Forschung & Entwicklung

Vom Rüpel zum Gentleman

Wie Mann mit Stil und guten Manieren bei Frauen punktet

Der Imagefaktor und die Wirkung des Mannes auf die Damenwelt sind heute nicht mehr nur von seinen Qualifikationen und seinem sozialen Status abhängig. Vielmehr spielen die äussere Erscheinung, kultivierte Umgangsformen sowie das persönliche Auftreten und Benehmen eine wichtige Rolle und entscheiden über Erfolg und Misserfolg sowie Sympathie und Antipathie beim anderen Geschlecht.
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Wer kennt ihn nicht, den Rüpel. Nennen wir ihn Rupert. Rupert macht sich nichts aus Stil, schönen Kleidern, Dresscodes und guten Umgangsformen. Er ist, wie er ist. Ein Haudegen, ein rauer Typ, manchmal auch ein Tollpatsch. Er ist sehr direkt und nimmt kaum Rücksicht oder Nachsicht auf andere Menschen. Rupert schafft es, von einem Fettnäpfchen ins nächste zu treten. Das fängt damit an, dass er in unangemessener Kleidung erscheint, schlechte Manieren an den Tag legt, unhöflich zu seinen Mitmenschen ist, beim Small Talk anzügliche Witze erzählt, den Gesprächspartner beleidigt und sich negativ über nicht anwesende Personen äussert. Hat man Pech und sitzt beim Essen neben Rupert, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass einem schon vor der Vorspeise der Appetit vergeht.

Ein ungeliebter Gast

Tatsache ist, dass Rupert es nicht einmal merkt, wenn er von einem Fettnapf in den anderen tritt, unhöflich ist und andere Personen brüskiert. Und wenn doch, so ist es für ihn kein Grund, sich deshalb bei ihnen zu entschuldigen. Es verwundert kaum, dass er nicht gerne auf Partys und anderen Anlässen gesehen wird. Denn auf welchem Parkett sich Rupert auch bewegt: Über mögliche Konsequenzen denkt er gar nicht erst nach und es ist ihm egal, was andere über ihn sagen und denken. Oder vielleicht doch nicht?

Was, wenn Rupert nicht mehr als Aussenseiter, Störenfried und unbeliebter Gast gesehen werden möchte? Hat er überhaupt eine Chance, sein schlechtes Image zu ändern und als Gentleman gesehen zu werden? Ja, die hat er, auch wenn von heute auf morgen aus einem Rüpel nicht automatisch ein Gentleman wird.

In der Welt der Gentlemen

Manieren und Gentleman-Attitüden kommen immer gut an, sofern es aus einer natürlichen Art heraus entspringt. Mit etwas gutem Willen und der Bereitschaft, sich Umgangsformen und gute Manieren anzueignen, die übrigens kein Selbstzweck sind, sondern zum menschlichen Zusammenleben gehören, ist das mit Sicherheit zu schaffen. Ganz abgesehen von den zahlreichen Vorteilen, die in der Welt der Gentlemen warten. Wer diese Chance verpasst und nicht nutzt, ist selber schuld. Es wäre aber schade drum: Denn wer einen respektvollen Umgang zeigt und weiss, wie man sich benimmt, punktet automatisch bei seinem Gegenüber und steigert gleichzeitig auch sein Selbstwertgefühl. Das Miteinander wird spürbar entspannter, der Informationsaustausch erfolgt stressfreier und man bleibt im Gespräch.

Das macht den Gentleman aus

Unser Gentleman Richard ist ein Mann mit Stil, hat einen guten Modegeschmack und ist zu jedem Anlass immer passend angezogen. Mit seinem souveränen Auftritt bewegt er sich auf jedem Parkett perfekt, und mit seinen gepflegten Umgangsformen ist er überall, vor allem bei der weiblichen Gesellschaft, ein gern gesehener Gast. Damen gegenüber ist er stets höflich und hilfsbereit, und er versteht es, sie mit seinem Charme und treffenden Komplimenten zu beglücken, ohne dabei aufdringlich oder schleimig zu wirken. Hat man das Glück, am Tisch von Richard zu sitzen, so wird sogar ein einfaches Essen zum Festessen. Denn Richard versteht es, die Damen auf eine galante und angenehme Weise zu unterhalten und punktet nebenbei erst noch mit perfekten Tischmanieren. Mit grosser Aufmerksamkeit und Hilfsbereitschaft kümmert er sich um seine Tischdame, bietet ihr den schönsten Platz an, rückt ihr den Stuhl zurecht, reicht ihr das Brot und erhebt sich, wenn sie den Tisch kurz verlässt. Er ist ein Kavalier der alten Schule, lädt die Dame zum Essen ein, hilft ihr in den Mantel und hält ihr die Türe auf. Beim Auto angekommen, öffnet er ihr die Beifahrertüre, und wenn es die Parksituation erlaubt, läuft er vor dem Fahrzeug zur Fahrerseite, damit er mit ihr stets in Sichtkontakt bleibt. Er versteht es perfekt, ihr das Gefühl zu geben, dass sie wichtig und wertvoll ist. Keine Frage, würden sich viele Damen gerne im Auto von Richard chauffieren lassen.

Nicht immer perfekt

Wer jetzt denkt, dass ein Gentleman ständig den feinen Mann markieren muss, liegt falsch. Auch ein Gentleman ist nicht immer perfekt und vor einem Fauxpas gefeit. Auch wird kein Mann allein durch seine Kleidung zum Gentleman. Umgekehrt jedoch bleibt ein Gentleman auch ohne Kleidung stets ein solcher. Ob ein Mann letztlich die Eigenschaft eines Gentlemans zugesprochen bekommt, hängt in erster Linie vom Verhalten gegenüber seinen Mitmenschen ab. Gutes Benehmen zählt vor allem auch im Sinn von Toleranz, Offenheit und Höflichkeit gegenüber jedem Menschen – unabhängig von dessen Beruf oder Herkunft. Ein Mann, der aufmerksam zuhört, die richtigen Fragen zum Thema stellt und von sich selbst auch ein wenig erzählt, ist genau genommen auch ein Gentleman. Schade, dass – nicht zuletzt auch aufgrund der Emanzipation – es viel zu wenige von ihnen gibt, zumal Höflichkeit und gutes Benehmen nie passé sind. Neben Bad Boys, Snobs und Möchtegern-Machos kann die Welt von heute ruhig mehr Richards ertragen. Also weg mit dem Rüpel-Image und rein in den Erfolg. Möge der Mann ganz Gentleman sein! Sein Umfeld, insbesondere die Damenwelt, wird es, sofern er authentisch bleibt, zu schätzen wissen.

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