Strategie & Management

Mobilität und Flottenmanagement I

Elektrofahrzeuge bleiben weiter im Fokus

Eine Fahrzeugflotte beginnt bereits mit wenigen Fahrzeugen. Jedenfalls ist jeder Dienstleistungsbetrieb – ob Handwerker, IT-Service, Kleingewerbler oder Kurierdienst – ein Flotten­betreiber. Autoflotten können genauso unterschiedlich zusammengesetzt sein wie deren ­Finanzierung oder das Management des Fuhrparks.
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Wir stellen uns vor, wie der Störschreiner oder der Kaminfeger mit ihren Utensilien per Fahrrad oder mit dem ÖV ihre Auf­gaben wahrnehmen sollen – geht schlicht nicht. Oder was ist, wenn der Taxifahrer mit der Rikscha vorfährt, der Dachdecker eine ferngesteuerte Drohne für die Dach­re­paratur einsetzt oder der Liegenschaftsdienst mit Rollschuhen im Treppenhaus unterwegs wäre? Es gäbe noch viele abstruse Möglichkeiten, aber Tatsache ist: Um optimal funktionieren zu können, ­benötigen Unternehmen unterschiedliche Fahrzeuge. 

Unternehmen starten häufig mit bloss ­einem Mitarbeiter, jenem, der die Idee dazu hatte. Während Handwerksbetriebe meist langsam wachsen, nehmen Start-ups der Internet- oder IT-Branche eher recht schnell Fahrt auf. Handelt es sich dabei nicht um ein Unternehmen, das sich auf Auto-Abonnemente spezialisiert hat, müssen recht zügig Fahrzeuge angeschafft werden, sollen die Mitarbeitenden mobil bleiben. Weil jedoch Banken bei der Vergabe von Krediten entsprechende Anfragen häufig kritisch hinterfragen, beschaffen sich die einen ihre ­Liquidität durch Crowdfunding. Andere suchen ­potente Geldgeber in grossen ­Unter­nehmen, Versicherungen oder bei Investoren. 

Antriebe im Fokus

Bei der Fahrzeugwahl stellt sich heute als Frage Nummer eins: Sollen es eher thermisch betriebene, hybride oder elektrische Fahrzeuge sein? In einer Zeit, in der Klimawandel, CO₂-Problematik und nicht zuletzt auch der Fussabdruck der Unternehmung eine grosse Rolle spielen, kann dieser Entscheid sogar über Erfolg oder Misserfolg wichtige Impulse setzen. Benzin- und Dieselautos kennen alle, sie begleiten uns seit «ewigen» Zeiten. Die Hybridmodelle (HEV) haben den Vorteil, dass der thermische Antrieb durch einen Elektromotor unterstützt wird und so eine fast «unbegrenzte» Reichweite erzielt wird. Nachladbare Hybride bringen allerdings nur Vorteile, wenn sie regelmäs­sig an den Strom angeschlossen werden können, denn ihre elektrische Reichweite liegt bei durchschnittlich bloss 40 km. Auf langen Reisen ohne neuen Strom werden sie rasch zu normalen Fahrzeugen, allerdings mit erhöhtem ­Verbrauch und geringerer Leistung. 

Bereits heute gibt es in allen Fahrzeugsegmenten inklusive der leichten Nutzfahrzeuge Angebote mit rein elektrischem ­Antrieb. Sie sind in Innenstädten sowie in Agglomerationen sehr sinnvoll, weil ein dichtes Netz an Ladestationen in der Schweiz sicherstellt, dass sie heute immer wieder geladen werden können. 

Reichweiten gut managen

Die Verbrauchsnorm, nach denen sie ­gemessen werden, heisst WLTP (Worldwide harmonized Light vehicles Test Pro­cedure). Es ist die gleiche wie für alle anderen Autos auch und wurde 2018 eingeführt. Während sie für Verbrennerfahrzeuge realistischere Werte bringt, entscheiden bei den Elektroautos auch die Topografie, die Aussentemperatur und die Beladung neben dem Fahrerfuss, wie hoch der Stromverbrauch ausfällt. 

