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Suchmaschinenoptimierung (Teil 3 von 7)

Webseite google-gerecht gestalten

Suchmaschinen wie Google wollen ihren Benutzern möglichst relevante Ergebnisse präsentieren. Folglich ist es sinnvoll, die Webseite mit erfolgsversprechenden Begriffen zu versehen. Wie dies optimal gemacht wird, erklärt der folgende Artikel.
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Grundsätzlich ist festzuhalten: Um bei den gängigen Suchmaschinen optimal positioniert (gerankt) zu werden, ist der Inhalt der Homepage selbst (Titel, Navigation, Text, Metadaten, Bildbeschriftungen, etc.) von entscheidender Bedeutung. Dieser Inhalt entspricht sozusagen dem Fundament jeder Suchmaschinenoptimierung (SEO). Folglich ist es eine grundlegende Voraussetzung, dass sämtliche Suchbegriffe auf der Homepage in Form von Text vorhanden sind. Nachfolgend sind einige allgemeine Richtlinien für die Umsetzung aufgeführt – ich weise jedoch darauf hin, dass die exakten Kriterien für ein optimales Ranking von den Suchmaschinenbetreibern nicht offengelegt werden. Die aufgeführten Punkte haben sich aber seit Langem bewährt und es ist davon auszugehen, dass diese auch künftig ein Fundament jeder Suchmaschinenoptimierung bilden werden.

Suchbegriffe klären

Selbstverständlich soll die Webseite nicht nur für die Suchmaschinen optimiert, sondern auch auf die Bedürfnisse der Besucher ausgerichtet sein. Es ist klar, dass nicht sämtliche Richtlinien eins zu eins umgesetzt werden können; diese sollen vielmehr als Leitfaden dienen. Je nach Content Management System (CMS) und dessen Konfiguration ist es möglich, dass sämtliche aufgeführten Anpassungen auf Benutzerebene vorgenommen werden können. Es kann aber auch sein, dass das CMS vom Webdesigner umkonfiguriert werden muss, damit die Änderungen gemacht werden können. Nicht jedes CMS ist dafür ausgelegt, dass alle Parameter eingestellt werden können. In diesem Fall oder falls kein CMS vorhanden ist, sind die Optimierungen eventuell vom Webdesigner umzusetzen. Bevor mit der Suchmaschinenoptimierung der Webseite begonnen wird, ist es ratsam, sich mittels einer Keyword-Analyse über die Suchbegriffe Gedanken zu machen. Denn es wäre wenig sinnvoll, die Webseite auf Keywords zu optimieren, nach welchen niemand sucht.

Titel und Untertitel

Jede Unterseite einer Webpräsenz besitzt eine Titelstruktur, welche sich aus zwei Teilen zusammensetzt. Zum einen aus dem sogenannten Titel-Tag, welches die Unterseite als Ganzes beschreibt und in der Titelzeile des Browsers erscheint. Für die Suchmaschinen besteht dieser Titel optimalerweise aus 10 bis 70 Zeichen. Zum andern steht jeder Unterseite eines Webauftrittes eine Reihe von hierarchisch gegliederten Titeln zur Gestaltung des Inhaltes zur Verfügung. Diese werden Headings genannt und sind in sechs Stufen: H1, H2 bis H6 unterteilt, wobei H1 der wichtigste Titel ist; dieser hat folglich auch das höchste Gewicht bei der Suchmaschinenoptimierung. Die Headings sollten aus Sicht der Suchmaschinenoptimierung kurz und knackig, ohne viele Füllwörter verfasst sein. Der wichtigste Titel mit der Hierarchiestufe H1 soll pro Unterseite nur einmal vorkommen. Als Untertitel dienen die Stufen H2, H3, etc. Da nur eine begrenzte Anzahl von Titeln und Untertiteln sinnvoll sind, sind die wichtigsten Suchbegriffe darin zu integrieren. Die Titelstruktur auf der Startseite hat das höchste Gewicht; folglich empfehle ich, die wichtigsten Suchbegriffe darin zu verwenden. Auf der Startseite vieler Webauftritte wird man mit «Willkommen auf der Webseite von …» begrüsst. Dies mag gut tönen, gefunden wird man damit aber nicht – denn wenn man mit «Willkommen auf…» nach einer Webseite sucht, erscheint bestimmt nicht der gewünschte Eintrag in den Suchergebnissen! Weiter ist darauf zu achten, dass jede Seite einzigartige Titel (sowie ggf. Untertitel) aufweist, in welchen die (auf die entsprechende Seite bezogenen) wichtigsten Suchbegriffe (in exakter Schreibweise) enthalten sind.

Navigation

Auch in die Navigationsstruktur kann nur eine begrenzte Anzahl von Begriffen integriert werden; somit sind auch hier die wichtigsten Keywords zu verwenden. Hauptnavigationspunkte haben ein höheres Gewicht als Unternavigationspunkte. Je weiter oben in der Hierarchie ein Navigationsbegriff steht, desto wichtiger wird er von den Suchmaschinen eingestuft. Navigationspunkte wie «Startseite», «Home» oder «Kontakt» bieten kaum Vorteile – denn niemand wird eine Seite mit solchen Begriffen suchen. Besser wäre es, diese Punkte durch Suchbegriffe zu ersetzen oder zumindest damit anzureichern.

Interne Hyperlinks

Suchmaschinen mögen interne Verweise (Hyperlinks) sehr gerne. Am besten verwendet man dazu die wichtigsten Suchbegriffe und verlinkt diese Worte direkt (also anstatt zu schreiben «Klicken Sie bitte hier» besser gleich den Suchbegriff verlinken). Falls dem Link noch ein Linktitel gegeben werden kann, dann ist dieser ebenfalls mit dem Suchbegriff zu bezeichnen. Pro Seite mit dem abgehenden Link sollte nicht mehrfach auf dieselbe Zielseite verwiesen werden, jedoch kann auf verschiedene Zielseiten verlinkt werden.

