Ist es sicher, in ein Start-up zu investieren? Bringen die Angestellten genügend Erfahrung mit? Sollte man ein so frisch gegründetes Unternehmen überhaupt unterstützen? Viele Zweifel kommen bei Investoren auf, wenn es um Start-ups geht. Es sollte sich lohnen, in ein neues Unternehmen zu investieren. Natürlich sollten auch kleine Firmen in der Anfangsphase wissen, was sie können und was sie wollen. Es gibt einige wichtige Punkte, die die Gründer bei der Unternehmensgründung beachten sollten. Ein Start-up muss gut vorbereitet sein und eine durchdachte und nachhaltige Vision mitbringen. Nur so können Investoren überzeugt werden.
Chancen und Risiken
Start-ups sind die Zukunft unserer Gesellschaft und der Wirtschaft. Vor allem in den ersten Jahren erleben neu gegründete Unternehmen viele Höhen und Tiefen. Um diese zu überstehen, brauchen sie Partner und Investoren an ihrer Seite, die viel Erfahrung auf dem Gebiet mitbringen und das junge Unternehmen unterstützen. Start-up-Unternehmen bieten eine spannende Möglichkeit für Investoren, denn sie sind mit grossen Chancen verbunden.
Andererseits bringen Start-ups auch grössere Risiken mit sich als alteingesessene Betriebe. Man kann unter anderem auf falsche Kalkulationen im Business-Plan stossen. Aber das ist nur eine der vielen Möglichkeiten, warum ein neues Unternehmen sich nicht in der Wirtschaft profilieren könnte. Auch die Gesellschaft birgt eine Gefahr für das Start-up. Denn wer weiss schon, ob das Produkt oder die Marke des Unternehmens überhaupt von den Menschen angenommen werden?
Nachhaltigkeit als Pluspunkt
Start-up-Unternehmen sollten heutzutage nachhaltig sein. Nachhaltige Unternehmen werden von Investoren gern gesehen und bekommen eher eine Chance. Nachhaltigkeit bedeutet für ein Unternehmen, möglichst zukunftsorientiert zu arbeiten. Sie sollten Visionen haben und wissen, wo sie sich in den nächsten fünf bis zehn Jahren sehen. Das macht die Firma für einen Investor attraktiv.
Natürlich bedeutet Nachhaltigkeit noch mehr als nur Zukunftsvisionen. Auch auf den ökologischen Fussabdruck zu achten zum Beispiel, ist für Investoren ein Pluspunkt. Das kann man auf verschiedene Art und Weisen, wie zum Beispiel mit der Verwendung erneuerbarer Ressourcen. Ebenso wichtig ist es, als Unternehmen darauf zu achten, in welchem Bereich und nach welchen Kriterien ein Hotel für Partner oder Mitarbeiter gebucht wird. Manche Hotels bieten bei der Buchung einen Flug an, der CO₂-kompensierend ist.
Ziele und Team müssen passen
Das Team eines Start-up-Unternehmens setzt sich meist aus einer Gruppe von jungen Leuten zusammen, die die Zukunft verändern wollen. Dazu bedarf es neben einem guten Startkapital auch einer guten Planung. Eindeutig gesetzte Ziele, kurzfristige, sowie langfristige, sind ebenfalls nötig. Die Wettbewerbsfähigkeit ist ein weiterer ausschlaggebender Punkt. Vor der Gründung eines Unternehmens sollte man sich damit auseinandersetzen, ob und, wenn ja, wie viele andere Unternehmen es in der jeweiligen Branche schon gibt. Man sollte dann etwas Neues bieten können, um sich von der Konkurrenz abzuheben. Bedeutend ist ebenso der Social-Media-Auftritt der neuen Firma. Eine authentische Präsentation der Firma und der Menschen, die dahinterstehen, ist von grossem Vorteil. So können sich potenzielle Kunden finden, die sich mit den Werten der Firma identifizieren.
