Herr Zeller, was macht die Faszination von Silicon Valley aus?
Silicon Valley sprüht vor multikultureller Kreativität, Dynamik und Erfindergeist. Die Region gehört seit Jahrzehnten zu den Vorreitern neuer, bahnbrechender Technologien. Nirgendwo sonst basteln so viele Erfinder an der Welt von morgen. Insbesondere im Bereich Internet ist in den letzten Jahren dort wahnsinnig viel entstanden. Und wenn man erlebt, wie weit die Internetnutzung in den USA – im Vergleich zu Europa – bereits die Alltags- und Geschäftswelten durchdringt, kann man diese Euphorie durchaus nachvollziehen.
Welche Voraussetzungen bietet die Gegend, damit das auch funktioniert?
Hier treffen Ideen auf Geld. Im Silicon Valley haben sich mittlerweile zahlreiche Investoren niedergelassen, die den jungen Firmen Risikokapital geben. Ein Investor hat mir erzählt, es gäbe mehr Geld als gute Ideen. Auch die Wirtschaftskrise fürchten sie nicht. Er sagte: «Die besten Firmen entstehen in der Krise.»
Im Silicon Valley sind an die 6000 Unternehmen beheimatet. Woher kommen all die Fachkräfte?
Das Silicon Valley lockt Fachleute aus aller Welt an: Qualifizierte Arbeitskräfte werden hier händeringend gesucht. Das Interessante ist:
Es arbeiten dort nicht nur Computerfachleute, sondern Experten aus den verschiedensten Bereichen. Ich habe sogar einen Absolventen der Philosophie getroffen. Aber auch das ist Mentalitätssache. Lange Zeit war Google der Favorit. Doch mit seinen mittlerweile 13 Jahren ist der Konzern nicht mehr so hip. Momentan angesagt ist Facebook. Die Amerikaner haben den «Gründergeist» in sich. Die finden das spannend, dass noch etwas schiefgehen kann.
Welche Unternehmen konnten Sie sich näher ansehen?
Ich wurde von Google Schweiz als Gast ins Silicon Valley eingeladen, da travel.ch einer der Key Accounts des Unternehmens ist. So hatte ich die Gelegenheit, das Mutterhaus von Google zu besuchen. Ausserdem waren wir noch bei Cisco, Facebook, Twitter und dem Plug&Play-Testcenter.
