Mensch & Arbeit

Business-Food

Kraft und Energie gezielt reaktivieren

Erschöpft, ohne Konzentration und leistungsschwach? Nicht nur im privaten Leben, gerade auch im Berufsalltag ist gesunde Ernährung die Basis der Leistungsfähigkeit. Meistens erfordert es dafür nicht einmal gros­sen Aufwand.
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Einseitige Ernährung ist ein ebenso bekanntes wie – vor allem im Berufsalltag – weit verbreitetes Phänomen. Die Ursachen sind fast immer die gleichen: keine Zeit, keine Lust und zu viel Stress. Und selbst einzukaufen und zu kochen, daran ist überhaupt nicht zu denken. Gleichzeitig hat jeder schon einmal registriert, dass sein Körper auf gewisse Nahrungsmittel mit Erschöpfung, Konzentrationsmangel und abfallender Leistung reagiert.

Gesunde Ernährung ist also nicht nur für den körperlich arbeitenden Menschen wichtig, sondern auch für den, der acht oder mehr Stunden täglich am Schreibtisch sitzt.

Häufig passiert die Nahrungsaufnahme im Büro mehr oder wenig unbewusst, gerade bei den kleinen «Mahlzeiten» zwischendurch. Eine kleine Übung verdeutlicht das: Beobachten Sie das Essverhalten von sich selbst und den Personen um sich herum. Sie werden rasch erkennen, dass die meisten irgendwas Süsses in der Bürotischschublade verstecken oder übermässig viel Kaffee trinken oder ganz einfach immer ein «Gipfeli» kaufen, wenn der «Znüni»-Wagen vorbeifährt. Dabei sind gesunde Alternativen weder ein Geheimnis noch benötigt ihre Zubereitung grossen Aufwand. Im Folgenden werden einige Tipps aufgeführt.

Jedem sein Frühstücken

Wichtig ist es, dass einem das Frühstück guttut. Das heisst, verspürt der Mensch ein angenehmes und warmes Gefühl im Bauch oder besteht ein Völlegefühl mit Blähungen, dazu vielleicht noch ein Aufstossen? Auch sollte die Mahlzeit immer sättigend sein und bestimmt für vier bis fünf Stunden anhalten. Hier einige Tipps und Frühstücksrezepte:

Porridge – Haferflockenbrei mit Obst

Zubereitung: Im Topf Haferflocken kurz anrösten, danach mit Wasser bzw. mit einem Wasser-Milch-Gemisch aufgiessen, Obst nach Belieben klein geschnitten beimengen und dick einkochen; mit Zimt, Kardamon würzen und mit Honig oder Ahornsirup abschmecken. Milch: Es kann sehr gut Reis- oder Haferflockenmilch verwendet werden.

Rührei mit Pilzen

Zubereitung: Eier mit Wasser, Milch und einer Prise Salz mit einer Gabel vorsichtig anrühren.

Die gewaschenen und zerkleinerten Pilze (Eierschwämme, Champignons, Austernpilze usw.) in Olivenöl kurz anschwitzen und die Ei-Masse darüber verteilen und bis zur gewünschten Konsistenz dünsten. Mit Salz und Pfeffer würzen und mit frischer Kresse bestreuen.

Reissuppe

Reissuppe ist einfach zuzubereiten und kann gut vorgekocht werden; sie ist im Kühlschrank drei bis vier Tage gut haltbar. Sie eignet sich zum Frühstück, Mittag- oder Abendessen.

Zubereitung: Basmatireis im Verhältnis 1:5 (1 Tasse Reis mit 5 Tassen Wasser) in einem hohen Topf aufkochen. Bei Vorliegen eines Yang-Mangels (oder Menschen, die leicht frieren) den Reis vorher im Topf anrösten und erst danach das Wasser beigeben. Den Reis auf kleiner Flamme kochen bis ein dickflüssiger Brei entsteht. Die Reissuppe kann dann portionsweise unterschiedlich serviert werden: (pikant oder süss zubereitet)

  • Mit Karotten oder Zucchini
  • Mit frischem Ingwer und Kardamon
  • Mit frischen Kräutern (Petersilie, Basilikum, Schnittlauch usw.)
  • Mit Maroni (im Herbst und Winter)
  • Mit frischem Obst der Saison

Energiesuppe mit Huhn

Die Energiesuppe eignet sich zum Frühstück, Mittag- oder Abendessen.

