunkt und den Allradantrieb umrundet er Kurven wie auf Schienen.
Honda Civic e:HEV
Der neue Honda Civic kommt als Schräghecksedan und mit e:HEV-Hybridtechnik. Seine Leuchteinheiten sind durchwegs in LED ausgeführt. In der 455 Zentimeter langen Europa-Version des Civic hinterlässt das aufgeräumte Interieur einen guten Eindruck. Da sitzt es sich ablenkungsfrei hinter dem Lenkrad. Nach vorne geben die flachere Motorhaube und zurückgesetzte A-Säulen ein breites Sichtfenster frei. Alle Elemente sind problemlos erreichbar. Modernstes Infotainment und zeitgemässe Assistenten sind vorhanden.
Das Hybridaggregat aus dem HR-V leistet 184 PS. Der Zwei-Liter-Benziner treibt die Vorderräder allerdings meist nicht direkt an, er lädt den Akku, damit für den Elektromotor immer genügend Strom bereitsteht. Auf der Strasse bewegt sich der Civic katzenartig, was von vielen Fahrern geschätzt wird.
Hyundai Ioniq 6
Die neue Modellreihe Ioniq 6 von Hyundai setzt neue Trends. Die stromlinienförmige Formgebung mit sportlichem Charakter rücken den Stromer hin zur Premiumklasse und haben ihm den Zusatznamen Streamliner eingebracht. Obwohl er innen auf digital macht, sind alle Anzeigen und die Bedienungselemente so angeordnet, dass er ab dem ersten Blick inspiriert. Die Platzverhältnisse sind ausreichend. Und im Kofferraum finden trotzdem 527 bis 1587 Liter Platz.
Die Konnektivität sowie die Assistenzsysteme halten modernsten Ansprüchen stand. Die im Unterboden verbaute Batterie macht den Ioniq 6 zwar schwer, aber die hohe Leistung (239 kW / 605 Nm) lässt dies die Insassen nicht spüren. Mit dynamischer Beschleunigung, guter Rekuperation und tollem Navigationsgerät steuert der Ioniq jedes Ziel punktgenau an.
Hyundai Staria AWD
Der neue Minivan (bis neun Plätze) von Hyundai kann als Diva ohne Starallüren bezeichnet werden. Der Staria verwöhnt seine Passagiere von A bis Z und ist sehr effizient unterwegs. Er ist der einzige Minibus, der kleine Gruppen ohne Tankhalt bis zu einer Distanz von über 1000 Kilometer transportieren oder Bergwanderer durch seinen 4×4 in die entlegensten Täler tragen kann.
Dazu sieht der Staria gut aus: futuristisches Design samt ebensolcher Lichtsignatur vorn und hinten sowie extrem hohe Seitenfenster. Selbstverständlich sind Audio, Radio und Television mit bestem Sound empfangbar und Anschlüsse für bevorzugte Musik vorhanden. Zudem können sich die Passagiere vom Sitz massieren lassen. Sein 2,2 Liter grosser Turbodiesel (177 PS) treibt über einen achtstufigen Automaten alle vier Räder an.
Jeep Avenger
Anfang Jahr wurde er zum Auto des Jahres 2023 gewählt. Die Rede ist vom neuen Jeep Avenger, einem kleinen SUV mit elektrifiziertem Antrieb. Seine knackig gezeichnete SUV-Karosse mit ausstehenden Kotflügeln und Jeep-typischer Front wirkt anziehend. Trotz sehr kompakten Aussenmassen (Länge 4,08 m) bietet er fünf passable Sitzgelegenheiten und einen 380 Liter grossen Laderaum.
Die vier Fahrmodi Eco, Sand, Schnee und Schlamm suggerieren echte Geländewagen-Tugenden. Aber den Avenger gibt es nur mit Frontantrieb. Der vom Stellantis-Konzern neu entwickelte Elektromotor, der im Avenger verbaut wird, stammt aus Frankreich. Er leistet 115 kW (156 PS). Das lässt gute Fahrleistungen erwarten. Die 54-kWh-Batterie im Unterboden soll für eine Reichweite nach WLTP von 390 Kilometer (Stadt bis 550 km) gut sein.
Kia Niro EV
Den vollständig neuen Kia Niro gibt es als Vollhybrid, nachladbaren Hybrid sowie reinen Elektrowagen. Dabei unterscheiden sich die Varianten vor allem im Frontbereich stark. Was sich daran anschliesst, ist eine Crossover-Karosserie in zeitgemässer Aufmachung. Dabei ist die C-Säule modellspezifisch in Kontrastfarbe lackiert. Das geräumige Innere ist ansprechend aufgebaut und gut verarbeitet.
