Mensch & Arbeit

Fallstudie: Gesundheitsmanagement

Die Gesundheit der Belegschaft gewinnt weiter an Bedeutung

Unternehmen brauchen gesunde und leistungsfähige Mitarbeiter. Ein internationaler Energieversorger nutzt daher das 2+2 und 4-Gesundheitscoaching als einen wichtigen Bestandteil des betrieblichen Gesundheitsmanagements. Die Begleituntersuchung in einem Pilotprojekt belegt, dass ein zwölfwöchiges Betreuungsprogramm zu Ernährung und Bewegung für eine nachhaltige Verankerung gesundheitsbewussten Handelns bei den Mitarbeitenden sorgt.
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Den Krankenstand dauerhaft niedrig halten, das Gesundheitsbewusstsein aller Beschäf­tigten fördern, deren Leistungs- und Be­schäftigungsfähigkeit stärken und erhalten sowie das Wohlbefinden am Arbeitsplatz verbessern – so lauten meist die wichtigs­ten Ziele des betrieblichen Gesundheitsmanagements. Aufgrund der demografi­schen Entwicklung und der damit verbunde­nen Tatsache, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter künftig deutlich länger arbeiten müssen, gewinnen die Gesundheit der Belegschaft und der Erhalt ihrer Leistungsfähigkeit zusätzlich an Bedeutung.

Die Grundlage

Entscheidend ist daher, dass die eingesetzten Massnahmen zur Gesundheitsförde­rung von den Mitarbeitern angenommen werden und zu einem nachhaltig gesünderen Lebensstil führen. Die Erfahrungen zeigen jedoch, dass dies nicht selbstverständlich ist. Kursprogramme umfassen Angebote für gesunde Bewegung, etwa Nordic Walking, Sport und Fitness, Ernährungsberatung und Entspannung, zum Beispiel Yoga, Pilates und anderes. Solche Angebote bilden die Grundlage eines betrieblichen Gesundheitsförderungskonzepts und haben gute Teilnehmerzahlen. Die meisten Beschäftigten werden jedoch mit diesen Angeboten nicht erreicht.

Die Gründe dafür sind schnell benannt: Viele Beschäftigte sind in Schichtarbeit oder Aussendienst tätig. Unregelmässige Arbeitszeiten, Dienstreisen oder sonstige organisatorische Gründe führen ebenfalls dazu, dass viele Mitarbeiter nicht an diesen Kursen teilnehmen. Zudem mangelt es bei vielen an der Motivation und Überzeugung, freiwillig etwas für die eigene Gesundheit tun zu müssen.

Das Konzept

Für die Kernthemen der Gesundheit – Ernährung und Bewegung – setzt der Energieversorger daher seit April 2007 auf das sogenannte 2 + 2 und 4-Konzept von Despeghel & Partner. Dessen Wirksamkeit wurde bereits in mehreren (Langzeit-) Studien an der Deutschen Sporthochschule sowie an der Universität Giessen wissenschaftlich belegt. Es besteht aus Ernährungsvorgaben, die an mindestens vier Tagen der Woche befolgt werden sollen, zwei 20-minütigen Ausdauer- und zwei 10- bis 20-minütigen Kraftübungen je Woche, die einfach und ohne Hilfsmittel alle Muskelgruppen aktivieren. Das Besondere an dem Programm ist die inhaltliche Verzahnung von leicht umsetzbaren Bewegungs- und Ernährungsempfehlungen, die zeitlich flexi­bel in den Alltag eingebettet und angewendet werden können.

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