Finanzen & Vorsorge

Fallstudie: Zahlungsverkehr in Fremdwährungen

Zahlungen ins Ausland lassen sich heute online selber abwickeln

Der Davoser Wein- und Möbelhändler Kramers Wine & Design und das Zürcher Tauchreisebüro Schöner Tauchen haben zwei Gemeinsamkeiten: Sie wickeln einen erheblichen Teil ihres Zahlungsverkehrs in Fremdwährungen ab und sie haben als Partner die Zürcher Finanzdienstleisterin Rüesch Travelex gewählt. Zwei Fallstudien aus der KMU-Praxis.
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Für viele kleine und mittelgrosse Betriebe in der Schweiz ist die Zusammenarbeit mit ausländischen Partnern heute selbstverständlich. Als Folge davon müssen sich immer mehr KMU mit der Frage auseinandersetzen, wann sie Rechnungen in fremden Währungen begleichen und wann der beste Zeitpunkt gekommen ist, um Guthaben in ausländischen Währungen in Schweizer Franken umzutauschen.

Blick in die Praxis

Eine Importunternehmung bezieht Waren im Ausland, die nach 90 Tagen in Euro bezahlt werden müssen. Wenn sie die Rechnung dafür gleich nach Erhalt begleicht, verschenkt sie bares Geld in Form von Zinsen. Wartet sie hingegen mit dem Bezahlen ab, muss sie mit dem Risiko leben, dass der Euro in der Zwischenzeit teurer werden könnte. Die Lösung für dieses Problem heisst Termingeschäft. Und es funktioniert auch im umgekehrten Fall: Ein exportierendes Unternehmen weiss, dass sie in zwei Monaten eine Zahlung in britischen Pfund erhält. Damit die Zeit bis zum Eintreffen des Geldes nicht zur reinen Spekulation verkommt, kann es ein Termingeschäft abschliessen und damit einen vorteilhaften Kurs absichern.

In der Regel lohnenswert

Ein Termingeschäft ermöglicht sowohl Import- als auch Export-KMU den Umtausch zum tagesaktuellen Kurs von Beträgen, die sie erst in Zukunft erhalten oder bezahlen müssen. Sie müssen für diese Absicherungen ein Deposit bezahlen. Dieses ist aber relativ gering und nicht zu vergleichen mit den Verlusten, die im Fall eines rasanten Kursanstiegs oder -absturzes drohen. Für die meisten KMU mit internationalem Zahlungsverkehr lohnen sich Termingeschäfte: Das Import-Unternehmen kann durch die Absicherung sein Kursrisiko minimieren und profitiert häufig davon, dass der Terminkurs günstiger ist als der Tageskurs. Auch der exportierende Betrieb sichert sein Währungsrisiko vorzugsweise mit einem Termingeschäft ab. Die Gebühr – in Fachkreisen «Abschlag» genannt – für den vorzeitigen Wechsel muss es allerdings bereits bei der Offerte einkalkulieren.

Der Abschlag zwischen dem Kassa- und Terminkurs entsteht aus der aktuellen Zinsdifferenz der zwei involvierten Währungen. Da Zinsen in Schweizer Franken heute wesentlich tiefer sind als in den meisten anderen Währungen, profitieren Schweizer Unternehmen in der Regel von einem Abschlag, wenn sie Fremdwährungen auf einen bestimmten Termin kaufen.

Beispiel 1: Schöner Tauchen

Täglich solche Fremdwährungstransaktionen in unzählige Länder wickelt der Zürcher Tauchferien-Anbieter Schöner Tauchen ab. Die Geschäftspartner – in erster Linie Tauchschulen – verteilen sich über die ganze Welt, von Hawaii über die Antarktis bis nach Papua Neuguinea. Das Tauchreisebüro muss bei ihnen Rechnungen für Leistungen begleichen, noch bevor diese von den Kunden in Anspruch genommen werden. Schöner Tauchen arbeitet für die Abwicklung aller Zahlungen seit einigen Jahren mit der Zürcher Firma Rüesch Travelex zusammen, einer Anbieterin von individuellen und massgeschneiderten Zahlungslösungen im Business-to-Business-Zahlungsverkehr. Das Tochteruntermehmen der britischen Travelex-Gruppe hat seine Dienstleistungen explizit auf KMU-Kunden ausgerichtet, die stark mit Fremdwährungen zu tun haben. Das Standardprodukt heisst GlobalPay und ist ein internetbasiertes Kontoführungssystem (www.travelexglobalpay.com). GlobalPay ist modular aufgebaut und kann den individuellen Bedürfnissen der Kunden angepasst werden.

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