Wer viel reist und grössere Strecken zurücklegt, wählt mit Vorteil eine der Hybridversionen. Als lokales Firmenauto dürfte der elektrische Niro die beste Figur machen. Er ist mit 150 Kilowatt Leistung der stärkste von allen und ausreichend agil im täglichen Verkehrsgewühl. Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis ist ihm angesichts der reichhaltigen Ausstattung sowie der sieben Jahre Garantie sicher.
Mazda CX-60_PHEV
Mazda macht vieles anders als andere. So auch beim neuen CX-60, der mit einer Länge von 4740 Millimetern deutlich über dem bisherigen Topmodell CX-5 angesiedelt ist. Mit dem senkrecht stehenden Kühlergrill und den zurückliegenden LED-Scheinwerfern wirkt die Front wuchtig. Der langen Motorhaube schliesst sich ein eleganter Pavillon an, in dem fünf Personen grossartige Platzverhältnisse vorfinden.
Erlesene Materialien setzt Mazda im Innenraum ein und erzielt damit ein luftiges Ambiente, das an St. Galler Stickerei erinnert. Natürlich nutzen die Japaner ebenfalls die neusten Assistenzsysteme und digitalen Apps. Zum Marktstart stehen eine nachladbare Hybridversion (2,5-L-Benziner/Elektromotor) mit 241 kW / 327 PS als Allradler sowie ein 3,3-Liter-6-Zylinder-TDI mit 200 PS und Frontantrieb oder 254 PS für den 4×4 zur Wahl.
Mercedes-Benz EQE
Die beliebte Business-Klasse von Mercedes hat jetzt auch eine elektrische Version namens EQE. Auf derselben Plattform wie die vor wenigen Monaten lancierte Version EQS gibt es nun auch den etwas kompakteren, vollelektrischen Mercedes-Benz EQE. Die dynamisch gezeichnete Karosserie mit geschlossenem Bug besitzt eine deutlich gewölbte Dachlinie und einen herkömmlichen Kofferraum. Die Platzverhältnisse im Innern sind feudal.
Das Anzeige- und Bedienkonzept kann für Infotainment, Komfort- und Fahrzeugfunktionen auf die persönlichen Wünsche eingestellt werden. Im gefahrenen EQE 350+ liegt der Elektromotor zwischen den Hinterrädern. Er leistet 215 kW und 565 Newtonmeter Drehmoment. Das ergibt eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 6,4 Sekunden. Für 490 bis 650 Kilometer reicht eine Batterieladung.
Nissan Ariya
Nissan sammelt mit dem Leaf seit vielen Jahren Erfahrungen mit Elektroautos. Diese kommen dem neuen Ariya zugute. Der als zeitgemässer Crossover entworfene Neuling besitzt vier breite Türen sowie eine grosse Heckklappe. Die Proportionen entsprechen den heutigen Crossover mit grosser Traktionsbatterie im Fahrzeugboden und Beplankungen an der Radläufen.
Neben einer Wärmepumpe, die den Innenraum reichweitenschonend auf Temperatur bringt, zählen unter anderem die elektrisch öffnende Heckklappe, das Ein-Pedal-Fahren, eine induktive Smartphone-Ladefläche sowie beheizbare und elektrisch einstellbare Vordersitze zur Serienausstattung. Vier Versionen mit unterschiedlichen Batteriegrössen (63 bis 87 kWh) und Leistungen sind auszumachen. Frontantrieb oder 4×4 sind wählbar. Reichweiten bis 530 Kilometer.
Opel Astra GSe
Opel treibt die Elektrifizierung mit neuen GSe-Modellen kräftig weiter voran. Für den Astra (Sedan und Kombi Sports Tourer) und das SUV Grandland wurde eine neue Plug-in-Hybrid-Antriebseinheit entwickelt. Als Basismotor arbeitet bei allen GSe-Modellen der bekannte 1,6-Liter-Turbo-Vierzylinder, der im Astra und Astra Sportstourer nun 132 kW leistet, im Grandland sind es 147 kW. Die Systemleistungen liegen bei 165 und 221 kW. Dies, weil im Grandland ein zweiter E-Motor eingebaut wird – er somit Allradantrieb besitzt.
Wo GSe draufsteht, ist auch die gesamte Bandbreite an hochwertigen Assistenz-systemen drin. Zudem sind beispielsweise das «Pure Panel Pro»-Display mit Head-up-Display, ein hochwertiges Hi-Fi-System oder die Intellilux-LED-Pixel-Scheinwerfer serienmässig verbaut.
