Marketing & Vertrieb

Sponsoring am Beispiel der AVO Session Basel

Sponsoren sind echte Partner und nicht bloss Geldgeber

Die AVO Session Basel feiert dieses Jahr das 25-Jahre-Jubiläum und bringt mit Mary J. Blige, Anastacia und Jamiroquai wieder Weltstars auf die Basler Festivalbühne. Eine Erfolgsgeschichte, die ohne das Engagement und Vertrauen weitsichtiger Sponsoren nicht möglich gewesen wäre. Zeit, einmal Bilanz zu ziehen und einige Erfahrungswerte aus 25 Jahren Event-Sponsoring zusammenzutragen.
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Das Wichtigste gleich vorweg: Die «10 goldenen Regeln» für erfolgreiches Sponsoring gibt es nicht. Die Beziehungen zwischen Eventveranstalter und Sponsoren sind so vielfältig wie die zwischen Mann und Frau – und dort funktionieren gute Ratschläge meist auch nicht. Grundsätzlich gilt beim Sponsoring dasselbe wie bei der Partnersuche im Leben: Man muss sich mögen, offen miteinander reden und langfristig Vertrauen aufbauen. Das ist auch schon das grösste Erfolgsgeheimnis der AVO Session Basel: Die Sponsoren sind echte Partner und nicht bloss Geldgeber.

Langfristige Partnerschaft

Mit den Sponsoren verbindet die AVO Session Basel eine langfristige, gewachsene Partnerschaft. Gegenseitiger Respekt, absolute Ehrlichkeit und viel persönliches Engagement stecken hinter den guten Beziehungen. Genauso wie ein optimales Sponsoring-Paket, das in Sachen Werbewirkung und Hospitality keine Wünsche offen lässt. Das kommt jedoch nicht von ungefähr. Das Sponsoring-Konzept der AVO Session Basel wurde in den vergangenen 25 Jahren von Veranstalter und Sponsoren gemeinsam laufend weiterentwickelt und verbessert.

Win-win-Situation

Heute ist das Sponsoring der AVO Session Basel eine echte Win-win-Situation. Das Musikfestival ist finanziell auf mehrere Jahre hinaus abgesichert und kann langfristig planen. Die Sponsoren schätzen es, ihren Kunden echte Weltstars im intimen Rahmen präsentieren zu können und profitieren von der starken internationalen Ausstrahlung des Events. Deshalb lassen sich am Beispiel des Basler Musikfestivals durchaus einige Punkte aufzeigen, die ein Unternehmen bei der Wahl eines Sponsoring-Partners beachten soll.

1. Referenzen einholen

Wer erfahren möchte, wie gut ein Eventveranstalter ist, sollte diejenigen fragen, die es wissen – nämlich die bisherigen Sponsoren. Warum nicht einfach zum Telefon greifen und einen Anruf machen? Ist der Sponsor mit dem Event zufrieden, wird er gerne Auskunft über die gute Zusammenarbeit geben. Auf jeden Fall lohnt es sich, einen genauen Blick auf die Sponsoren eines Anlasses zu werfen, schliesslich wird man gemeinsam mit ihnen auftreten. Das Logo einer Premium-Marke direkt neben einem Billig-Label wirkt eher seltsam. Passen die Sponsoren vom Image her nicht zur eigenen Marke, ist es der falsche Event.

2. Auf den Bauch hören

Das klingt zwar seltsam, aber bei der Wahl eines Sponsoring-Partners spielt das Zwischenmenschliche eine wichtige Rolle. Deshalb ist das Bauchgefühl entscheidend. Beim ersten Treffen mit einem Eventveranstalter zeigt sich schnell, ob er nur an Geld interessiert ist oder eine echte Partnerschaft möchte. Geht er auf die Bedürfnisse des Unternehmens ein und interessiert sich für das Produkt und die Marketingstrategie, oder will er nur sein Sponsoring-Konzept verkaufen? In einem guten ersten Gespräch sollte es gar nicht so sehr um Geld gehen, sondern in erster Linie darum, ob man dieselben Ziele hat.

7. Kundenbeziehungen pflegen

Neben der Werbewirksamkeit sind Incentive-Einladungen die wichtigsten Vorteile von Event-Sponsoring. Deshalb sollte man das Hospitality-Angebot genau prüfen. Bietet der Anlass den geeigneten Rahmen für eine Geschäftseinladung? Werden die Gäste von Anfang bis Ende gut betreut? Ergeben sich genügend Möglichkeiten, mit den Kunden in Kontakt zu treten? Bei der AVO Session Basel sitzen Sponsoren und Kunden Seite an Seite am Tisch und kommen sich bei einem Glas Prosecco schnell näher. Vor und nach dem Konzert sowie in der Pause werden sie im exklusiven AVO Village kulinarisch verwöhnt. Viel Zeit also, um entspannt über Musik zu plaudern oder neue Geschäftsideen zu diskutieren.

8. Exklusivität bieten

Wichtige Entscheidungsträger werden mit Geschäftseinladungen überhäuft und wählen sehr genau aus, welche sie annehmen. Wer seinen Kunden begehrte Tickets für einen bereits ausverkauften Event anbieten kann, erhöht seine Chancen enorm. Die AVO Session Basel geht noch einen Schritt weiter und ermöglicht den Sponsoren und ihren Kunden unbezahlbare Momente. Diese «Money-Can’t-Buy-Aktivitäten» können beispielsweise Backstage-Führungen, Autogrammstunden oder ein Meet&Greet mit einem Künstler sein.

9. Synergien nutzen

Die anderen Sponsoren des Events sind keine Konkurrenten, sondern Partner. Ein kluger Eventveranstalter wählt daher nicht nur Sponsoren aus, die in Sachen Qualität und Lifestyle zusammenpassen, sondern bringt gezielt Unternehmen zusammen, deren Kundenkreise sich überschneiden. Bei der AVO Session Basel sind die regelmässigen Sponsorenmeetings längst selbst zu kleinen Networking-Events für die Projektverantwortlichen geworden. Dabei werden nicht nur die guten Geschäftsbeziehun­gen gepflegt, sondern auch mögliche Cross-Marketing-Optionen zwischen den Sponsoren diskutiert.

10. Medienpräsenz

Auch ein regionaler Event kann eine internationale Ausstrahlung haben, wenn er gute Medienpartner hat und echte Weltstars auf die Bühne bringt. Gerade TV-Übertragungen verstärken die Werbewirkung enorm. Die Konzerte der AVO Session Basel werden mittlerweile auf fünf Kontinenten in bis zu 40 Ländern ausgestrahlt und sind zum Teil sogar auf DVD erhältlich. Das bedeutet, dass die Sponsoren-Logos auch in den USA, Japan, China oder Argentinien zu sehen sind. Welches klassische Werbemittel kann da mithalten?

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