Nach unseren Erfahrungen klaffen die WLTP-Werte bei Elektroautos und die real erzielbaren Reichweiten weiter ausein­ander. Dies weil die Fahrzeuge von den Herstellern natürlich unter idealen Vor­aus­setzungen gemessen werden: 20 Grad Aussentemperatur, nur nötigste Zuladung, schmalste zugelassene Reifen. Allein die Temperatur von nur 0 Grad Celsius bewirkt einen markanten Rückgang der Reichweite. Zudem sind im Winter meist die Scheinwerfer, die Heckscheibenheizung und die Innenraumheizung eingeschaltet. 

Als Faustregel können darum bloss zwischen 60 und 70 Prozent des WLTP-Wertes auch unter realistischen Bedingungen herausgefahren werden. Das heisst, aus einer Reichweite von 560 km WLTP werden dann bloss noch etwa 340 km. Mit anderen Worten: WLTP-Werte können nur untereinander verglichen, dürfen aber nicht auf die Strasse übertragen werden. 

Längere Reisen mit Elektrofahrzeugen verlangen zudem eine gute Planung. So kann etwa ein Essenshalt vorverlegt oder nach hinten geschoben werden. Schnelllader mit hohen Stromflüssen existieren praktisch nur auf den Autobahnen. Allerdings ist hier der Strom markant teurer als an anderen Ladepunkten. Zudem können nicht überall die hierzulande gängigen Aktivierungskarten oder -badges eingesetzt werden. So werden bei Fastned beim Parkplatz Suhr die Abrechnungssysteme Move und We Charge nicht anerkannt.

Der Wasserstoffantrieb

Bleibt noch eine zukunftsträchtige Energie zu erwähnen: der Wasserstoff H₂. Das im Universum und auch auf der Welt häufigste chemische Element muss allerdings aufwändig aus dem Wasser, in dem es meist gebunden ist, gewonnen werden. Wegen seiner Explosivität muss gasför­miger Wasserstoff für den Tankvorgang in Brennstoffzellen-Fahrzeugen jedoch gekühlt werden. 

Trotzdem dauert der Tankvorgang nicht länger als mit flüssigem Treibstoff. In der Brennstoffzelle wird der Wasserstoff in Strom und Wasser umgewandelt. Gefahren wird elektrisch, aus dem Auspuff tritt bloss Wasser aus. 

Zurzeit sind in der Schweiz neun Wasserstofftankstellen in Betrieb und eine in Planung. In Hunzenschwil (AG), St. Gallen, Zofingen (AG), Rümlang (ZH), Rothenburg (LU), Crissier (VD), Geuensee (LU), Bern und Müntschemier (BE) sowie bald auch in Frenkendorf (BL) kann der Hydrospider-Wasserstoff getankt werden.

Bewirtschaftungsangebote

Nehmen wir einmal an, dass das Handling von bis zu zehn Fahrzeugen noch «inhouse» bewerkstelligt werden kann, sieht die Sache bei 20 oder mehr Fahrzeugen schon ganz anders aus. Darum bieten die Leasingfirmen von Importeuren – etwa Multileasing der Emil Frey AG mit rund 25 Marken –, aber auch markenunab­hängige Gesellschaften in der Regel unterschiedliche Pakete an. 

Diese gipfeln in Rundum-Sorglos-An­ge­boten, die auch von den Auto-Abon­ne­menten wie Carvolution her bekannt sind. Entsprechend den heutigen sehr ­tiefen Zinssätzen ist es nicht verwunderlich, dass diese auch auf die Investitionssumme für Autos angewendet werden.

Darum ist auch zu prüfen, ob ein Bankdarlehen eventuell sinnvoll sein könnte. Die Flotte kann dann durch eine der vielen Apps, die es inzwischen gibt, im Überblick behalten werden. Ford beispielweise ­bietet seinen Flottenkunden eine ganze Reihe telematischer Lösungen, um den ­Geschäftsbetrieb und den Fahrzeugeinsatz zu op­timieren, ohne die Mitarbeiter allzu eng an die Leine zu nehmen. 

