Diese Berater sind organisatorisch meist in der Personal- oder Weiterbildungsabteilung angesiedelt. Typische Projekte, in denen sie mitarbeiten, sind das Einführen eines neuen Führungssystems oder neuer Führungsleitlinien in Unternehmen. Kernaufgaben dieser Berater sind,
› den Abteilungs- oder Bereichsleitern als Impuls- und Ratgeber beim Umsetzen der Zielvorgaben zur Seite zu stehen,
› als Moderatoren bei Workshops und Meetings auf der Bereichs- und Abteilungsebene zu fungieren und
› bei Konflikten moderierend einzugreifen.
Qualifiziert werden diese Berater für ihre neuen Aufgaben meist mittels einer Organisationsberater- oder Business-Coach-Ausbildung, bei der unter anderem das Thema, wie funktionieren soziale Systeme, eine zentrale Rolle spielt; des Weiteren das Thema Change Management – und zwar auf der organisationalen und personalen Ebene.
3. Strategie(umsetzungs-)berater auf der Topmanagement-Ebene
Diese firmeninternen Berater sind meist Absolventen einer Top-Universität mit einem Prädikatsexamen und haben zudem häufig eine MBA-Ausbildung oder ein Generalmanagement-Programm an einer international renommierten Business-School absolviert. Oft waren sie zudem, bevor sie Inhouse Consultant wurden, mehrere Jahre in einer grösseren, international agierenden Unternehmensberatung als Strategie- oder Strategieumsetzungsberater tätig. Entsprechend exzellent ist ihr fachliches Know-how. Zusätzlich verfügen sie über eine fundierte Projektmanagement-Erfahrung. Und in Sachen Change Management haben sie meist nicht nur ein sehr solides theoretisches Know-how, sondern auch Praxiserfahrung.
Ihre Kernaufgaben in den Grossunternehmen, in denen sie meist arbeiten, sind in der Regel,
› das Topmanagement beim Weiterentwickeln der Strategie und des Geschäftsmodells des Unternehmens zu unterstützen,
› die erforderlichen Konzepte für das Umsetzen von strategischen Entscheidungen in der (gesamten) Organisation zu entwerfen,
› das Topmanagement sowie die oberen Führungskräfte bei der Strategieumsetzung in ihren Bereichen zu unterstützen und
› das Gesamtprojekt zu steuern.
Dabei wird das Wahrnehmen dieser Aufgaben von der Unternehmensleitung und von den firmeninternen Beratern selbst häufig als Zwischenschritt für die Übernahme einer Topmanagement-Funktion gesehen.
Typische Projekte, in die diese Berater involviert sind, sind zum Beispiel die Fusion zweier Unternehmen oder die Internationalisierung eines Unternehmens. Oder die Einführung eines unternehmensweiten Managementsystems. Oder der Turn-around eines Unternehmens.
Ihren Aufgaben und ihrer Vorerfahrung entsprechend fokussiert sich die Qualifizierung dieser Berater in der Regel darauf, ihnen das Know-how zu vermitteln, um komplexe, strategische Changeprojekte in Unternehmen zu planen, zu managen und zu evaluieren; des Weiteren ihnen die Tools an die Hand zu geben, um Changeprozesse so zu steuern, dass das Unternehmen seine (Entwicklungs-)Ziele erreicht. Als Beispiel seien hier solche Management-Tools wie die Balanced Scorecard und solche Managementsysteme wie KVP, Lean Management und Hoshin Kanri genannt.
Beim Vermitteln dieses Management-Know-hows spielt zwar auch das Thema Change Management eine wichtige Rolle – jedoch primär dahingehend, welche Wechselwirkungen bei der Entwicklung
› in der Organisation selbst (zum Beispiel hinsichtlich der angestrebten Ziele) und
› in der Beziehung des Unternehmens zu seinem Umfeld (zum Beispiel hinsichtlich der Märkte)
› zu beachten sind.
Für alle drei genannten Gruppen von firmeninternen Beratern besteht in den Unternehmen ein wachsender Bedarf. Dabei gilt es jedoch bei ihrer Auswahl und Qualifizierung genau zu unterscheiden, zu welcher der genannten Gruppen von Beratern die Kandidaten zählen. Sonst zielt ihre Qualifikation am Bedarf vorbei und ihr Handeln entfaltet nicht die gewünschte Wirkung. «