Metadaten

Die Metadaten beschreiben die Webseite für die Suchmaschinen und sind auf der Webseite selbst in der Regel nicht zu sehen. Da diese zu Beginn der Suchmaschinenoptimierung extensiv eingesetzt wurden, ist die Wirkung auf die Suchmaschinen heute begrenzt und stark umstritten. Dennoch empfehle ich eine Optimierung, denn jede Suchmaschine wertet die Kriterien anders aus und schaden wird ein sauberer Eintrag mit Sicherheit nicht. Es ist wichtig, dass die Metadaten für jede Seite individuell gestaltet werden und nur diese Begriffe aufgeführt werden, welche die entsprechende Seite auch tatsächlich beschreiben (diese sollten auch im Inhalt der Seite selbst vorkommen). Zu viele Begriffe schaden eher; bei den Meta-Keywords ist es ratsam, nur die wichtigsten ein bis zwei Begriffe zu verwenden. Dabei ist jeder Suchbegriff auf einer separaten Zeile zu schreiben.

Die Meta-Description sollte in Form eines oder mehrerer Sätze abgefasst sein und zwischen 70 bis 160 Zeichen umfassen. Bei allen SEO-kritischen Begriffen ist auf exakte Schreibweise zu achten (auch bezüglich der Reihenfolge der Keywords). Der Inhalt der Meta-Descrip-tion – falls vorhanden – erscheint als schwarzer Text unter jedem Suchergebnis, welches Google präsentiert. Die gefundenen Suchbegriffe werden fett markiert. Ganz unwichtig ist dieser Text für Google vermutlich nicht.

Fliesstext

Sämtliche Suchbegriffe sind im Text mehrfach zu integrieren, die Keyworddichte sollte jedoch nicht höher als fünf Prozent sein. Die Suchbegriffe können im Fliesstext auch in alternativer Schreibweise und als Synonyme eingebaut werden (denn auch danach wird ab und zu gesucht). Es ist zu beachten, dass die Suchmaschinen eine Webseite fast ausschliesslich unter Suchbegriffen auflisten, welche auf der Seite tatsächlich vorhanden sind.

Begriffe am Anfang eines Textes haben ein höheres Gewicht als gegen das Ende hin (dies gilt auch für alle anderen SEO-relevanten Einträge wie Titelstrukturen, die Navigation sowie die Metadaten). Es ist sinnvoll, die Begriffe, welche im Titel und in der Navigation bereits vorhanden sind, im Text noch einige Male zu wiederholen (quantitative Verstärkung). Generell ist viel Fliesstext für die Suchmaschinenoptimierung vorteilhaft.

Bilder

Die Bilder auf der Webseite können mit den sog. Alt-Text-Attributen beschrieben werden. Da die Suchmaschinen bis heute den Inhalt von Bildern nur sehr schlecht interpretieren können, sind sie auf Beschreibungen angewiesen. Diese Alt-Text-Attribute eignen sich hervorragend, um darin stichwortartig Suchbegriffe zu integrieren und damit zu fördern; zumal nicht zwingend ein Zusammenhang zwischen Bildinhalt und Beschrieb bestehen muss. Auch hier sollten alle Alt-Text-Attribute einzigartig sein und sich nicht wiederholen. Auch die Dateinamen, die Grösse der Bilder und die Namen der Ordner, in welchen sie abgelegt sind, haben einen Einfluss auf das Ranking bei Suchmaschinen. Bilder können mit einem Titel versehen werden, welcher natürlich auch von den Suchmaschinen ausgelesen wird. Selbstverständlich sind – wenn möglich – auch Bildbeschriftungen mit den Suchbegriffen anzureichern. Auch bei den Bildern sind möglichst Keywords zu verwenden, die mit der Seite, auf welcher sie sich befinden, korrespondieren (quantitative Verstärkung).

Namensstruktur

Die Suchbegriffe erscheinen optimalerweise auch in den URL’s der entsprechenden Seiten. Z. B. www.zielseite.ch/suchbegriff.

Duplicate Content

Die Zielseite soll nur unter einer Adresse im Internet abgelegt sein – also nicht sowohl mit und ohne «www». Ich empfehle einen 301-Redirect (permanent) auf eine einzige Zielseite, damit die Duplicate-Content-Problematik ausgeschlossen werden kann. Suchmaschinen mögen keine Kopien von bereits bestehendem Inhalt. Es ist darauf zu achten, dass kein Inhalt, beispielsweise von der Homepage eines Lieferanten auf die eigene Webseite kopiert wird oder dass identischer Inhalt auf mehreren Unterseiten gleichzeitig verwendet wird. Dies kann für die SEO verheerende Folgen haben.

Die Suchmaschinenoptimierung der Webseite ist ein erster Schritt und stellt – wie bereits erwähnt – sozusagen das Fundament dar, um von Google, Yahoo und anderen Suchmaschinen gefunden zu werden. Da die Konkurrenten ihre Webseite meist auch optimieren, schauen die Suchmaschinen im zweiten Schritt auf die Anzahl und die Qualität der Backlinks, welche auf eine Webseite verweisen. Je mehr davon existieren, desto wichtiger wird die Webseite von den Suchmaschinen wahrgenommen, denn schliesslich sind Links nichts anderes als Empfehlungen von anderen Webmastern. Der nächste Schritt besteht darin, mittels Linkbuilding eine solide Verlinkung aufzubauen.