Zur Lösung der drängenden Zukunftsfragen rund um die Mobilität will das renommierte Grazer Forschungszentrum «Virtual Vehicle» beitragen. Die Forscher aus Österreich haben sich in der internationalen Fahrzeugindustrie die Reputation eines einzigartigen Entwicklungspartners mit Gesamtfahrzeugverständnis erworben. Die Kompetenz des Grazer Forschungs- und Entwicklungszentrums umfasst, aufbauend auf der Entwicklung der Komponenten von zukünftigen Fahrzeugkonzepten und dem Leichtbau, insbesondere die effiziente Gesamtfahrzeugentwicklung von reinen E-Fahrzeugen über Hybrid- und Wasserstofflösungen bis hin zu Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren. Beispiele aktueller Forschungsschwerpunkte des Zentrums sind leistbare Mobilitätskonzepte, eine möglichst effiziente Fahrzeugentwicklung und integrierte Sicherheit.
Industrie und Forschung
Das «Virtual Vehicle» schafft eine effiziente Brücke zwischen universitärer Forschung und industrieller Entwicklung. Möglich wird dies durch die enge Kooperation mit erstrangigen Universitäten (allen voran mit der Technischen Universität Graz als grössten und bedeutendsten wissenschaftlichen Partner) und führenden Industrieunternehmen. Basierend auf der staatlich langfristig geförderten Spitzenforschung ist eine international anerkannte Forschungseinrichtung mit 190 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am Standort Graz entstanden. Gemeinsam mit der Industrie wird die Entwicklung der Fahrzeugkonzepte von morgen vorangetrieben. In Kooperation mit dem wichtigsten wissenschaftlichen Partner TU Graz steht dafür eine breite und an einem Standort konzentrierte Test- und Prüfstand-Infrastruktur zur Verfügung.
Leistbare Mobilität
«Neue Fahrzeugkonzepte müssen sicher, effizient und leistbar sein, und zwar für Mensch, Industrie und Umwelt», sagt Dr. Jost Bernasch, Geschäftsführer des «Virtual Vehicle». «Und darüber hinaus müssen sie dem individuellen Mobilitätsbedarf des Menschen entsprechen. Auch für die Fahrzeugindustrie muss sich diese Entwicklung leistbar darstellen. Mehr noch: Neue Mobilität generell muss im übertragenen Sinne auch sozusagen leistbar für die Umwelt sein in Bezug auf Ressourcenverbrauch und Emissionen.» Mit diesem dreifachen Anspruch bauen die Grazer Wissenschafter ihre Mobilitätskonzepte auf und liefern zusammen mit ihrem Partner-Netzwerk von Kanada bis Korea Lösungen für die Mobilität von morgen. Die Entwicklungen sind bedeutungsvoll. Hier einige Beispiele:
Batterie und Sicherheit
Im Bereich der Komponentenentwicklung erforscht «Virtual Vehicle» in mehreren Projekten den Anwendungsbereich von Batteriesystemen in E-Fahrzeugen. Bei einem der Projekte werden in Zusammenarbeit mit AVL List, TU Graz, Volkswagen und Westfälische Wilhelms-Universität Münster diverse Batteriemodelle hinsichtlich Kosten und Lebensdauer untersucht. Ein weiteres Projekt behandelt die Sicherheit von E-Fahrzeugen. Gemeinsam mit der TU Graz erforscht «Virtual Vehicle», wie Batteriesysteme betriebssicher ausgelegt werden müssen, um gemäss ISO-Norm 26262 die funktionale Sicherheit im Fahrzeug zu gewährleisten.