Schnelle Veränderungen und ständig steigende Anforderungen verlangen eine hohe Flexibilität von Mitarbeitenden und Unternehmen. Finanzkrise und wirtschaftliche Unsicherheiten verstärken den Druck. Viele Menschen kennen die Situation, über längere Zeiträume Höchstleistungen unter Dauerbelastung zu erbringen. Werden persönliche Bedürfnisse nach Entlastung, Erholung und Regeneration zu lange ignoriert, führt dies nicht selten in einen Zustand des Burnout oder einer krankheitsbedingten Zwangspause. Dies muss nicht so sein.
Burnout: Was ist das?
Burnout entsteht nicht über Nacht. Es handelt sich um einen Prozess zunehmender Erschöpfung durch lang anhaltende Überanstrengung, der sich schleichend, nicht selten über Jahre hinweg, entwickelt. Die Zahl der Betroffenen steigt. Genaue Zahlen sind schwierig zu erfassen, da Burnout immer noch zu den Tabuthemen gehört. Beim Burnout handelt es sich um ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren, wobei immer auch die Lebens- und Arbeitsbedingungen mit zu betrachten sind. Je früher Anzeichen erkannt werden, desto schneller können der Teufelskreislauf unterbrochen und negative Folgen für Gesundheit und Persönlichkeit der Betroffenen vermieden werden.
Wichtig ist, die Botschaft der körperlichen Signale wahrzunehmen und etwas zu verändern. Ein wachsamer, sensibler Umgang mit Warnzeichen sowie die Entwicklung spezifischer Gegenstrategien sind ein wesentlicher Schritt im Bereich der Prävention.
Warnzeichen und Symptome
So individuell wie Menschen sind, zeigen sich auch Symptome in unterschiedlicher Weise. Ein typisches Zeichen ist, wenn Dinge, die früher viel Freude bereitet haben, plötzlich keinen Spass mehr machen und man sich sogar widerwillig Zeit dafür nimmt. Das kann Hobbys ebenso betreffen wie den Lebenspartner oder auch die eigenen Kinder. Auffällig ist, dass häufig besonders engagierte Mitarbeitende plötzlich einen unerklärbaren Energiemangel und Gefühle von Erschöpfung verspüren. Durch vermehrtes Engagement und das Verleugnen eigener Bedürfnisse sowie einen emotionalen und sozialen Rückzug von Freunden und Kollegen bleiben die Symptome über lange Zeit unerkannt, verstärken sich jedoch. Die Symptome zeigen sich auf verschiedenen Ebenen. Die oben stehende Tabelle zeigt einige Beispiele auf.


