Eine Firma muss zu jedem Zeitpunkt über ausreichend liquide Mittel für das operative Geschäft verfügen, etwa für den Einkauf von Rohstoffen, Halbfabrikaten oder Arbeitsgeräten sowie für die Bezahlung der Löhne ihrer Mitarbeitenden. Das Liquiditätsmanagement bezweckt, die Zahlungsfähigkeit über einen längeren Zeitraum hinweg sicherzustellen. Es gibt aber Phasen, in denen eine Unternehmung mehr Zahlungseingänge als Ausgaben verzeichnet und sich überschüssige Liquidität auf dem Kontokorrentkonto ansammelt. Dieses Konto bietet als Drehscheibe für die täglichen Bankgeschäfte zwar eine hohe Flexibilität, wirft jedoch nur eine bescheidene Rendite ab. Es besteht deshalb der Wunsch, nicht benötigtes Kapital gewinnbringender anzulegen und zusätzliche Ertragschancen zu nutzen. Ziel ist es, durch eine aktive Bewirtschaftung der überschüssigen Liquidität eine Rendite zu erzielen, die über dem Zinsniveau liegt.
Liquiditätsmanagement
Überschüssige Liquidität gewinnbringend und sicher anlegen
Eine optimale Liquidität, eine maximale Rendite sowie ein minimales Risiko – die Eckpunkte im sogenannten «goldenen Dreieck» der Anlagen – stehen jedoch in einem prinzipiellen Zielkonflikt zueinander. So verhindert eine hohe Liquidität etwa die Wahrnehmung von attraktiven Anlagemöglichkeiten. Zu risikoreiche Anlagen wiederum versprechen zwar eine höhere Rendite, binden aber die Mittel oft zu langfristig, sodass diese bei Bedarf vielleicht nicht rechtzeitig zur Verfügung stehen. Dies kann den Bestand der Unternehmung gefährden. Und je schneller eine Anlage wieder liquidiert werden kann, desto geringer fällt meist auch die Rendite aus.
Die Basis für eine optimale Ausbalancierung von Liquidität, Rendite und Sicherheit bildet eine langfristige und realistische Finanzplanung. Damit keine Engpässe entstehen, ist es unerlässlich, mit einer auf den Businessplan abgestimmten Planung die kurz-, mittel- und langfristig benötigten Mittel festzulegen. Erst dadurch wird ersichtlich, wie viel zusätzlicher finanzieller Spielraum zu einem bestimmten Zeitpunkt überhaupt vorhanden ist und für Anlagen genutzt werden kann.
Die wichtigsten unterjährigen Anlagen sind Callgelder und Festgelder. Callgelder sind kurzfristig platzierte Beträge, die unter Einhaltung einer Kündigungsfrist jederzeit wieder abgerufen werden können. Festgelder haben demgegenüber eine fixe Anlagedauer von bis zu einem Jahr. Beide Instrumente zeichnen sich durch ein tiefes Risiko und eine verhältnismässig attraktive Verzinsung aus. Zu den überjährigen Anlagen zählen beispielsweise Obligationen, Aktien, Anlagefonds oder strukturierte Produkte. Bei überjährigen Anlagen sind das Risiko und damit auch die Rendite prinzipiell höher, und das Kapital ist länger gebunden.
Aufgrund der aktuellen Zinssituation besteht die Problematik, dass kurzfristige Anlagen bis zu einem Jahr nur bescheidene Renditen abwerfen. Viele Unternehmen versuchen deshalb, ihre überschüssigen Mittel langfristiger anzulegen. Gegen solche Anlagen spricht aber das höhere Risiko. Mit dem überjährigen Festgeld schliesst die Credit Suisse nun eine Lücke bei den mittelfristigen überjährigen Anlagen. Damit erhalten Firmen die Möglichkeit, überschüssige Liquidität für wahlweise 13, 18 oder 24 Monate zu einem tiefen Risiko anzulegen und dafür eine attraktive Verzinsung zu erhalten.