Mensch & Arbeit

Outplacement

Durch gezielte Massnahmen wieder Tritt fassen im Erwerbsleben

Outplacement? Das ist nur für gestrauchelte Manager von Grossfirmen mit goldenem Fallschirm und viel Zeit. Dieses Bild ist in vielen Köpfen verhaftet und verhindert, dass solche Unterstützungsangebote auch für andere Zielgruppen eingesetzt werden. Die Erfahrung zeigt, dass der gezielte Einsatz einzelner Module eines Outplacement-Programms auch bei KMU mit kleinerem Budget – und nicht nur für Chefs – eine wirksame Unterstützung von Mitarbeitenden nach einem Stellenverlust sein kann.
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Outplacement ist nicht gleich Outplacement. Es wird massgeblich durch die Beziehung zwischen dem Berater und der vom Stellenverlust betroffenen Person geprägt. Trotzdem lassen sich die wichtigsten Elemente benennen, die in unterschiedlicher Ausprägung und Intensität in einem Outplacement-Programm zur Anwendung kommen:

  • Gegenseitiges Kennenlernen, Beziehungsaufbau.
  • Verarbeitung des Stellenverlustes. Dieses Thema taucht verständlicherweise im Lauf einer Beratung immer wieder und in unterschiedlichen Facetten auf.
  • Berufliche Standortbestimmung in Verbindung mit einer Potenzialanalyse beziehungsweise einem Assessment.
  • Berufliche Neuausrichtung, indem Ziele und Meilensteine bestimmt werden.
  • Unterstützung bei der Erstellung des Bewerbungsdossiers.
  • Netzwerkaufbau und gezielte Pflege der Personen.
  • Bewerbungscoaching – von der Analyse des Stellenprofils bis zur Vorbereitung des Bewerbungsgesprächs und der Verarbeitung allfälliger Absagen.

Für langjährige Fachpersonen

Ein umfassendes Outplacement nach dem skizzierten Modell richtet sich in erster Linie an Mitarbeitende, die langjährig als ausgewiesene Fachpersonen oder in anspruchsvollen Führungspositionen tätig waren. Sie setzen sich dementsprechend vertieft mit ihrer beruflichen Neuorientierung auseinander. Vielfach sind solche Programme langfristig ausgerichtet. Für kleinere Unternehmen können diese schnell zu teuer werden. Die Erfahrung zeigt, dass sie in vielen Fällen in diesem Umfang nicht zwingend notwendig sind. Mit einem gezielten Einsatz einzelner Module können Personen nach einem Stellenverlust schnell und wirksam beraten werden.

Das Vorgehen

In einer ersten Abklärung wird festgestellt, wie und mit welchen Mitteln die betroffene Person bei der beruflichen Neuorientierung am besten unterstützt werden kann. Nachdem das Programm und das Vorgehen erläutert worden sind, wird mit einem kurzen Check anhand von zwei Fragebogen der Unterstützungsbedarf ermittelt. In einem anschliessenden Auswertungsgespräch legen Berater und Kandidat gemeinsam das geeignete Unterstützungsprogramm fest – in der Regel unter Berücksichtigung des im Vorfeld mit dem auftraggebenden Unternehmen festgelegten Kostendachs respektive der vereinbarten Pauschale.

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