Dazu gehört unter anderem «Autosense». Das Schweizer Unternehmen arbeitet mit Migrol, Amag, Swisscom und Zurich Versicherungen zusammen, doch lässt sich das System in praktisch alle Fahrzeuge mit OBD-Stecker implementieren. Das verspricht Autosense: «Wir bauen das Flottenmanagement der Zukunft schon heute. In einem modularen Portal stehen die Fahrzeugdaten für eine wirtschaft­liche Flottenbewirtschaftung zur Verfügung – digital, sicher und datenschutzkonform. Unsere Lösungen lassen sich einfach und schnell an jede Flottengrösse und Nutzungsart anpassen.» 

Mit der Autosense-App können etwa die Tankvorgänge komplett digital abgewickelt werden. Der Vorgang ist ganz einfach: App herunterladen, registrieren, Kreditkarte oder Migrol Card hinterlegen und schon kann es losgehen. Im Fahrzeug wird ein Adapter installiert, der je nach den gewünschten Funktionen zwischen 69 und 119 Franken kostet. 

Auch für Elektrofahrzeugflotten gibt es Lösungen wie die Marke «Volton». Sie ist ebenfalls unter den Fittichen der Amag und bietet Geschäfts- und Flottenkunden umfassende Beratung hinsichtlich Fahrzeugen (VW, Audi, Seat und Škoda), Lade­infrastruktur, Finanzierung oder Fleet Management, inklusive Lade- und Abrechnungslösungen. Das Geschäftsmodell wird derzeit in Pilotprojekten für die Markteinführung vorbereitet.

Neue Fahrzeugmodelle

Audi Q4 e-tron

Der Audi Q4 e-tron ist wie die Sportback-Version das erste kompakte Elektro-SUV der Marke. Er überzeugt mit einer grosszügigen Raumdimension im Interieur und wegweisenden Lösungen bei digitaler Bedienung, Anzeigen und Assistenzsystemen. Je nach Ausbaustufe gibt es unterschiedliche Funktionen, darunter das Head-up-Display. 520 bis 1460 Liter fasst der Raum vor der Heckklappe. Bei der Ausführung 35 und 40 treibt ein 125- be­ziehungsweise 150-kW-Elektromotor die Hinterachse an. Die Version Q4 50 e-tron wird mit zwei E-Maschinen (total 220 kW) und damit Allradantrieb ausgeliefert. Zwei Batteriepakete 52 kWh für den Q4 35, 77 oder 82 kWh für die Modelle 40 und 50 sind im Angebot. Die intelligente Rekuperation sowie das Thermomanagement sorgen für eine höhere Reichweite bis 520 km nach WLTP. 

Citroën ë-Jumpy Tschannen 

Das Metallbau-Unternehmen Tschannen aus Ostermundigen setzt seit ein paar Monaten einen vollelektrischen Citroën ë-Jumpy als Liefer- und Zugfahrzeug ein. Wie aus der Chefetage verlautet, erledigt er seine Aufgaben mit Bravour. Der ë-Jumpy wird wie seine Schwestermodelle Opel Vivaro-e, Peugeot e-Expert oder ­Toyota Proace electric von einem 136-PS-­E-Motor angetrieben. Zwei Batteriepakete sind wählbar, sie gewähren unter idealen Voraussetzungen eine stadttaugliche Reichweite bis 310 km. Ausser dem Kastenwagen mit zwei oder drei Sitzplätzen sind auch eine Doppelkabine sowie eine verglaste Version mit bis zu acht komfortablen Sitzen (bei Opel: Zafira) lieferbar. Die Nutzlast beträgt wegen des hohen Batteriegewichtes etwas weniger als bei den thermischen Modellen, ist ­jedoch immer noch beachtlich.

Citroën ë-C4

Der neue Citroën C4 sowie der vollelektrische Citroën ë-C4 im Crossover-Design stechen hervor mit viel Komfort und ­grosser Alltagstauglichkeit. Der Elektriker mit einer Normreichweite von bis zu 350 km. Das Interieur ist anständig verarbeitet und komplett auf Wohlfühl-Flair ausgerichtet: Bequeme und heizbare Ledersitze, exzellente Akustikdämmung, kabelloses Laden des Handys und ein Head-up-Display gehören genauso dazu wie die Präsenz aller aktuellen Assistenzsysteme. In den Kofferraum passen zwischen 380 und 1250 Liter Zuladung. Angetrieben wird der ë-C4 vom Konzern-Elektromotor, der 136 PS an die Vorderachse liefert. Elektro-typisch zieht der ­Citroën mit einer schier unglaublichen Dynamik von der Ampel weg. Darüber hinaus gibt es Benzin- und Dieselaggregate, die jeden Wunsch erfüllen.

