Dieser Artikel möchte aufzeigen, dass es dazu sinnvolle Alternativen gibt. Diesen allen ist gemeinsam, dass Programme und Daten nicht lokal gelagert und betrieben sind, sondern ausgelagert und oft gemeinsam mit anderen Kunden genutzt werden. Die gebotene Leistung wird also von Dritten bezogen und pauschal oder nach Aufwand bezahlt. Bevor nun die stets alle Überlegungen dominierende Frage aufgeworfen wird, ob jetzt Kauf oder Miete des IT-Betriebes billiger ist, müssen Qualität und Verfügbarkeit in den Vergleich einbezogen werden. Dazu im Folgenden einige Gedanken.
Übliche Auslagerungskonzepte
Application Service Providing
Mit ASP wird das Zurverfügungstellen einer oder mehrerer Anwendungen und die Speicherung der zugehörigen Daten über das öffentliche Internet verstanden. In der Dienstleistung sind alle unterstützenden Tätigkeiten mit eingeschlossen. Die Verbindung der Benutzerstationen (Clients) mit dem Server oder den Servern erfolgt entweder als Web-Applikation oder dann über eine Einrichtung, die Terminal Server genannt wird.
Web-Applikationen
Web-Applikationen benötigen auf dem Client lediglich einen Internetbrowser und sind damit unabhängig vom Betriebssystem. Sie werden vorwiegend benutzt, wo diese Plattformunabhängigkeit massgeblich ist, beispielsweise Telebanking, E-Mail-Clients, Webshops usw., also überall dort, wo die Benutzer unterschiedliche Systeme verwenden. Programme müssen aber speziell für diesen Zweck erstellt werden, was die Funktionalität begrenzt. Für eine sichere, verschlüsselte Übertragung (z.B. Zahlungsverkehr) benötigt man ein spezielles Protokoll (https). Die Benutzung ist oft kostenlos und für jedermann zugänglich.
Terminal Services
Terminal Services erlauben den Betrieb von beliebigen Anwendungen auf einem zentralen Server. Die Anwendungen und Daten befinden sich in einer Rechenzentrale, die Benutzer greifen über ein spezielles Client-Programm auf die zentralen Anwendungen zu. Diese Programme lassen sich nutzen, als seien sie auf einem lokalen PC oder Netzwerk installiert. Es sind Schnittstellen zum Datenaustausch mit anderen Programmen und zwischen Datenbanken möglich. «Cut and Paste» über eine Zwischenablage wird ebenfalls unterstützt. Beinahe jedes Programm kann auf einem Terminal Server zur Verfügung gestellt werden, dies mit verschlüsseltem Datenverkehr und gesicherter Authentifizierung. Die Lizenzkosten sind aber nicht vernachlässigbar, und die Konfiguration ist in der Regel komplex und aufwendig. Software auf dem Terminal Server muss lizenziert werden, wie wenn sie lokal benutzt würde. Gelegentlich kann das doppelte Lizenzkosten auslösen. Terminal Services werden vor allem dort eingesetzt, wo interne Firmenanwendungen wie ERP benutzt werden, also für einen klar abgegrenzten Benutzerkreis. In grösseren Anlagen arbeiten ganze Server-Farmen oder -Cluster.
Software as a service
SaaS ist ein wenig konziser Begriff. In der Regel ist damit das Zurverfügungstellen einer (einzigen) Anwendung via Internet gemeint, deren Benutzung nach dem effektiven Bezug (pay per use) oder pauschal verrechnet wird. Typische Anwendungen sind beispielsweise CRM-Programme (Kontaktverwaltung). Vorteil ist eine für Einzelpersonen oder Gruppen sofort verfügbare Software, ohne jahrelang auf die Installation durch die eigene IT-Abteilung warten zu müssen.