Die Standortbestimmung ist ein Abschied vom Ausruhen auf den Lorbeeren. Denn die Berufswelt ist in rasantem Wandel. Kaum jemand, der seine Lehre erfolgreich abgeschlossen hat oder ein Studiendiplom nach Hause trägt, wird am Ende seines Arbeitslebens noch im gleichen Metier tätig sein wie zu Beginn. Darüber hinaus haben Globalisierung, technologischer Wandel, erhöhte Reisebereitschaft, durchgehende digitale Vernetzung und auch neue Aspekte der familiären Arbeitsteilung bereits heute vielfach Neuorientierungen nötig gemacht. In Zukunft wird das noch verstärkt der Fall sein.
Vier Bausteine
Also ist eine ganzheitliche Betrachtung eines Arbeitsverhältnisses wichtig. In der Praxis wird das auf vier hauptsächlichen Bausteinen beruhen:
1. Ausgangslage analysieren
Hier wird das eigentliche Fundament aufgebaut. Es geht um die gemeinsame Schnittmenge von
- Interessen und Wünschen,
- der Persönlichkeit des Arbeitnehmers /der Arbeitnehmerin und
- seinen beziehungsweise ihren Kenntnissen und Fähigkeiten.
Während die Elemente der Persönlichkeit durch gründliche Analysen und Assessments betrachtet werden, stehen bei den beiden andern Punkten detaillierte Fragebögen und der Lebenslauf im Fokus. Alle Informationen werden zu einer Ist-Beschreibung zusammengefasst, die mit den Soll-Werten, den Erwartungen aller Beteiligten und den persönlichen und firmenspezifischen Entwicklungsmöglichkeiten verglichen wird. Ein erfahrener Personalberater kann diesen Prozess sinnvoll begleiten.
2. Ziele setzen
Die Fakten sind beisammen, die Perspektiven, die sich daraus ergeben, sind definiert. Nun geht es darum, dass sich Arbeitnehmer wie Arbeitgeber auf gemeinsam zu erreichende Ziele einigen. Was trauen sich beide zu? Welcher Zeithorizont ist realistisch? Welche Zwischen-Etappen sind festzulegen?
3. Lösungen erarbeiten
Die Prämisse «Der Weg ist das Ziel» gilt auch im Personalwesen. So klären beide Partner einvernehmlich die unterschiedlichen Wege zur Zielerreichung ab und vereinbaren gleichzeitig, welche Weichen in welcher Reihenfolge dabei zu stellen sind.
4. Entscheidungen treffen
Im vierten Schritt heisst es, sich beidseits verbindlich festzulegen, wohin die Reise geht. Das beinhaltet die Wahl des Weges, das Bestimmen der Lösung und natürlich auch begleitende arbeitsvertragliche Regelungen, damit Klarheit und Transparenz bestehen: grünes Licht und viel Motivation für eine herausfordernde Zukunft, die für beide Seiten stimmt und die viel Freude am Zusammenarbeiten bringen wird.