Cupra Born (Seat)

Mit dem Cupra Born begibt sich Seat auf Neuland, denn er ist der erste Spanier mit rein elektrischem Antrieb (aus dem VW-Baukasten). Die Reichweite ist mit 330 bis rund 500 km beachtlich. Die gelungene und auch überzeugende Optik des Born erinnert in keiner Weise an den VW ID.3, mit dem er die nicht sichtbare Technik sowie Teile des Armaturenträgers teilt. Auf hohem Stand sind auch die Konnektivität, die Sicherheit und der Komfort für bis zu fünf Insassen. Erste Fahrten offenbarten ein agiles Fahrzeug, das durch seinen tiefen Schwerpunkt wie ein Gokart auf der Strasse liegt. Je nach Batteriegrösse (45, 58 oder 77 Kilowattstunden) ergeben sich Reichweiten, die über dem Durchschnitt liegen. Super ist die Ladeinfrastruktur. Wer sich vom Cupra Born elektrisieren lässt, wird es kaum bereuen.

Dacia Spring

Dacia nennt seinen Elektro-Erstling Spring. Also kann der Frühling kommen. Als Stadtelektriker macht er es recht gut. Der Spring sieht wirklich herzig aus und mit seinen orangen Farbtupfern erfreut er das Auge. Innen scheint alles da zu sein, was unterwegs gebraucht wird. Sogar ein Navi sowie ein Tempomat sind eingebaut. Die Platzverhältnisse sind klassenüblich. Erst wenn man weiss, dass der Spring bloss 970 Kilo wiegt, wird klar, warum die Verkleidungen dünn sind. Jawohl, der Spring hat einen Zündschlüssel, der an der Lenksäule eingesteckt werden muss. Als Stadtauto schwimmt er bis 50 km/h im Verkehr mit und lässt sich mühelos in kleine Parklücken dirigieren. 33 Kilowattstunden (kWh) und 125 Newtonmeter (Nm) reichen auch mal für eine kurze Autobahnfahrt. Sensationell ist der Preis ab 18 990 Franken.

DS 4 PHEV

Der Luxus-Ableger von Citroën baut sein Angebot kontinuierlich aus. Mit dem DS 4 deckt er neu die gehobene Kompaktklasse ab. Tatsächlich scheint die Verarbeitung auf Anhieb vollkommener als jene bei anderen Autos aus Frankreich. Die dynamische Linienführung erregt Aufsehen, das geräumige Interieur verströmt Wohlbe­finden und liefert viel Platz. Den DS 4 gibt es mit einem Diesel- sowie drei unterschiedlich starken Pure-Tech-Benzinern, die effizient und wirtschaftlich arbeiten. Alle DS 4 verfügen über eine Getriebe­auto­matik. Hierzulande die besten Chancen werden dem DS 4 E-Tense PHEV vorausgesagt. ­Darin sorgen ein 180-PS-Vierzylinder und ein Elektromotor mit 110 PS (81 kW) für eine Systemleistung von 225 PS und 360 Nm sowie eine elektrische Reichweite von rund 50 km.

Ford E-Transit

Mit zahlreichen, zum Teil aus dem PW-Bereich bekannten Fahrer-Assistenzsystemen bietet der neue Ford E-Transit ein überaus hohes Niveau an aktiver Sicherheit. Dafür wurde er von Euro NCAP mit einem Gold-Rating ausgezeichnet. Dazu gesellen sich Assistenten, die für Flottenbetreiber wertvolle Zusatzdienste bieten. Er wird ab Mai in den Varianten Kasten­wagen (zwei Höhen und drei Längen), als Kastenwagen mit Doppelkabine und als Fahrgestell-Variante ausgeliefert. Bis zu 1600 Kilo beträgt die Nutzlast und bis 15,1 Kubikmeter das Volumen. Sie sind mit einem 67-kWh-Akku ausgestattet, der für eine Reichweite von bis zu 317 km gut sein soll. Der Elektromotor mit 198 kW Leistung und 430 Nm Drehmoment sitzt an der Hinterachse. Er kann in einer guten halben Stunde bis 80 Prozent geladen werden.

