Die Arbeitswelt entwickelt sich ständig weiter. Die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie haben Trends wie Telearbeit, die Entwicklung von Führungsqualitäten und neuen Fähigkeiten und Verhaltensweisen wie Empathie, emotionale Intelligenz und die Konzentration auf das Wohlbefinden der Mitarbeiter beschleunigt. Aber auch Resilienz und Anpassungsfähigkeit, Lernen am Arbeitsplatz, die Suche nach dem Sinn und Zweck der Arbeit und nicht zuletzt die Frage der Datennutzung haben an Bedeutung gewonnen.
Infolgedessen ändern sich auch die Erfahrungen und Bedürfnisse der Arbeitnehmer sowie die Kriterien, nach denen Arbeitgeber suchen. Aus diesem Grund hat das Forschungs- und Beratungsunternehmen Yonder Consulting im Auftrag von Workday die Stimmung und die Prioritäten der Mitarbeiter während der COVID-19-Pandemie in Europa untersucht. Dabei wurden auch 1004 Schweizer Arbeitnehmende befragt.
Zufrieden mit Homeoffice
Drei von fünf Beschäftigten in der Schweiz arbeiteten im Jahr 2020 von zu Hause aus, was dem europäischen Durchschnitt entspricht. Diese Zahl variiert stark nach Branchen und ist bei den Beschäftigten in den Bereichen Telekom, Medien und IT und bei Finanzdienstleistern deutlich höher, wo fast alle im Homeoffice gearbeitet haben. Die Wahrscheinlichkeit, von zu Hause aus zu arbeiten, steigt auch mit der Unternehmensgrösse. Heimarbeit ist indes kein besonders neues Phänomen für Arbeitnehmende in der Schweiz, hat doch die Mehrheit derjenigen, die im Jahr 2020 von zu Hause aus gearbeitet haben, dies bereits zuvor getan. Aus dem Homeoffice wird berichtet, dass man dadurch weniger gestresst und produktiver geworden sei. Nichtsdestotrotz sind Gefühle der Isolation und des Drucks, quasi immer erreichbar zu sein, ebenfalls relativ häufig. Die meisten Arbeitgeber haben ihren Mitarbeitenden die entsprechenden Hilfsmittel und Unterstützung für die Arbeit von zu Hause aus zur Verfügung gestellt. Die Befragten geben denn auch an, dass sie im Homeoffice in der Lage waren, auf die Informationen, die sie benötigten, zuzugreifen. Darüber hinaus ist der Zugang zu Hilfsmitteln, Unterstützung und Informationen in der Schweiz besser als in anderen europäischen Ländern.
