Ökologische und soziale Verantwortung haben sich zu einer wirtschaftlichen Notwendigkeit entwickelt. Gemäss einer von KPMG durchgeführten Studie (siehe Box «Nachhaltigkeitsbericht für die Reputation») betont fast die Hälfte der Vertreter der 250 grössten Unternehmen weltweit, dass sich ihre Bemühungen um nachhaltiges Wirtschaften auch finanziell auszahlen, beispielsweise durch das bessere Markenimage, welches den Umsatz und Aktienkurs positiv beeinflusst. Weiter erwähnen die Befragten, dass die Nachhaltigkeitsberichterstattung Innovationen vorantreibt und den Lernprozess im Unternehmen fördert.
Dabei ist das Thema keineswegs neu. Bereits 1970 äusserte sich Milton Friedman in seinem Artikel «The Social Responsibility of Business is to Increase its Profits» im New York Times Magazine überaus kritisch zum Thema. Eine Kernaussage seines Beitrags lautete: «There is one and only one social responsibility of business – to use its resources and engage in activities designed to increase its profits so long as it stays within the rules of the game, which is to say, engages in open and free competition without deception or fraud.»
Diese strikte Ablehnung der ökologischen und sozialen Verantwortung von Unternehmen gehört wohl zwischenzeitlich der Vergangenheit an. Kritische Stimmen in Bezug auf die Ausgestaltung dieser Verantwortung in Unternehmen sind jedoch keineswegs verstummt. Heute stammt diese Kritik beispielsweise von NGOs, die Unternehmen, welche einen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlichen, «Greenwashing» vorwerfen.