Ford Mustang Mach -E

Die erste Elektrolimousine von Ford trägt den Namen Mustang Mach-E. Wir prüften die Version mit zwei Motoren, die wie gemacht scheint für die 4×4-Schweiz. Die stattliche Fliessheckkarosserie besitzt eine geschlossene, aber wuchtige Front. Im Heck erinnern die Rückleuchten an das Mustang-Coupé. Auf Fingerdruck öffnen sich die Türen und laden zum Ein­steigen in die digitale Welt. Guten Halt bieten die lederbezogenen Sitze, da treten auch auf langen Reisen keine Ermüdungserscheinungen auf. Neben den ­Anzeigen vor dem Fahrer und in der Windschutzscheibe interessiert vor allem der grosse Monitor. Auf ihm lässt sich praktisch alles rund um das Fahrzeug steuern. Die beiden ­E-Motoren liefern 258 kW und 580 Nm Drehmoment. Genug, um sportliche Fahrleistungen zu erzeugen. Noch stärker ist bloss die GT-Version.

Honda HR-V

Honda bietet den neuen HR-V in der Schweiz mit einem e:HEV genannten Hybridantrieb an. Mit seinem schlichten und zugleich modernen Design setzt der neue HR-V e:HEV die Philosophie der optischen Linie von Honda fort. Diese vereint eine hohe Sitzposition mit einem Platzangebot, das sich durch Raffiniertheit und gleichzeitig höchste Flexibilität hervortut. Dabei wurden die Assistenten für Sicherheit und Komfort keineswegs vernachlässigt. Für die Stromproduktion besitzt der neue HR-V einen 1,5-Liter-Benziner. Die Systemleistung beträgt 96 kW (130 PS). Die Vorderräder werden durch den Elektromotor angetrieben. Kann die Batterie nicht genügend Strom liefern, treibt der Benziner den zweiten E-Motor an, der in seiner Funktion als ­Generator Energie für den Akku oder den Vortrieb produziert.

Hyundai Ioniq 5

Die vollständig neue Modellreihe Ioniq 5 von Hyundai nimmt viel Zukunft vorweg. Die schnörkellose Formgebung und die einmalige Lichtsignatur weisen auf den Stromer hin. Obwohl er innen auf digital macht, sind alle Anzeigen und die Bedienungselemente so angeordnet, dass er ab der ersten Fahrt Freude macht. Die Platzverhältnisse sind ausserordentlich gut, kein Wunder bei 3 Meter Radstand. Und im Kofferraum finden trotzdem 527 bis 1587 Liter Platz. Die Konnektivität sowie die Assistenzsysteme halten modernsten Ansprüchen stand. Die im Unterboden verbaute Batterie macht den Ioniq 5 zwar 2175 Kilo schwer, aber die hohe Leistung (225 kW/605 Nm) lässt dies die Insassen nicht spüren. Mit dynamischer Beschleunigung, guter Rekuperation und tollem Navigationsgerät steuert der Ioniq jedes Ziel punktgenau an. Die Reichweite ist für den Alltagseinsatz absolut ausreichend.

Kia EV6

Der elegante Schräghecksedan Kia EV6 fällt überall auf, wo immer er auftaucht. Das ist der mutigen Formgebung zuzuschreiben. Aber auch mit zukunftsträchtiger Technik wartet er auf. Kein Wunder, dass er von einer internationalen Jury kürzlich zum ‹Auto des Jahres 2022› erkoren wurde. Im wohn­lichen Interieur sind die Insassen von einer Welt umgeben, bei der digital und analog kaum auseinanderzuhalten sind. Alles ist an dem Platz, wo es gesucht wird, und lässt sich intuitiv bedienen. Grossen Anteil an den digitalen Installationen haben die Sicherheitsassistenten. Durch die 77-kWh-Batterie stehen ihm 229 kW Leistung zur ­Verfügung. Sein Fahrverhalten ist aus­gezeichnet, die Fahrleistungen ­sowie die Wohlfühlatmosphäre erinnern an die Oberklasse. Durch die 800-Volt-Schnellladefunktion dauert der Aufenthalt an der Steckdose weniger lang. Der 185 km/h schnelle EV6 kommt mit einer Ladung bis 510 km (WLTP) weit.

