Die Stellenwerk AG, ein Human-Ressources-Dienstleister, ist seit bald 15 Jahren Ansprechpartner für Unternehmen in den Bereichen Executive Search, Professional Search und Temporärarbeit. Das inhabergeführte Unternehmen beschäftigt an seinem Hauptsitz in Zürich und an der Niederlassung in Chur rund 20 Mitarbeitende und bietet in der gesamten Deutschschweiz über die genannten Geschäftsfelder hinaus auch weitere HR-Outsourcing-Dienstleistungen wie Outplacement, Direktansprachen und Saläradministration an.
Die Ausgangslage
Um dem Firmen-Slogan «Massgeschneiderte Lösungen fürs HR» gerecht zu werden, muss bei Stellenwerk wie in jeder anderen Dienstleistungsorganisation auch das Zusammenspiel zwischen Kommunikation aller Beteiligten und den Unternehmensprozessen einwandfrei funktionieren. Leider haperte es genau hier: Die bestehende Cloud-Telefonie-Lösung stellte zwar alle grundsätzlichen Funktionen zur Verfügung, lief aber nicht stabil genug. «Wir hatten extrem viele Störungen», erinnert sich Inhaber und Geschäftsführer Maurice Locher: «Bei einigen Mitarbeitenden hat die Telefonie funktioniert, bei den meisten allerdings sehr schlecht, sodass mehrmals mitten im Gespräch die Leitung unterbrochen wurde und man wieder neu anrufen musste.»
Dass eine solche Situation, gerade beispielsweise bei zeitnaher Vermittlung der bis zu 180 Temporärkräfte, nervenaufreibend ist, versteht sich von selbst – ganz zu schweigen von den Imageverlusten, die durch eine solche Situation entstehen können. Die Stabilitätsprobleme der Telefonie waren indes vielschichtig. Zum einen machte die mobile Telefonie-App der früheren Lösung Schwierigkeiten beim Telefonieren mit dem Smartphone, sodass oft nicht unterbruchfrei telefoniert werden konnte.
Zum anderen war die Verknüpfung von Telefonie und der CRM-Anwendung (Customer Relationship Management) Salesforce nicht stabil. Der Grund dürfte ein Problem der früheren Telefonanlage bei Stellenwerk gewesen sein, die eine störungsfreie Verbindung zwischen den beiden in der Cloud betriebenen Systemen Telefonie und CRM nicht reibungslos ermöglichte.
Die Anbieter
Neben den technischen Schwierigkeiten spielten insbesondere auch organisatorische Unwägbarkeiten eine Rolle für die unbefriedigende Situation beim Kunden. Denn wie für ein Unternehmen der Grösse von Stellenwerk üblich und sinnvoll, konzentriert sich die Firma fauf ihre Kernkompetenzen und beschäftigt selbst keine Informatiker.
Stattdessen verlässt sich das Unternehmen seit längerer Zeit auf die Dienste des Lenzburger ICT-Dienstleisters Netrium ICT Solutions. Die IP-Telefonie-Lösung wiederum hatte man dazumal bei einem Schweizer Grossunternehmen beschafft. Während Locher seinen IT-Partner Netrium als typischen KMU-Dienstleister für seine Flexibilität und Zusammenarbeit auf Augenhöhe schätzt, gestaltete sich die Partnerschaft mit dem Telefoniedienstleister als zunehmend schwerfällig. Denn anders als bei einem lokalen Servicepartner war bei dem Lieferanten der Telefonieinfrastruktur kein persönlicher Ansprechpartner vorgesehen. Locher musste erst ein Ticket lösen, bevor sich etwas bewegte. Dabei konnten die Zuständigkeiten nicht in jedem Fall eindeutig ermittelt werden.
Ob schliesslich eine Störung bei der Telefonie-Software in der Cloud die Probleme verursachte oder wiederholte Downtimes beim Internetanbieter die Telefonie lahmlegten, war für Locher schliesslich einerlei. Die Idee, die bestehende Lösung durch den Lieferanten doch noch zum Laufen zu bringen, wurde schnell verworfen, weil das Vertrauen nicht mehr wiederhergestellt werden konnte. «Der Trade-off der Digitalisierung ist eine Tatsache, mit der wir leben müssen», sagt Locher. «Deshalb wollten wir für alle Belange nur noch einen Ansprechpartner, dem wir vertrauen können.»
Er entschied deshalb, einen Schnitt zu machen und den ganzen Themenbereich IT, Telefonie und Internet Netrium zu übergeben. Dieser wiederum ist Partner des Internet-Service-Providers iWay und arbeitet über die Internetverbindungen für seine Kunden hinaus auch in Sachen Telefonie mit dem Zürcher Unternehmen zusammen. Denn iWay vertreibt als Titanium Partner von 3CX, dem Hersteller des gleichnamigen, Software-basierten VoIP-Telefoniesystems (Voice-over-IP), die Lizenzen der virtuellen Kommunikationslösung und betreibt sie auch für seine Kunden als Hosting-Lösung auf den eigenen Servern in den eigenen Rechenzentren.
Die Lösung
Die Kompatibilität zwischen der Telefonielösung 3CX und Salesforce sei einer der Hauptgründe für den Entscheid für 3CX gewesen, sagt Pascal Gnepf, Leiter Telecom und stellvertretender Geschäftsführer von Netrium. «Es bestand zwar keine Standardschnittstelle zwischen den beiden Lösungen, aber wir haben gesehen, dass sich die beiden Systeme optimal integrieren lassen, auch was die mobile Anwendung auf dem Smartphone angeht.»
Dazu hatte man zunächst eine Testinstallation aufgesetzt, um alle Bedenken hinsichtlich einer nahtlosen Verknüpfung von CRM und Telefonie zu eliminieren. Hinzugekommen sei die Nutzerfreundlichkeit von 3CX. Diese hatte Gnepf seinem Kunden in einer Live-Demo anschaulich gemacht. Vor allem was die Bedienung der Endgeräte angeht, habe die Lösung überzeugt. Dass die Kosten bei 3CX tiefer zu liegen kommen als bei der Vorgängerlösung, hat den Entscheid nicht gross beeinflusst, aber positiv unterstützt. Mit dem Umzug der Telefonie wurden auch die Internetzugänge und Telefonieanschlüsse der Standorte Zürich und Chur zu iWay gezügelt. Die Kombination Telefonie und Internet aus einer Hand bei iWay machte denn auch für Netrium die Abwicklung des Projekts gesamthaft einfacher.