Warum ist ein gutes Ranking bei Google eigentlich so wichtig? Auf den ersten Blick eine einfache Frage. Schliesslich möchte jedermann, dass die eigene Webseite möglichst gut gefunden wird. Jedoch ist die Definition eines guten Rankings nicht unbedingt so klar. Natürlich möchte jeder auf der Position Nummer eins der Google-Ergebnisseiten (SERP’s – Search Engine Result Pages) sein. Doch ist dies bei jedem Suchbegriff nur für eine einzige Webseite möglich. Folglich hören wir von unseren Kunden oft, «unser Ziel sind die Top 3», «die Top 5» oder «wir sind zufrieden auf der ersten Seite zu erscheinen» (diese umfasst zehn Positionen).
Kampf im Google-Ranking
Die Unterschiede dieser verschiedenen Zielsetzungen sind riesig. Abbildung 1 gibt Aufschluss, wie oft auf die jeweilige Position bei den Google-Ergebnissen geklickt wird.
Alle Angaben sind Durchschnittswerte und beziehen sich nur auf die Klicks, welche auf die erste Seite der Google-Suchergebnisse erfolgen. Durchschnittlich entfallen rund 90 Prozent der Klicks alleine auf diese erste Suchergebnisseite. Anders herum formuliert: Die restlichen zehn Prozent aller Klicks verteilen sich auf die Positionen 11 bis 1000 – da bleibt pro Webseite nicht mehr viel übrig.
Angenommen eine Webseite steigt von der sechsten Position auf den ersten Platz auf: Dies bedeutet mehr als eine Verzehnfachung der Besucher. Selbst eine Verbesserung von der 5. auf die 3. Position kommt immer noch einem Besucherzuwachs von über 50 Prozent gleich. Daran lässt sich erkennen, wie hoch der Wert der vordersten Positionen tatsächlich ist. Ergebnisse auf der zweiten und den folgenden Ergebnisseiten (SERP’s) werden nur noch marginal aufgerufen.
Natürlich sind dies Durchschnittswerte und es ist abhängig von den Suchbegriffen zu relativieren. Für Nischenbegriffe sind die Besucher eher gewillt, auch Ergebnisse auf schlechteren Positionen anzuklicken, bloss um die benötigte Information, Dienstleistung oder das benötigte Produkt zu finden. Auf der anderen Seite sind die Klickraten der vordersten Positionen in der aufgeführten Tabelle für Standardbegriffe eher noch zu tief angesetzt.
Die beste Strategie
Wie beschrieben, möchte natürlich jeder Webseitenbetreiber im Google-Index möglichst an erster Stelle erscheinen. Die Frage stellt sich allerdings mit welchen Begriffen (Keywords)? Denn es bringt nichts, mit einem Keyword bei Google perfekt positioniert zu sein, wenn niemand danach sucht. Wir haben einen Kunden, der meinte: «Ich bin mit ‹Wohnmobilvermietung Kloten› auf Platz 2 bei Google – das reicht mir.» Erstens: Auf dem ersten Platz könnte er sich über dreimal mehr Besucher freuen und zweitens – noch viel wichtiger: Nach ‹Wohnmobilvermietung Kloten› sucht absolut niemand. Also schlugen wir ihm vor, seinen Suchbegriff besser auf ‹Wohnmobilvermietung Zürich› abzuändern, denn danach wird auch tatsächlich gesucht. Ausserdem wird über sechs Mal häufiger nach ‹Wohnmobil mieten› als nach ‹Wohnmobilvermietung› gesucht – folglich ist es effektiver, den Suchbegriff umzudefinieren. Die sogenannte Keyword-Analyse ist der erste Schritt jeder vernünftigen Suchmaschinen-Optimierungsstrategie. Die Keyword-Analyse bietet Werkzeuge, mit welchen sich feststellen lässt, wie oft nach einem Suchbegriff gegoogelt wird und welche Synonyme erfolgsversprechend sind.

