Die vergangenen Jahre haben uns gelehrt, dass in der Beschaffung heute eines gilt: Business-not-as-usual (BNAU). Dieses wichtige neue Aufgabengebiet der Beschaffungsverantwortlichen und der Begriff dazu werden von Knight et al. mittels folgenden Zitats geprägt: «PSM experts have a prominent role to play in BNAU. They should not limit themselves to merely responding to institutional leaders, but can pro-actively shape systemic change» (2022, S. 2 zit. in Kyburz, 2024, S. 14). Die Fachexpertenschaft aus der Beschaffung ist gefordert, den Systemwandel im Sinne der sich verändernden Rahmenbedingungen und Möglichkeiten frühzeitig zu gestalten. Die aktuelle Lage präsentiert sich mit vielen Unsicherheiten. Diese sind aus Sicht der Beschaffung und Supply-Chain allerdings nicht unerwartet. So wurden bereits 2024 die wichtigsten Herausforderungen, wie die Box zeigt, benannt (vgl. Kyburz, 2025).
Im laufenden Jahr hat sich das Thema «Preis- und Kostendruck – inklusive Berücksichtigung der internationalen Handelsentwicklungen» hinzugefügt. Bereits seit Anfang 2025 werden diese Themen intensiv bearbeitet. Der Fachverband für Supply-Management (procure.ch), der anavant freundschaftlich verbunden ist, bietet dazu diverse Anlässe, wie Informationsveranstaltungen, Besichtigungen, Diskussionsrunden bis hin zu entsprechenden Seminaren und Lehrgängen. Dies ist wichtig, um am Ball zu bleiben und den Unsicherheiten direkt mit neuestem Wissen, aber auch den Erfahrungen aus den unterschiedlichen Branchen bestmöglich und unkompliziert begegnen zu können.
Für Technische Kaufleute, die gemäss Definition des eigenen Berufsbilds als «Fach- und Führungspersonen im technisch-betriebswirtschaftlichen Umfeld» arbeiten und dabei auch im Bereich Supply-Chain-Management Führungsaufgaben wahrnehmen (vgl. berufsberatung.ch), ist eine laufende Vertiefung und Beschäftigung mit den aktuellen Trends der Beschaffung unerlässlich. Je nach übernommener Aufgabe empfehlen sich hier der regelmässige Austausch sowie das lebenslange Lernen. Am einfachsten und kostengünstigsten gelingt dies mittels aktiver Pflege eines entsprechenden Netzwerks. Hier bieten Berufsverbände, wie anavant, procure.ch oder auch GS1, den nötigen Zugang. Ganz nach dem Motto (berufsberatung.ch): «In der Ausübung ihrer Fach- und Führungsarbeit tragen Technische Kaufleute soziale, ökonomische und ökologische Verantwortung. Sie gehen mit Ressourcen um und stellen die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Unternehmung insbesondere im industriell-gewerblichen Sektor sicher.»


