Forschung & Entwicklung

Innovationsentwicklung in Familienunternehmen

Innovation und Tradition sind kein Widerspruch

Unternehmen, die ihr Wissen und ihre Traditionen strategisch in der Innovationsentwicklung nutzen, sind auch in Krisenzeiten stärker. Zwei Fallbeispiele erläutern, wie mit einer traditionsorientierten Innovationsstrategie aus einem Uhrenhersteller und aus einem Telefonkabelhersteller Hightechunternehmen im Automobil- und Gesundheitsbereich geworden sind.
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Innovationen sind eine Grundvoraussetzung für die langfristige Wettbewerbs­fähigkeit, Produktivität und das Wachstum von Unternehmen. Trotz Pandemie, Kriegsbeginn und Wirtschaftskrise zeigen Innovationsausgaben der Staaten sowie Unternehmen laut des Global In­novation Index aus dem Jahr 2022 eine steigende Tendenz um rund drei Prozent.

Hohe Hürden für F&E

Jedoch fallen KMU und Familienunternehmen Innovationen nicht leicht: Die grössten Hindernisse für Forschung und Entwicklung sind laut 35 Prozent der ­befragten österreichischen KMU der ­hohe Kostenaufwand und die Finanzierung der Innovationen. Tatsächlich haben ­zwischen 2018 und 2020 nur drei von zehn der österreichischen KMU neue ­Produkte eingeführt. Diese Daten verdeut­lichen, dass Innovationen für KMU wegen der finanziellen Aufwände gescheut werden. Dennoch ist Innovation auch für Familienunternehmen essenziell für ihren langfristigen Fortbestand, besonders, da das Unternehmen idealerweise an die nächste Generation übergeben werden soll. Eine Stärke von Familienunternehmen sind deren Traditionen. Und diese Stärke kann auch in die In­novationsentwicklung einfliessen. 

In diesem Artikel wird gezeigt, wie Familienunternehmen von einer traditionsorientierten Innovationsstrategie pro­fitieren können. Dabei verdeutlichen zwei Fallbeispiele, wie Traditionen ­stra­­tegisch genutzt werden können, sodass neue Innovationen entstehen. Anschliessend werden Reflexionsfragen abgeleitet.

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