Marketing & Vertrieb

Human Branding

Wer sich besser verkauft, verkauft besser

Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit: Human Branding profiliert den Unternehmer als einzigartige starke Marke – genauso einzigartig und stark wie seine Lieblingsmarken. Welches Auto ist das begehrenswerteste, welche Schokolade ist die beste, welches Modelabel hat die meiste Anziehungskraft? Diese Begehrlichkeit hat der Mensch auch – wenn er selbst eine starke Marke ist. Dann schafft seine profilierte Markenpersönlichkeit die Basis für alles, was er tut. Und für alles, was er getrost weglassen kann. Auf dieser Grundlage muss er weniger tun, um mehr zu erreichen; im Beruf genauso wie im Privatleben.
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Wieso läuft man bei der samstäglichen Bäcker-Metzger-Supermarkt-Reinigungs-Runde immer ganz automatisch dieselben Stationen an? Ist es wirklich nur, weil dieser Bäcker am nächsten liegt, weil diese Reinigung so super bügelt? Oder: Wieso liegen immer dieselben Produkte derselben Hersteller im Einkaufswagen? Fühlen sich die Handtücher, gewaschen mit diesem einen legendären Weichspüler, wirklich doppelt so flauschig an? Schmeckt diese eine Nuss-Nugat-Creme wirklich doppelt so nussig wie all die anderen? Was hat man eigentlich davon, wenn man sich immer wieder für das Markenprodukt entscheidet anstatt für «Gut & Günstig»? Klar, davon hat man vor allem dieses gute Gefühl. Ist das nicht schön?

Positioniert und profiliert

Wer die Mechanismen der Markenbildung kennt und weiss, wie sich seine Lieblingsmarken derart erfolgreich positionieren, der weiss sie sich auch zunutze zu machen: Er profiliert sich dann genauso begehrlich und attraktiv mit den Faktoren, die in einer komplexer werdenden Welt immer ausschlaggebender sind für den wahren Erfolg, die wahre Zufriedenheit – und manchmal sogar für das wahre Glücksgefühl. Es lohnt sich zu ergründen, was einen selbst einzigartig macht, was klar positioniert und stark profiliert; in der Arbeit und in der Freizeit. Ist diese Essenz erst gefunden, wird der Erfolg planbar. Und das materiell (bei Umsatz und Profit) genauso wie emotional (bei Spürbarkeit und Zufriedenheit).

Starke Marken

Die starke Marke erkennt man daran, dass man sie erkennt. Wer immer alles richtig macht, aber auch nicht mehr, wird irgendwann feststellen, dass «richtig» allein nicht reicht. Ganz einfach, weil vieles von dem fehlt, das den Menschen zu etwas ganz Besonderem macht: Diese mit allen Sinnen spürbare Hingabe; die brennende Leidenschaft für etwas, ohne das er partout nicht leben möchte; der Mut zu etwas unverwechselbar Grossartigem. Wer das lebt, ist auch für andere dieser einzigartige Mensch unter 6,7 Milliarden, der die ausgeschriebene Stelle kriegt, der eingeladen und um Rat gefragt wird. Wer das nicht hat, dem fehlt es noch an der Herausstellung, mangelt es noch am greifbaren Gesellschaftsbeitrag, dessen Wettbewerber sind einfach noch zu stark.

Nun ist der Mensch keine Tafel Schokolade. Er hat kein Logo und keinen geprägten Schriftzug auf dem Papierchen. Statt all dieser Dinge hat er sein Herz, seinen Bauch, seine Seele – und sein Hirn. Mit dieser umfangreichen Ausstattung kann er es genauso machen wie ein erfolgreiches Unternehmen oder ein erfolgreiches Produkt: sich positionieren, sich profilieren, sich differenzieren. Und, das darf nicht zu kurz kommen, auch polarisieren. Konstruktiv polarisieren macht erfolgreich, aber bitte mit Herz, Hirn und Hand! Die Faustregel: Solange der Mensch das Gefühl hat, dass ihn viele seiner Mitmenschen als ‹ganz nett› (das ist der kleine Bruder von ‹na ja, geht so›) empfinden, ist das ein Indiz dafür, dass er eben nicht polarisiert und damit keine Marke, sondern bestenfalls ein Märkchen ist. Es stimmt halt oft: Everybody´s Darling is Everybody´s Depp!