Mazda CX-5

Mazda baut seit jeher etwas andere Autos als andere Hersteller. Dies gilt auch für das erfolgreiche SUV CX-5, das vor Kurzem ein feines, aber effektives Lifting erfahren hat. Das äussere Erscheinungsbild im Kodo-Design hat optische, der In­nenraum assis­tierende und der Antrieb verbrauchssenkende Massnahmen er­fahren. Nach dem Motto: «Hubraum ist durch nichts zu ersetzen» besitzt der CX-5 einen 2,5 Liter gros­sen Saugmotor, der 194 PS generiert. Dieser ist mit einer 6-stufigen Getriebeautomatik verbunden. Alternativ ist eine 2-Liter-Kraftquelle mit 165 PS am Werk. Klar werden so oder so alle vier Räder nach ­Bedarf mit Kraft versorgt. Die Vorteile des Skyactive-­Antriebs werden bereits nach wenigen ­Metern klar: kraftvoller Antritt aus dem Drehzahlkeller und rasche Reaktion auf Gaspedalbewegungen.

Mercedes-Benz C

Mit einer hohen Geschwindigkeit bringt Mercedes-Benz neue EQ-Elektromodelle auf den Markt. Dabei geht fast vergessen, dass die herkömmliche C-Klasse (Sedan und T-Modell) ebenfalls neu aufgelegt wurde und teilweise elektrifizierte Antriebe aufweist. Dass die neuste Gene­ration mit klassischen Antrieben ihre ­Daseinsberechtigung hat, sei am Beispiel des 220 d mit 194 PS aufgezeigt. Der anmutig gezeichnete Hecktriebler ist so leise, dass der sparsame Dieselmotor kaum wahrgenommen wird. Dazu trägt die 9-stufige Getriebeautomatik natürlich das ihre bei. Innen ist er nicht nur schlau, sondern so aufgebaut, dass die Funktionen wie von selbst gefunden werden. Eine hohem Anspruch gerecht werdende Materialwahl sowie Verarbeitung lässt all jene jubeln, die bei der Arbeit zeigen möchten, wessen Stern sie folgen.

Opel Astra

Opel lanciert die sechste, komplett neu entwickelte Generation des Astra. Ein echtes Design-Schmuckstück ist er mit der Vizor-Front und volldigitalem Pure Panel. Für ein besonderes Bedienerlebnis nutzen die Passagiere einen breiten Touchscreen. Selbstverständlich kommt neben modernstem Infotainment auch die Sicherheit nicht zu kurz. Opel wird den ­Astra sowohl als Plug-in-Hybrid in zwei Leistungsstufen sowie ab 2023 auch als batterie-elektrischen Astra-e anbieten. Dazu kommen Versionen mit effizienten Benzin- und Dieselmotoren in Kombination mit 6-Gang-Schalt- und 8-Gang-Automatikgetrieben. Die Leistungen reichen von 81 kW/110 PS bis zu 165 kW/225 PS Systemleistung. Damit − und erst recht, wenn der Kombi Sportstourer ebenfalls zu haben ist − wird Opel in der Kompaktklasse wohl tonangebend.

Peugeot 308

Einmal mehr hat Peugeot seine bekannte Nummer 308 als Sedan sowie Kombi neu herausgebracht. Die neu gezeichnete Karosserie weist typische Peugeot-Merkmale auf. Innen steht für fünf Personen mehr Platz zur Verfügung. Zudem wurde auf eine hohe Konnektivität geachtet und die Sicherheitsarchitektur wurde stark aufgewertet. Geblieben ist das i-Cockpit mit den Anzeigen über dem Lenkrad. Neben reinen Benzin- und Dieselantrieben legt Peugeot grossen Wert auf die Elektrifizierung. Dabei stechen beim 308 die nachladbaren Varianten 180 und 225 ­e-EATS hervor. Die Basis bildet bei beiden ein 1,6-Liter-Turbo-Vierzylinder, der 150 respektive 180 PS generiert. Identisch ist das Drehmoment mit 250 Newton­metern. ­Automatisch am Antrieb beteiligt ist ein ­E-Motor mit 81 kW, der 320 New­ton­meter Drehmoment bereitstellt.