Peugeot 408
Wer auf einen rassigen Sedan modernster Prägung wartet, dem bietet Peugeot das dynamische Fastbackauto 408 an. Der elegante Wagenkörper hinter der typischen Front mit schmalen LED-Scheinwerfern zum abfallenden Dach im Heckbereich. Auch das Interieur ist zwar nach typischer Peugeot-Manier mit dem i-Cockpit versehen, aber neuste Technologien sorgen für zeitgemässe Verbindungen mit 30 Fahrerassistenzsystemen.
Das Platzangebot ist für fünf Personen denn auch überaus grosszügig und im Kofferraum lassen sich 536 bis 1611 Liter Volumen nutzen. Das Motorenangebot des Peugeot 408 wird zwei aufladbare Plug-in-Hybridversionen mit 180 PS (132 kW) und 225 PS (165 kW) umfassen sowie einen 130 PS (96 kW) starken Benzinmotor. Eine vollelektrische Version wird einige Monate nach der Lancierung folgen.
Range Rover Sport
Die dritte Generation des Range Rover Sport wirkt massiver und kostet deutlich mehr als die Vorgänger. Dies weil das Modell höher positioniert werden soll. So gibt es keinen Range Rover Sport mehr mit weniger als sechs Zylindern. Das geschmackvoll eingerichtete Interieur bietet deutlich mehr Platz für die Passagiere. Serie sind Luftfedern, Navi, 360-Grad-Kameras, Wattiefenkontrolle und Amazons Spracherkennung Alexa.
Vielleicht das wichtigste neue Extra: die Allradlenkung, die eine nie gekannte Handlichkeit und Lenkpräzision liefert. Identisch wie im grossen Range Rover sind die Kraftquellen. Meist Reihensechszylinder, aber auch V8-Triebsätze mit bis zu 530 PS. Zudem soll es bald einen Plug-in-Hybrid mit 88 km Elektro-Reichweite geben.
Renault Kangoo E-Tech
Dass der neue Renault Kangoo als Kleinnutzfahrzeug Zukunft hat, ist klar. Jetzt steht die vollelektrische Version bereit, um Arbeiten in der Stadt ausführen zu dürfen. Ihr stehen mit einer 45-kWh-Batterie bis zu 285 Kilometer Reichweite sowie eine Leistung von 90 kW und 245 Nm Drehmoment zur Verfügung.
Der durchdachte Laderaum mit 3,8 Kubikmeter Volumen ist Klassenbestwert. Erschlossen wird er durch die zwei Hecktüren, die sich bis zu 180 Grad öffnen lassen, sowie durch die Schiebetür rechts. Diese schliesst sich ohne B-Pfosten an die Beifahrertür an. Sind beide geöffnet, ergibt sich eine 1446 mm grosse Öffnung. In dieser kann beispielsweise von der Trennwand her eine Kleinteilehalterung nahe an den Handwerker gezogen werden. Sehr praktisch. Auch lange Gegenstände lassen sich mühelos verstauen.
Renault Austral
Renault bringt einen neuen Crossover namens Austral in das C-Segment. Er wirkt gleichermassen athletisch, sinnlich und sogar technologisch. Mit dem neuen Austral steht aber auch erstmals in der Geschichte von Renault eine exklusive Version «Esprit Alpine» im Angebot. Im Innenraum vereint das Hightech-Cockpit sorgfältig ausgewählte Materialien und elegante Oberflächen mit einem unvergleichlichen Raumangebot.
Der Austral verfügt über einen brandneuen, perfektionierten E-Tech-Vollhybridmotor ohne Ladestecker. Die kombinierte Leistung liegt bei 146 kW mit dem besten Verhältnis zwischen Verbrauch und Leistung. Unterwegs werden die Vorteile der weiterentwickelten Allradlenkung «4Control» sehr schnell klar: Kein vergleichbares Fahrzeug wendet auf 10,1 Meter und überholt so präzise wie der neue Austral.
Skoda Karoq
Skoda baut clevere Fahrzeuge. Eines davon ist das mittlere SUV namens Karoq, das kürzlich eine Verjüngungskur erfahren hat. Die schlanker gezeichneten Frontscheinwerfer reichen nun bis an den Grill heran, erstmals sind Voll-LED-Matrix-Scheinwerfer möglich. Das Vario-Flex-Sitzkonzept besteht aus drei separaten, im Verhältnis 40:20:40 geteilten Rücksitzen, die sich einzeln verstellen oder komplett ausbauen lassen.
