Trotz Beginn des meist etwas schwierigen Sommerhalbjahrs (Mai–Oktober) haben sich die Aktienkurse insgesamt gut behauptet. Der SMI-Index der Schweiz konnte Anfang Juni sogar noch weiter zulegen. Es sind vor allem die erwarteten Senkungen der Leitzinsen, die dem Aktienmarkt wieder Auftrieb gegeben haben. Die Europäische Zentralbank hat jetzt nach der Schweiz ebenfalls mit einer Senkung der Leitzinsen begonnen, nachdem die Inflationsraten in Europa wieder gesunken waren.
Andererseits sind die Konjunkturaussichten weltweit immer noch schwach, auch in den USA. Der dortige Einkaufsmanagerindex schaffte es im Mai wieder nicht, die wichtige 50-Punkte-Hürde zu überschreiten, die kommendes Wirtschaftswachstum anzeigen würde.
Ohne bessere Konjunktursignale werden sich die Aktienmärkte aber in diesem Sommer nicht nach oben bewegen können, zumal sie bereits recht hoch bewertet sind, dies vor allem in den USA, aber auch in der Schweiz. Rückschläge um 20 Prozent bei den Aktienindizes wären also in diesem Sommer im Prinzip möglich. Aber schauen wir einmal auf unsere fünf bewährten Indikatoren, was sie uns denn für den kommenden Monat anzeigen.
1. Zinssignale: Positiv
Sinkende Zinsen sind gut für Aktien, steigende Zinsen schlecht. So steht es in den Lehrbüchern. Verglichen mit den Werten aus dem Jahr 2023 ist die Rendite der zehnjährigen Bundesobligationen nach unten gegangen. Aber seit 2024 ging das Zinsniveau wieder leicht nach oben. Noch ist das aber nicht bedenklich, weil die Aktiendividenden mit rund 2,5 Prozent eine deutlich bessere Rendite bieten.
2. Der Saisoneffekt: Negativ
Zahlreiche Statistiken haben bewiesen, dass die Monate Mai bis Oktober im Durchschnitt eine wesentlich schlechtere Performance am Aktienmarkt aufweisen als die Monate November bis April.