Zubereitung: kaltes Wasser in einem Topf aufsetzen, darin ½ Huhn oder Hühnerteile zum Kochen bringen, einige Minuten köcheln; das ganze Wasser weggiessen, den Topf und das Huhn mit heissem Wasser säubern und erneut in heissem Wasser aufsetzen. Mit Karotten, einer Sellerieknolle, Lauch, frischem Ingwer, Pfefferkörner, Lorbeerblatt, ca. 2 bis 3 Stunden köcheln. Die Brühe durch ein Sieb geben und alle festen Bestandteile wegwerfen. Hinweis: Je länger die Brühe gekocht hat, umso wärmender, aber auch nährender ist sie; im Kühlschrank ist sie nach dem Abkühlen 3 bis 4 Tage haltbar. Die Brühe kann heiss getrunken werden oder als Grundlage für Suppen mit frischem Gemüse, Getreide oder Einlagen nach Belieben verwendet werden.

Tipps für Meetings

Was wird bei Besprechungen und Sitzungen an Nahrungsmittel serviert? In den Pausen werden meist Kaffee, Mineralwasser und Fruchtsäfte offeriert. Das Mittagessen verursacht Blähungen und ein unangenehmes Völle­gefühl, da es Sandwiches mit Mayonnaise, Wurstwaren, Käse etc. gibt. Am Nachmittag gibt es erneut Kaffee, evtl. noch «Guetzli». Zu beobachten sind dann meist müde, unkonzentrierte Mitarbeitende, welche vielleicht noch einen kleinen emotionalen Gefühlsausbruch durchleben.

Empfehlungen für Getränke

Leitungswasser vorher etwa zehn Minuten abgekocht (oder wenn nicht anders möglich lauwarmes «Hahnenwasser»). Wirkung: Erfrischend, wärmt die Mitte, stärkt die Verdauungsfunktionen, scheidet überschüssige Feuchtigkeit aus, unterstützt die Entschlackung, reduziert Gewicht. Heisses Wasser ist das einzige Getränk, das bedenkenlos langfristig getrunken werden kann, ohne unerwünschte Wirkungen zu zeigen.

Ungesüsste Tees:

  • Orangenblütentee (entspannt Leber und Galle, bewegt sanft das QI (Lebensenergie), beruhigt)
  • Pfefferminztee (erfrischt und kühlt)
  • Ingwertee für die kältere Jahreszeit (wärmt, stärkt die Abwehr, regt die Verdauung an)
  • Grüner Tee (leicht kühlend, geistig anregend, kühlt Hitze, besonders im Kopfbereich)
  • Schwarzer Tee (neutral, trocknet aus, regt geistig an)
  • Fencheltee (erwärmend, stärkt die Mitte, fördert die Nahrungstransformation)
  • Kamillentee (erwärmend, trocknend, löst Blähungen)
  • Yogi-Tee – Gewürztee (erwärmend bis heiss, erwärmt die Organe, stärkt die Abwehr) – jedoch nur bedingt und kurzfristig einsetzbar, z. B. bei beginnender Erkältung.

Fruchtsäfte (immer etwas Wasser im Verhältnis 1:3 beigeben):

  • Apfelsaft (erfrischend)
  • Roter Traubensaft (neutral, baut Blut und Säfte auf)
  • Birnensaft (erfrischend und kühlend)

Ein Tipp für Getränke während Meetings: Alle Getränke anschreiben z. B. Ingwer-Tee = erwärmend oder Pfefferminztee = kühlend. So kann sich jeder Teilnehmende nach seinem Empfinden das richtige Getränk auswählen.

Zwischenmahlzeiten fürs Hirn

Anstelle von «Guetzli» und Co. können folgende Nahrungsmittel auf den Sitzungstisch gestellt werden:

  • Nüsse und Samen
  • Trockenfrüchte
  • Obst und Gemüse (Kompott)

Das Mittagessen

Wenn möglich sollte man am Mittag versuchen, etwas Warmes zu essen, z.B. eine Suppe als Vorspeise. Dann etwas mit Huhn, Rind oder Fisch (ohne Saucen), dazu Reis oder Vollkornnudeln und Gemüse. Vielleicht gibt es einen Lieferanten mit frisch zubereitetem Essen in der Nähe, welche dieses in das Büro liefern. Wer zu Hause ein kulinarisches, stressfreies Essen vorbereitet und dieses ins Büro mitnimmt, übernimmt Eigenverantwortung.

Es gibt so vorgekochtes und aufwärmbares Essen, welches mühelos zu Hause für drei bis vier Tage vorbereitet werden kann, wie z.B. Suppen, Eintöpfe, Obst und Kompott, Gemüse, vorgekochtes Getreide, Couscous, Glasnudeln, Wok-Nudeln, Getreideflocken usw. Diese können einfach mittels Kochplatte oder Backofen im Büro aufgewärmt werden. Achtung: Mikrowelle zerstört die Energie (Qi) der Nahrungsmittel.

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