Mensch & Arbeit

Arbeitssicherheit

Vier Prozent der Gerüstunfälle führen zu Invalidität oder Tod

In der Schweiz ereignen sich pro Jahr rund 3000 Unfälle mit Arbeitsgerüsten, davon etwa 2250 mit Fassadengerüsten. Rund vier Prozent der Gerüstunfälle führen zur Invalidität oder zum Tod des Verunfallten und haben ein gerichtliches Nachspiel. Die direkten Kosten (Heilkosten, Taggelder, Renten) für diese Unfälle betragen jährlich 80 Mio. Franken. Die durchschnittlichen Kosten pro Fall belaufen sich auf 27 000 Franken. Zum Vergleich: Im Bauhauptgewerbe sind es 12 000 Franken.
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Bauleistungen sind ohne den modernen Gerüstbau nicht denkbar. Das trifft in besonderem Mass auf Neubauten zu, aber auch auf die Sanierung von hohen Gebäuden oder auf Arbeiten an hoch gelegenen Arbeitsstellen im Hoch-, Tief- oder Brückenbau. Das Arbeitsmittel «Baugerüst» wird der Baustelle als zeitlich befristete Dienstleistung zur Verfügung gestellt. Ein gutes Baugerüst beeinflusst die Wirtschaftlichkeit der Bauprozesse positiv und fördert:

  • die Sicherheit der auf dem Gerüst Beschäftigten,
  • die Sicherheit der auf dem Bauwerk Beschäftigten (Absturz nach aussen),
  • die Sicherheit der Öffentlichkeit (Schutz vor Emissionen der Baustelle),
  • eine qualitativ gute und effiziente Arbeit auf dem Gerüst.

Koordination bringt Sicherheit

Die Beteiligten – Planer, Gerüstersteller, Benutzer – sind Vertragspartner und tragen gemeinsam eine grosse Verantwortung. Wenn jeder einzelne dieser Partner aktiv und bewusst seinen positiven Beitrag leistet, entsteht ein Gerüst, das einerseits die gestellten Anforderungen erfüllt und andererseits den Arbeitenden die notwendige Sicherheit bietet. Denn die heutigen Bauvorhaben sind komplex und die Terminvorgaben eng. Planung, Arbeitsvorbereitung und Zusammenarbeit gewinnen daher immer mehr an Bedeutung. Deshalb lautet die wichtigste Botschaft: Koordination bringt Sicherheit.