Polestar 2

Ausgerechnet die eckig denkenden Schweden haben ein E-Auto entwickelt, das pure Eleganz versprüht. Es heisst Polestar 2 und wird beim Mutterkonzern Geely gebaut, ist jedoch ein Volvo-Ableger. Da ist einmal die knackig-elegante Karosserie mit den rechteckigen Rückleuchten. Aber da ist auch das Fahrvergnügen, das bereits beim Einsteigen beginnt. Auf dem Fahrersitz Platz nehmen, die Bremse drücken, die Fahrrichtung einlegen und los geht es. Die Platzverhältnisse sind stimmig, wie auch das einfach zu bedienende Infotainment. Auf jeder Oberfläche bauen die beiden 150-kW-E-Motoren hohen Grip auf. Sanft und gleichmässig wird der Schub auf die vier Räder verteilt, die Lenkung ist zielgenau. Der Polestar 2 überzeugt mit Fahrwerten, die allesamt über dem Durchschnitt liegen.

Range Rover

Im kommenden Sommer gibt es wichtige Termine für Land Rover: Der neue Range Rover kommt. Der Range Rover wurde von Grund auf neu entwickelt. Auf den ersten Blick ist der Neue als Range Rover zu erkennen: wuchtige Erscheinung, hohe Fenster, grosse Räder. Bei den Aggregaten betreten die Engländer mit ihrem über 2,5 Tonnen schweren Range Rover Neuland. Die bisherigen Triebwerke fliegen aus dem Range-Rover-Programm. Mittelfristig dürften die drehmomentstarken Selbstzünder durch Plug-in-Hybride ersetzt werden. Der drei Liter grosse Reihensechszylinder leistet mit 105 kW (143 PS) Elektrounterstützung als Range Rover P 510e insgesamt bis zu 510 PS. Allradantrieb ist selbstverständlich und aus zwei Radständen (LWB auf Wunsch mit 7 Sitzen) kann gewählt werden. Die Preisliste startet bei 138 200 Franken.

Renault Kangoo Sesam

Dass der neue Renault Kangoo als Kleinnutzfahrzeug Zukunft hat, ist klar. Sein Gesamtkonzept strotzt vom Willen, besser zu sein als die andern. An der Neuausgabe ist nicht nur alles besser, sondern auch sicherer und nutzerfreundlicher. Der durchdachte Laderaum mit 3,8 Kubikmetern ­Volumen ist Klassenbestwert. Erschlossen wird er zum einen durch die zwei Hecktüren, die sich bis zu 180 Grad öffnen lassen. Zum andern durch die Schiebetür rechts. Diese schliesst sich ohne B-Pfosten an die Beifahrertür an. Sind beide geöffnet, ergibt sich eine 1446 mm grosse – Sesam ­genannte – Öffnung. In dieser kann beispielsweise von der Trennwand her eine Kleinteilehalterung nahe an den Handwerker gezogen werden. Sehr praktisch. Auch lange Gegenstände lassen sich mühelos verstauen. Bald kommt der Kangoo auch elektrisch.

Renault Megane E-Tech

Anders als seine hybriden Vorläufer versteht sich der Renault Megane E-Tech Electric nicht nur als reines E-Fahrzeug, sondern als Teil eines grösseren Ökosystems. Das äussere Erscheinungsbild vervollständigen Anleihen aus der Welt der Crossover-Modelle sowie teilweise goldige Blenden. Der Bildschirm in Form eines liegenden «L» vereint das querfor­matige digitale Kombiinstrument und den hochformatigen Multimediamonitor. Neben einem Ambiente, das wohnlicher nicht sein könnte, bietet der neue Megane viel Platz und Bewegungsfreiheit. Die Kunden können aus zwei Leistungen wählen: 96 oder 160 kW. Zur hohen Ef­fizienz trägt ebenfalls die rekuperative Bremsstrategie bei. Die 40-kWh-Batterie erlaubt eine Reichweite von real rund 180 (WLTP 300), jene mit 60 kWh schafft rund 300 km (WLTP 470).