Oft kommt es bei Start-ups zu häufig wechselndem Personal. Dies kann viele Gründe haben. Zu Beginn verfügt das Unternehmen meist nur über ein geringes Startkapital. Aufgrund dessen ist es für die Gründer sinnvoller, Praktikanten oder Werkstudenten einzustellen. Diese bleiben dann oft nicht lange und verlassen nach ihrem Praktikum oder Studium das Unternehmen wieder. Ausserdem lernen die Gründer erst mit der Zeit, was für Menschen am besten in ihr Team passen. Mitarbeiter können auch aus eigenen Gründen das Start-up verlassen. Etwa, weil das Gehalt oder das Arbeitsklima für sie nicht stimmt.
Es ist wichtig, bei Vorstellungsgesprächen transparent und offen mit den Job-Anwärtern zu kommunizieren, um die Leute zu finden, die am besten für die Firma geeignet sind. Die Arbeitsatmosphäre, aber auch die Qualifikationen sollten stimmen. Das bedarf Erfahrung, die Jungunternehmer mit der Zeit sammeln müssen.
Uneinigkeit vermeiden
Der grösste Killer für frisch gegründete Unternehmen ist Uneinigkeit zwischen den Gründern. Das könnte die Ziele der Firma, die Budget-Verteilung, den Umgang mit dem Personal oder den ethischen Workflow betreffen. Der eine möchte mehr Geld in Personal stecken, der andere in Ausstattung und Digitalisierung. Der eine strebt ein Arbeitsklima auf Augenhöhe an, der andere möchte mit seinen Mitarbeitern lieber etwas strenger umgehen. An verschiedenen Stellen können Streitpunkte auftauchen. Daher ist es umso wichtiger, dass die Gründer sich einig sind und die gleichen Ambitionen haben. Das Arbeitsklima sollte auch stimmen. Es sollte Harmonie im Unternehmen herrschen. Gerät die Crew ins Schwanken, könnte das in Zukunft ein Problem für das Unternehmen werden. Eine weitere schlechte Voraussetzung ist mangelhaftes Marketing. Oder gar kein Marketing. Das beste Produkt nützt nichts, wenn keiner es kennt.
Jeder Investor hat seine eigenen Prinzipien, wenn es um die Entscheidung geht, in welches Unternehmen er investieren möchte. Er sucht sich die Firma aus, mit der er sich am besten identifizieren kann. Als Start-up kann man also höchstens die gängigen Fehler vermeiden und hoffen, dass man in den Blick eines Investors gelangt und seine Kriterien erfüllt.
Früh investieren lohnt sich
Early Stage Investments sind Investments vor der Entstehung eines Unternehmens. Diese Art der Investition ist sehr interessant, da der Investor von Beginn an den Weg des Start-ups miterlebt. Schon vor der Geburt der Firma entscheidet der Investor, ob ihm die Prinzipien und Visionen, die die Gründer haben, passen. Die bekannte Social-Media-Plattform Facebook beispielsweise weckte zu Beginn kein Interesse bei Investoren, weil die Internetseite keine Gebühren zur Nutzung verlangt hat. Trotzdem ist Face-book mittlerweile eine der meistgenutzten sozialen Plattformen. Auch die App Uber hatte eine Menge Kritiker, obwohl sie heute weltweit von Kunden genutzt wird. Sie ist die am häufigsten genutzte App für Taxi-Fahrten und hat zudem eine Menge Arbeitsplätze geschaffen.
Fazit
Es gibt noch viel mehr Beispiele für frühere Start-up-Unternehmen, in die zunächst keiner investieren wollte. Letztendlich ist es wichtig, dass jeder hinter dem steht, für das er einen Investor sucht. Natürlich sollte das Produkt oder die Marke vorher gut durchdacht worden sein, vor allem was die Wettbewerbsfähigkeit betrifft. Das Start-up sollte mithilfe einer ordentlichen Online-Präsenz zeigen, was es für die Menschheit zu bieten hat. Die Leute hinter dem Unternehmen sollen gezeigt werden und man sollte sehen, mit welcher Ambition sie dahinterstehen. Zudem spielen Einigkeit der Gründer und Nachhaltigkeit der Firma eine grosse Rolle. Wenn man all diese Punkte bedacht hat, kann man Investoren leichter überzeugen. Für die können Start-up-Unternehmen nämlich eine grosse Chance für die Zukunft sein.