«Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile», wusste schon Aristoteles. Auf Unternehmen trifft dies wohl in besonderem Masse zu. Um die Positionierung des Unternehmens zu untersuchen, führen Einzelanalysen daher nicht unbedingt zum gewünschten Ziel.
Diese Fachartikelserie fusst auf dem Bernardi Profile Company, das das Unternehmen als Ganzes einbezieht. Es bietet die Möglichkeit, anhand innovativer Tests Schritt für Schritt ein objektives Gesamtbild eines Unternehmens und seiner Mitarbeitenden zu erhalten. Zudem werden die unbewussten Bilder und Zusammenhänge des Unternehmens und seiner Mitarbeitenden bewusst gemacht.
Die Beziehungslandkarte
Der erste Teil der Serie («KMU-Magazin» Nr. 4, Mai 2011) zeigte auf, wie die Betrachtung und Analyse des Unternehmens und seinem «Inneren Team», bestehend aus den «Charakteren» Intuition, Denker, Fühlerin und Empfinder, sowie dem Entrepreneur, ungenutzte Potenziale aufdeckt.
In diesem Teil «Beziehungslandkarte» geben drei verschiedene Analysen über Positionierung und Eigenschaften von Unternehmensteilen, Teams, Mitarbeitenden, Kunden und Produkten Auskunft:
1. Positionierung des Unternehmens bzw. von Abteilungen
2. Räumliche Anordnung von Mitarbeitenden bzw. von Kunden
3. Räumliche Anordnung von Teams / Teammitgliedern bzw. Produkten
Sie ermöglichen dem Unternehmer einen PerspektivenWechsel. Die Verteilung im Team macht deutlich, wie balanciert, ganzheitlich und langfristig erfolgreich sich das Unternehmen in diesen Betrachtungen zeigt.
Die folgenden Ausführungen zu den Übungen und Analysen erläutern den Nutzen, welchen das Experiment «Beziehungslandkarte» für das Unternehmen bringt:
1. Positionierung des Unternehmens bzw. von Abteilungen
Die Beziehungslandkarte gibt Auskunft über die Unternehmens- und Abteilungspositionierung. Sie zeigt auf, wo ein Unternehmen steht und wo es sich bzw. wo es die Geschäftsleitung gerne sehen würde. Ausserdem gibt die Beziehungslandkarte Auskunft über den Weg vom Ausgangspunkt (Ist) zum Soll, dem eigentlichen Wunschzustand.
Auswertung
In der Auswertung findet sich das Unternehmen bzw. die Abteilung in einem der folgenden Stadien wieder. Diese Zuordnung birgt nicht nur die reine Aussage der Zuordnung, sondern auch die zusätzlichen Interpretationen der Zusammenhänge, der Farben und der Elemente:
- Die Mitte steht für Ganzheitlichkeit (dem Element Äther zugeordnet). Sie zeigt auf, dass das Unternehmen bzw. die Abteilung in einer sehr ausgewogenen Position steht. Alle folgenden Aspekte sind eingeflossen und lassen das Unternehmen rasch auf neue Herausforderungen reagieren.
- Im Durchbruch, wo Flexibilität und Dynamik dominieren (dem Element Luft zugeordnet) steht das Unternehmen mit Spontanität und Schnelligkeit und guten analytischen Vorgehensweisen «vor dem Durchbruch».
- Die Expansion steht für Aufbau und Aktivität (dem Element Feuer zugeordnet). Diese Position bringt Auf- und Ausbau mit sich. Ausserdem unterstützen Eigenwilligkeit und Lebendigkeit sowie Konfliktfähigkeit den Vorwärtsdrang.
- In der Phase von Depression stehen Ruhe und Reflexion (dem Element Wasser zugeordnet) im Vordergrund. Emotionale, tiefgründige Aspekte dominieren hier und man will den Dingen in dieser Phase auf den Grund gehen.
- Die Stagnation steht für Gründlichkeit und Beständigkeit (dem Element Erde zugeordnet). In dieser Position wird Altes beibehalten. Beständigkeit und Tradition sind die starken Werte. Entwicklungen geschehen sehr langsam.