In vielen Unternehmen wird die Mitarbeiterzufriedenheit durch systematische Befragungen erhoben. Von Nutzen sind diese Befragungen dann, wenn die Auswertungen zur Reflexion anregen, gezielte Massnahmen zur Verbesserung der Mitarbeiterzufriedenheit abgeleitet und dann auch umgesetzt werden. Mit dem Instrument «HR-aktiv» lässt sich die Mitarbeiterzufriedenheit schnell und einfach messen. Die Auswertungen sind leicht verständlich und regen zur Verbesserung an. Dies ist ausführlich beschrieben im KMU-Magazin Nr. 2, März 2011: «Zufriedenheit und Verbesserungspotenzial mit geringem Aufwand sichtbar gemacht» und im KMU-Magazin Nr. 4, Mai 2011: «Detaillierte Messung für punktgenaue Massnahmen».
Wie dort beschrieben hat ein Unternehmen mit «HR-aktiv» die Mitarbeiterzufriedenheit gemessen, daraus verschiedene Massnahmen geplant und umgesetzt. Es konnte sich in vielen Bereichen verbessern und dadurch auch die Mitarbeiterzufriedenheit, das Engagement, die Leistung und die Arbeitsqualität steigern. Es zeigte sich jedoch, dass die Führungskräfte durch solche Massnahmen kaum erreicht wurden. Sie waren der Überzeugung, dass nicht sie, sondern die Mitarbeitenden sich verändern müssten. Aus einer gewissen Distanz heraus ist zu erkennen, dass in dieser Haltung ein grosses Potenzial steckt. So entstand in diesem Unternehmen die Idee, ein zusätzliches Messinstrument zu entwickeln, das die Führungsqualität gezielt misst, um den Führungskräften den Spiegel vorzuhalten und ihnen zu zeigen, wo sie sich verbessern können. Daraus entwickelte sich der «HR-aktiv»-Kompass.
Führungsqualität messen
Das Instrument zur Messung der Führungsqualität, der «HR-aktiv»-Kompass, ist ähnlich zu bedienen wie «HR-aktiv» zur Messung der Mitarbeiterzufriedenheit. Das System arbeitet mit verschiedenen Rollen: Hauptverantwortlicher, Führungskraft, Mitarbeiter. Der Hauptverantwortliche gibt das Organigramm ins «HR-aktiv»-System ein und ordnet Mitarbeitende und Führungskräfte einander zu. Führungskraft als auch Mitarbeiter bewerten die gleichen vorgegebenen Aussagen in einem Notensystem von 1 bis 6. Dabei bewertet die Führungskraft sich selbst (Selbstbild). Die von ihr geführten Mitarbeiter bewerten die Führungskraft (Fremdbild). Die Mitarbeiter können zudem noch offene Fragen beantworten beziehungsweise Kommentare abgeben. Die Teilnehmer geben ihre Antworten direkt über das Internet ins System ein. Ist dies nicht möglich, stehen auch Papierfragebögen zur Verfügung.