In der Schweiz wird neben den Benzinern einzig ein TDI mit Allradantrieb verkauft. Die Antriebseinheit mit 150 PS aus dem Zwei-Liter-TDI wirkt enorm homogen, was vor allem dem Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebe zu verdanken ist. Natürlich sorgt der 4×4 für Vorwärtskommen unter schwierigen Bedingungen. Die perfekte Lenkung und die adaptive Fahrwerksregelung DCC sorgen für präzise Fahrt und hohen Komfort.
Subaru Solterra
Das erste Elektrofahrzeug von Subaru ist da. In drei Ausstattungslinien wird er ab 55 900 Franken angeboten. Ein richtiger Subaru hat sicher einmal Allradantrieb, aber auch eine Optik, die ihn von anderen Fahrzeugen klar unterscheidet. Das ist auch beim Elektro-Erstling von Subaru nicht anders, obwohl die Nähe zum Toyota BZ4X ersichtlich ist. Fast übertrieben gross sind die schwarzen Radhäuser, welche den Solterra auch als SUV durchgehen lassen. Mit 21 Zentimeter stimmt auch die Bodenfreiheit. Schon das Einstiegsmodell besitzt eine reichhaltige Ausstattung.
Den Antrieb übernimmt je ein kraftvoller 80-kW-Elektromotor an Vorder- und Hinterachse. Die für die 218 PS benötigte Energie liefert dabei stets eine 71,4 kWh starke Lithium-Ionen-Batterie, die Reichweiten von bis zu 454 Kilometer (nach WLTP) pro Akkuladung ermöglicht.
Toyota Corolla Cross
Nun hat auch das meistgebaute Automodell der Welt einen Crossover als Bruder. Der kommt als 1,8- oder 2,0-Hybrid und auf Wunsch mit Allradantrieb. Der Corolla Cross hat nicht nur eine eigenständige Karosserie, sondern unterscheidet sich in allen Belangen deutlich vom Basismodell. Entstanden ist ein Familienfahrzeug, das von den aktuellsten Fortschritten beim Hybridantrieb, bei den Digitaltechnologien und bei den Leistungen der Sicherheitssysteme profitiert.
Das Interieur ist konsequent auf die Anforderungen des Alltags ausgerichtet. Das bewährte, selbstaufladende Konzept wurde nochmals überarbeitet und mit einer leichten, aber leistungsfähigen Batterie versehen. Zwei saubere Vierzylinder stehen zur Wahl: 1,8 Liter mit 140 PS und Frontantrieb sowie 2,0 Liter mit 197 PS und Front- oder Allradantrieb.
Volvo C40 Recharge
Der Volvo C40 hat eine coupéartige Karosserie und wartet mit technischen Highlights auf. Das zeitgemässe Elektro-SUV verzichtet im Innenraum vollständig auf Leder. Platz ist für fünf Personen und Transportgut reichlich vorhanden. Besonders hervor sticht das mit Google entwickelte Infotainmentsystem auf Android-Basis. Der Fahrer kann dadurch zahlreiche bekannte Apps und Dienste wie Google Maps, Google Assistant und den Google Play Store nutzen.
Eine 69-kWh-Batterie speist den 170 kW starken E-Motor an der Hinterachse. Ist auch vorne eine Elektromaschine installiert, stehen insgesamt 300 kW und 660 Nm Drehmoment bereit. Dabei liefert eine 78-kWh-Batterie, die sich an Schnellladestationen in 40 Minuten zu 80 Prozent aufladen lässt, die Energie. 300 bis 400 Kilometer entfernte Ziele sind realistisch.
VW ID.Buzz
Mit dem ID.Buzz ist Volkswagen ein Clou gelungen. Zum einen erinnert er an den VW-Bulli, zum andern ist er modernsten Zuschnitts. Er kann als verglaster PW oder als Kastenwagen gekauft werden. Wie der Name schon verrät, handelt es sich um einen vollelektrischen, Minivan-artigen Transporter. Die Neuausgabe mit dem kultigen Design bietet in der PW-Version einen luftigen Innenraum mit fünf Sitzplätzen und grossem Gepäckraum.
Natürlich sind alle zeitgemässen Telekommunikationsmittel und digitalen Hilfen mit dabei. Beim Cargo steht ein Volumen bis 3900 Liter für Ladegut bereit. Identisch ist bei beiden der Antrieb mit einer 77-kWh-Batterie und 150 kW starkem E-Motor zwischen den Hinterrädern. Auf einer Länge von 4,7 Meter hat Volkswagen ein wirklich kultiges Fahrzeug geschaffen.





















