Im ersten Artikel der Serie «Beschaffungsmanagement» («KMU-Magazin» 09/12) ging es darum, welch enormen Wertbeitrag die Einkaufsabteilung heute zum Unternehmenserfolg leistet. In industriellen Betrieben ist diese Tatsache aufgrund des hohen Anteils an Materialkosten besonders deutlich, er macht am Gesamtumsatz oft mehr als 50 Prozent aus. Derzeit kämpfen viele Schweizer Unternehmen gegen die internationale Konkurrenz um ihre Wettbewerbsfähigkeit, zusätzlich spüren sie den Preisdruck aufgrund der Frankenstärke. Eine anspruchsvolle Situation, besonders weil kein Ende in Sicht ist – keine kurze Krise, die mit Ad-hoc-Massnahmen überbrückt werden kann.
Die Geschäftsleitungen suchen jetzt Möglichkeiten, weiter Kosten einzusparen und Prozesse zu optimieren. Allerdings sind diese Hausaufgaben meist längst erledigt und das Potenzial an naheliegenden Verbesserungen im Unternehmen ist nahezu unauffindbar. Gefragt sind mittel- oder langfristige Strategien und Mut zur Veränderung.