Mensch & Arbeit

Ergonomie am Arbeitsplatz

Wer im Büro Haltung bewahrt, hat weniger Rückenbeschwerden

Ergonomie am Arbeitsplatz rechnet sich vielfach. Doch ausser im Büro gibt es kaum einen Ort, wo wir Menschen mehr falsch machen. Abgesehen vom Strassenverkehr vielleicht. Im vorliegenden Fachbeitrag wird aufgezeigt, was die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Arbeitsplatz für die eigene Gesundheit tun können – und was die Firma davon hat.
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80 000 Stunden verbringen Arbeitnehmer während ihres Berufslebens im Büro, davon etwa 85 Prozent sitzend. Die Folge: Jeder zweite Büroangestellte klagt über Rückenschmerzen, oft in Kombination mit Schulter- und Nackenbeschwerden. Die Ursache ist häufig der Arbeitsplatz, wenn etwa Tisch und Stuhl falsch eingestellt sind oder der Bildschirm reflektiert. Ist das Büro obendrein dunkel und schlecht gelüftet, vergeht auch dem Eifrigsten der Spass an der Arbeit.

Mehr stehen statt sitzen

Ausser den Augen ist vor allem der Rücken gefährdet. Lange und einseitiges Sitzen ist Gift für ihn. Über 90 Prozent der Rückenprobleme sind auf Fehlhaltungen zurückzuführen, hauptsächlich vor dem Bildschirm. Denn übermässig langes oder falsches Sitzen führt zu einem muskulären Ungleichgewicht des gesamten Körpers. Ein gesunder Rücken lebt jedoch von einer guten Beweglichkeit der Wirbelsäule und einem kräftigen, dehnbaren Muskelkorsett. Wichtig ist daher ein gesunder Wechsel von Anspannung und Entspannung. Büroarbeiter sollten immer wieder zwischendurch aufstehen, gehen, sich bewegen, dehnen, strecken oder im Stehen telefonieren. Das spart auch Kosten.

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