Auf dem Weg zum Erfolg, vom schlaffen Märkchen zur starken Marke, garantieren Echtheit und Ehrlichkeit einen Vertrauensvorschuss, den man für sich nutzen kann. Fragen dazu sind: Halten die persönlichen Qualitäten eines Menschen, was seine Verpackung verspricht? Wird der Vertrauensvorschuss eingelöst? Werden die Erwartungen, die von aussen an ihn herangetragen werden, erfüllt, vielleicht sogar übertroffen? Dann hat er die besten Chancen, einen Freund fürs Leben, einen neuen Kunden, sogar einen Stammkunden zu gewinnen. Es gelingt, wenn der Mensch innen so ist, wie er nach aussen vorgibt zu sein. Und wenn er echt ist. Dann ist er ein Markenerlebnis schönster Art: So soll, so muss eine starke Marke sein! Gute Anleitung dafür ist das Markendreick:

Ecke 3: Gesellschaftsbeitrag

Das beste Produkt mit dem besten Verkaufsmerkmal ist nur so gut, wie es von seinen Fans begehrt wird: Nur wenn das sogenannte Nutzenversprechen der Schokolade – sie erfüllt einen lang gehegten Traum, sie wird einem bestimmten Bedürfnis ganz besonders gut gerecht, sie macht das Leben leichter und erquicklicher – möglichst viele Menschen interessiert, ja fasziniert, hat sie die notwendige Relevanz und wird beachtet. Welcher ist der Nutzen einer Schokolade, welche Relevanz hat sie? Nun, man sagt, sie macht glücklich. Das sagt auch unser Unterbewusstsein, besonders wenn wir uns gestresst fühlen oder traurig sind. Dann arbeitet und weint es sich einfach leichter. Schokolade macht Kinder froh, die Tanten und Patenonkel, und natürlich auch die Väter und Mütter, wenn die Kinder still und leise lutschen und kauen. Neuerdings sagt man sogar, dass Schokolade doch nicht dick macht. Das ist dann auch ein Nutzen, anders herum. Beim Menschen spricht man statt von seinem Nutzen (das klingt ziemlich despektierlich) lieber von seinem Beitrag zur Gesellschaft, der ihm Relevanz verleiht. Von dem, was er uns anderen Menschen dalässt, woran sich wir anderen irgendwann gern und eindeutig erinnern, wenn das Gespräch oder das Gefühl auf ihn kommt. Welchen Beitrag leistet dieser Mensch also dafür, dass die Welt ein bisschen besser wird?

Die beste Herausstellung nutzt nichts, wenn sie keine Relevanz hat. Ohne das eine gibt es das andere nicht und umgekehrt. Alles hängt, wie so oft im Leben, von allem anderen ab. So ist es auch beim Human Branding Markendreieck. Deshalb ist besonders darauf zu achten, dass alle Ecken gleich stark sind. Sonst ist es schnell ein schlappes Dreieckchen oder gar ein Zweieck oder schlimmstenfalls ein Eineck.

Eine Marke als neuer Anfang

Die gute Vorstellung von der eigenen starken Marke ist der Rahmen dafür, sie immer weiter zu profilieren und zu schärfen. Damit der Mensch immer besser weiss, wofür er steht. Und damit er dies auf der Basis seiner Markengrundlagen alle anderen Menschen spüren lässt, immer und überall. Das Bild im Rahmen fügt sich: Die starke Marke erkennt man daran, dass man sie erkennt. Und das bringt einfach mehr Erfolg.

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