Die Orientierung an Strukturen der belebten Natur ist mittlerweile zu einem wichtigen Leitprinzip bei der Entwicklung und Konstruktion von Produkten und Verfahren geworden. Die lebende Natur präsentiert eine Vielzahl von biologischen Vorbildern, die für technisches Entwickeln und Gestalten bedeutsam sind. Bekannt geworden sind beispielsweise der selbstreinigende «Lotuseffekt», die Wabenbauweisen von Bienen- und Wespennestern als Vorbilder für Flugzeugrümpfe und materialsparende Wabenkernwände, die Hakenstrukturen von Kletten für Verschlusssysteme, die Rillenschuppen der Haie für widerstandsmindernde Flugzeugoberflächen, die kammartigen Konturfedern der Eulen für die Gestaltung sägezahnartiger Kanten für Rotorblätter von Windenergieanlagen zur Lärmreduzierung und vieles andere mehr.
Diese eindrucksvollen Lösungen entstanden durch die Anwendung des Prinzips der Naturorientierung. Dieses allgemeingültige Prinzip wird zunehmend nicht nur bei der Neuentwicklung technischer Produkte und Verfahren, sondern auch bei deren Weiterentwicklung angewandt. Naturorientierung ist damit Bestandteil eines «Denkzeuges» in Form einer methodischen Vorgehensweise zur Gewinnung origineller Lösungsideen.