Škoda Enyaq iV

Mit dem 4,65 Meter langen Enyaq iV 80 hat Škoda ein faszinierendes SUV sowie ein viertüriges Coupé auf die Räder gestellt. Der Enyaq vereint die Platzverhältnisse des grossen Kodiaq mit den Vor­teilen der Saubertechnik. Die Bedienung ist auf das Wesentliche reduziert, die meisten Basiseinstellungen werden über das zentrale Display vorgenommen. Viel Platz sowie alle Sicherheits- und Komfortelemente sind an Bord. Die vielen cleveren Details sind typisch für Škoda. Aus der im Unterboden verstauten Lithium-Ionen-Batterie wird der kraftvolle E-Motor im Heck (150 kW / 310 Nm) mit Energie versorgt. Das hat den Vorteil, dass die Vorderräder nur für die Lenkung zuständig sind. Mit der grossen Reichweite von 510 km (WLTP) muss weniger nach­geladen werden. 4×4 ist mit dem Dual-­Motor ebenfalls zu haben.

Subaru Outback

Subaru bleibt sich selbst treu. Trotz vollständig neuer Optik sowie Überarbeitung der Technik und des Sicherheitsassistenten ist der neue Outback sofort zu erkennen. Vollständig neu sind das Armaturenbrett mit grossem Monitor sowie die fünf Sitze, die besten Halt bieten. Das von Subaru entwickelte Sicherheitssystem Eyesight wurde um weitere Funktionen ergänzt und ist jetzt schier unschlagbar. Das ­Gepäckabteil bietet 561 bis 1822 Liter ­Stauraum. Auch im Motorraum wurden ­sämtliche Komponenten auf Ver­besserungen hin überprüft und den modernsten Standards angepasst. Der praktisch vibrationsfrei drehende Boxermotor (2,5 l, 124 kW / 169 PS) hat eine direkte Einspritzung erhalten und es konnte Gewicht eingespart werden. Der Allrad­antrieb ist natürlich geblieben, auch das stufenlose Lineartronic-Getriebe.

Toyota Yaris Cross

Der neue Yaris Cross ist für Europa entworfen und entwickelt worden, speziell für die Kundenerwartungen im Segment der B-SUV. Er repräsentiert die grosse ­Erfahrung von Toyota in der fortschritt­lichen Hybridtechnologie ebenso wie im Bau von Kompakt- und SUV-Modellen. Um aber die strengsten Sicherheitsstandards zu erfüllen, wird er mit dem Toyota Safety Sense ausgestattet. Dazu gehören diverse aktive und Fahrerassistenz-Systeme. Viel Platz für die Passagiere und zahlreiche intelligente Details sorgen für Wohlbefinden. Beim Yaris Cross besteht das Antriebssystem aus einem neuen 1,5-Liter Dreizylinder-Benzinmotor mit Atkinson-Zyklus, hochpräzise auf minimale Reibung, maximale Effizienz und optimierte Verbrennungsgeschwindigkeit ausgelegt. Der Yaris Cross besitzt den AWD-i 4×4.

VW ID.4

Das zweite als Elektrofahrzeug entwickelte Auto von VW ist ein Sedan, ein Kombi und ein SUV; kurz: ein Allrounder mit Heckantrieb. Er heisst ID.4. Die Proportionen entsprechen einem SUV, denn so kann das Batteriepack im Unterboden besser kaschiert werden. Die Bedienung ist ähnlich ungewohnt wie im ID.3, aber man gewöhnt sich daran. Ausserordentlich gut sind die Platzverhältnisse für fünf Personen und der 543 bis 1720 Liter fassende Kofferraum. Gar überdurchschnittlich gut ist das breite Head-up-Display, das die Fahrdaten und mehr anzeigt. Der 77-kWh-Motor wird aus einer grossen Batterie gespiesen. Er sorgt mit 150 kW und 310 Newtonmeter Drehmoment für ausgezeichnete Fahrleistungen. Die Nutzlast beträgt 522 Kilo und Anhänger bis zu einer Tonne können an den Haken ­genommen werden. 4×4 ist ebenfalls möglich.

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