Der Kurs der Aktie hat sich nach dem Börsengang bei rund 124 Franken (+3,3%) eingependelt und fast jeden Tag werden einige 100 Titel gehandelt. Seit dem Börsenstart am 29. April 2010 wurden rund 9500 Aktien gehandelt, und seitens der Berner Börse wurde der Gesellschaft mitgeteilt, dass dies für einen Börsenneuling, auch in Bern, ein sehr ansprechender Start sei. Wie erwartet, sind die täglichen Volumen aber nicht allzu gross. Da es sich bei der Fortimo Group AG nicht um einen spekulativen Titel handelt und somit die meisten Investoren eine längerfristige Optik haben, findet dementsprechend kein allzu grosser Handel statt. Dies ist letztlich auch im Interesse der Gesellschaft. Es wird angenommen, dass im Rahmen der Publikation der Halbjahreszahlen beziehungsweise des Jahresabschlusses 2010 die Gesellschaft vom Publikum erneut bewertet wird und sich der Börsenkurs entsprechend anpasst.
Vorteil: unternehmergeführt
Wenige Wochen nach Börsenstart konnte sich die Fortimo Group AG am Swiss Equity KMU Invest Day, der an der Zürcher Börse durchgeführt wurde, präsentieren. An diesem Anlass konnte der Verwaltungsrat vor und nach der Präsentation feststellen, dass die Wahrnehmung nach dem Börsengang in Bern deutlich grösser ist und man sich bereits mit börsenkotierten Gesellschaften vergleichen lassen muss. Das «Rating» im wirtschaftlichen Umfeld der Gesellschaft ist aber deutlich höher. Das Bekanntmachen der Gesellschaft und der Hinweis auf die Möglichkeit einer Beteiligung durch den Erwerb von Aktien an der Börse ist eine stetige Aufgabe. Diverse neue Projekte und Investitionsmöglichkeiten wurden in den ersten Wochen an die Gesellschaft herangetragen und durch die konsequente Weiterführung der Bekanntmachung wird dies auch weiterhin der Fall sein. «Die Roadshow ist noch nicht vorbei und wir werden auch in den nächsten Monaten die Gelegenheit wahrnehmen, die Fortimo Group AG der breiten Öffentlichkeit und insbesondere auch Investorenkreisen zu präsentieren», sagt Verwaltungsratspräsident Remo Bienz und ergänzt, dass vor allem im Bereich der privaten Vermögensverwaltung grosses Interesse besteht. Vermögensverwalter suchen alternative Anlagen, und wenn eine von den Inhabern geführte Gesellschaft mit dem entsprechenden Erfolgsausweis Dritten die Möglichkeit gibt, sich durch Kauf von Aktien zu beteiligen, ist dies im heutigen Börsenumfeld eher die Ausnahme. Derartige Investments überzeugen dadurch, dass eben die Haupteigentümer nach wie vor als Unternehmer mit ihrer Gesellschaft im eigenen Risiko wirtschaften und damit im Unterschied zu grösseren Publikumsgesellschaften eben nicht primär über die Lohnbezüge und Bonifikationen gesteuert sind, sondern über die Werterhaltung und Wertsteigerung ihres eigenen Unternehmens.
«Spannende Erfahrung»
«Eine spannende Erfahrung ist auch die Tatsache, die eigene Firma plötzlich täglich mit einem Börsenkurs versehen an einer Börse kotiert zu sehen», bemerkt der Delegierte des Verwaltungsrates und Vize-Präsident Philipp Bienz. «Man darf sich aber vom Börsenkurs auch nicht allzu sehr beeindrucken lassen und jedes Auf und Ab gleich bewerten.» Aufgrund der kleinen Handelsvolumen steigt und fällt der Kurs schneller. Dieses «Negativum» muss man wohl bei einem Börsengang in Bern in Kauf nehmen.