Die Wirtschaftskrise ist allgegenwärtig. Alle warten auf den Aufschwung – und der Aufschwung wird kommen. Doch zunächst wirkt sich die Krise noch negativ auf den Bedarf von Arbeitenden aus, was noch einige Kündigungen mit sich bringen kann. Allgemein werden Stabilität und absolute Ordnung künftig abnehmen. Unternehmen werden ihre Entscheidungen zunehmend in einem unkalkulierbaren und dynamischen Umfeld treffen müssen.
Langfristige Herausforderung
Vor dem Hintergrund des stetig wachsenden Innovationsdrucks hat das strategische Personalmanagement stark an Bedeutung gewonnen. Zu den zentralen langfristigen Herausforderungen des strategischen Personalmanagements zählen (EAPM, 2007/Kruse, 2009):
- Demografiemanagement (Ausgleich von Kompetenzverlust aufgrund Alterung der Belegschaft)
- Talentmanagement (Gewährleistung und Verfügbarkeit des kritisch qualifizierten Personals)
- Wissens- und Innovationsmanagement (Aufbau und Nutzung von Innovationskraft)
- Changemanagement (Ausbau der veränderungsbezogenen Fähigkeiten der Organisation)
- Corporate Culture (Aufbau, Bildung und Verankerung einer wertorientierten Unternehmenskultur)
- Corporate Social Responsability
Das Personal wird zunehmend zum zentralen Wettbewerbsvorteil, jedoch ist gut qualifiziertes Fach- und Führungspersonal zunehmend knapp.
In der aktuellen Phase stehen die Unternehmen besonders vor der Herausforderung, operative Massnahmen zu Kapazitätssenkungen ergreifen zu müssen, ohne ihre langfristigen personalbezogenen Ziele zu gefährden. Beispielhafte Fragen: Wie kann ein Unternehmen trotz nötiger Krisenanpassungen attraktiver Arbeitgeber bleiben? Welches sind die besten Handlungsalternativen mit Blick auf die qualifikationsbezogene Zusammensetzung und Engagement der Belegschaft? Wie lässt sich in Zukunft genauso gut oder noch besser benötigtes Wahlpersonal zu beschaffen?

