Mensch & Arbeit

Mitarbeiterzufriedenheit

Unzufriedene Mitarbeiter kosten das Unternehmen unnötig Geld

Differenzen zwischen Chef und Mitarbeiter, Sticheleien im Team oder die persönliche Unzufriedenheit über Aufgaben oder Arbeitsplatz kostet einen grossen Teil der Arbeitsenergie. Das heisst: Bei 100 Prozent Lohn und 100 Prozent Anwesenheit bringt der Mitarbeitende nur einen Bruchteil der möglichen Arbeitsleistung ein.
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Menschen nutzen dann ihr gesamtes Potenzial für ihre Arbeit, wenn sie zufrieden und motiviert sind, im richtigen Mass gefordert werden und eine hohe emotionale Bindung zu ihrem Arbeitsplatz haben. Studien belegen, dass weniger als ein Drittel der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter so zufrieden sind, dass sie sich für ihre Arbeit voll engagieren. Viele Mitarbeitende bringen sich nur teilweise ein, pflegen die Routine oder haben bereits innerlich gekündigt.

Mit sich selbst beschäftigt

Verunsicherungen, einfache Kommunikationsstörungen, Ärger oder Konflikte binden viel Energie, die in die Arbeit fliessen sollte. Denn fühlt sich der Mensch unwohl, beschäftigt er sich vor allem mit sich selbst und nicht mit seiner Arbeit. Ein Beispiel: Eine Kollegin wird über ein bestimmtes Ereignis im Unternehmen informiert, nicht aber man selbst. Schon beginnt das innere Fragekarussell: Was hat das zu bedeuten, dass sie informiert wird, aber ich nicht? Schätzt der Vorgesetzte meine Kollegin mehr als mich? Geniesst sie mehr Vertrauen? Weiss sie noch etwas, was ich nicht weiss?

Was aber erzeugt Arbeitszufriedenheit? Verschiedene Studien zeigen immer wieder, dass sich durch die Einbindung der Mitarbeiter in Entscheidungen, durch Anerkennung und Wertschätzung der Arbeitsleistung durch den Vorgesetzten, durch klare Kommunikation und Transparenz die Zufriedenheit von Mitarbeitern massgeblich steigern lässt. Der Lohn dagegen hat einen sehr viel geringeren Einfluss auf die Arbeitszufriedenheit als gemeinhin angenommen wird (Theorie Herzberg).

Führungstools

Viele Firmen setzen Personalführungsinstrumente ein, mit dem entsprechenden Aufwand für Einführung und Betrieb. Dabei erwartet der Unternehmer, seine Arbeit zu erleichtern. Für die Mitarbeitenden selber ist dies oft mit zusätzlicher Belastung und Zeitverschwendung verbunden. Dies unter anderem, weil die Instrumente nicht gezielt eingesetzt werden und weil zum Beispiel die Erkenntnisse aus Mitarbeiterbeurteilungsgesprächen nicht reflektiert und zur Steigerung von Effizienz und Effektivität genutzt werden. Doch der ROI (Return on Investment) ergibt sich erst durch Verbesserungen.

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