Ein Register mit Kontrollinstanz
Das Transparenzregister wird nicht bloss geführt, sondern kontrolliert. Die Behörde fordert säumige Gesellschaften zur Meldung auf und kann sie von Amtes wegen eintragen. Melden Banken oder Behörden Unterschiede zu ihren eigenen Informationen, erhält der Eintrag einen Vermerk, und eine Kontrollstelle prüft die Einträge risikobasiert und stichprobenweise. Bei wiederholten Verstössen kann sie die Mitwirkungs- und Vermögensrechte von Gesellschaftern suspendieren und bei Gesellschaften ohne Geschäftstätigkeit sogar die Auflösung anordnen. Vorsätzliche Verletzungen der Meldepflichten werden mit Busse bis zu 500'000 Franken bestraft. Verantwortlich bleibt das oberste Mitglied des leitenden Organs, auch wenn es die Aufgabe Dritten überträgt.
Der Treuhänder als Koordinator
Für viele KMU ist der Treuhänder oder ein anderer Berater die naheliegende Anlaufstelle. Er kennt die Gesellschaft, ihre Gesellschafter und ihre Abläufe und kann die Meldung mit einer Vollmacht für die Gesellschaft einreichen. Entscheidend ist ein koordiniertes Vorgehen. Für jede wirtschaftlich berechtigte Person braucht es Name, Geburtsdatum, Staatsangehörigkeiten und Wohnsitz sowie eine Bestätigung, dass die zu meldende wirtschaftlich berechtigte Person eine AHV-Nummer besitzt oder, falls diese fehlt, eine Ausweiskopie. Diese Angaben liegen meist bei den Gesellschaftern, die zur Mitwirkung verpflichtet sind. Bereitwillig liefern sie aber erst, wenn sie verstehen, weshalb die Angaben verlangt werden und was genau gebraucht wird. Wer anfragt, wer erinnert, wer prüft und wer die Meldung freigibt, sollte deshalb von Anfang an zwischen Verwaltungsrat und Treuhänder geklärt sein. Eine einheitliche, verständliche Information an alle Beteiligten vermeidet Rückfragen und Verunsicherung.
Ein gemeinsamer Arbeitsplatz für Unternehmen und Treuhänder
Eine Software lohnt sich nicht erst bei vielen Aktionären oder verschachtelten Kontrollketten. Dort ist ihr Nutzen offensichtlich, weil sich Beteiligungen und Kontrollverhältnisse sonst kaum noch überblicken lassen. Aber auch im einfachen Fall verbessert sie die Zusammenarbeit von Unternehmen und Treuhänder, denn Gesellschafter erfassen ihre Angaben selbst, offene Punkte sind sofort sichtbar, und beide arbeiten auf demselben Datenstand.
Die Software dient als zentrale Ablage für alle Abklärungen, Daten, Meldungen und Veränderungen. In der Lösung von Konsento haben das Unternehmen und sein Treuhänder jederzeit Zugriff darauf, und das Wissen bleibt in der Gesellschaft, auch wenn Zuständigkeiten wechseln. Das ist wichtig, weil das leitende Organ für die Abklärungen und die korrekte Meldung verantwortlich bleibt, auch wenn es die Arbeit an einen Treuhänder oder Berater delegiert. Es kann diese Verantwortung nur wahrnehmen, wenn es den aktuellen Stand jederzeit selbst einsehen kann.