Ein KMU ist ein People’s Business. Und wenn der Patron oder die Chefin, die oft auch die Inhaberin ist, an die Pension denkt, dann tun sie dies am besten früh genug. Fünf Jahre sind eine minimale Richtgrösse. Die frühzeitige Planung ist aber nur eine von vielen Herausforderungen, die sich bei der Suche nach einem Nachfolger und bei der darauffolgenden Stabsübergabe ergeben. Aus den praktischen Erfahrungen zahlreicher Nachfolge-Prozesse sind folgende sechs Themen zentral für den Erfolg.
Frühzeitige Planung
Die Praxis zeigt, dass es selten zu früh ist. Rechnen Sie zurück: Sie starten mit dem Projekt und bestimmen das Wunschprofil des Nachfolgers. Für die Suche selbst rechnen Sie mindestens drei, eher sechs Monate inklusive Interviewrunden und Assessments ein. Mit der Kündigungsfrist kann gut und gern ein Jahr ins Land ziehen. Für Einarbeitung und Übergabe sind noch einmal ein bis zwei Jahre einzurechnen. Falls es sich bei Ihrem Fall um eine Unternehmensübergabe mit entsprechender Finanzierung handelt, rechnet man mit fünf bis sieben Jahren für die Übergabe – und ein bis zwei Jahre für ein Earn- beziehungsweise Fade-out des Inhabers.
Ein Nachfolgeprozess, sei er auch noch so professionell aufgesetzt, bringt für Stakeholder wie Partner, Mitarbeitende oder Aktionäre Unsicherheit mit sich. Zusätzliche Strukturen in der Organisation können dabei unterstützen, diese Unsicherheit abzufedern – zum Beispiel eine Nachfolgekommission oder eine erweiterte Geschäftsleitung.

