Das althergebrachte «Nicht geschimpft ist genug gelobt» kann im heutigen Arbeitsalltag kaum mehr der Schlüssel zur erfolgreichen Mitarbeitermotivation sein. Sie gelingt vielmehr dann, wenn eine Kultur der Anerkennung als Teil der Unternehmensstrategie systematisch und mit dem erforderlichen Nachdruck implementiert wird. Denn es geht dabei nicht darum, «Arbeiten mit Kuschelfaktor» einzuführen, sondern letztlich um handfeste wirtschaftliche Interessen des Unternehmens – und in Zeiten des regelmässig ausgerufenen Fachkräftemangels mancherorts sogar ums Überleben.
Ein strategisches Ziel
Dies gilt umso mehr für mittelständische Unternehmen, die bisweilen nicht an begehrten Standorten angesiedelt sind und nur selten die Annehmlichkeiten eines grossen Konzerns wie die Vergütung, grosszügige Urlaubsregelungen oder eine dedizierte Personalentwicklung verfügen. Und da ist die Bindung und Motivation der Mitarbeiter eine sehr effiziente Methode, um gegenzusteuern. Denn Fachkräfte, die ich bereits im Unternehmen habe, müssen nicht mehr aufwendig gewonnen werden. Damit das gelingt, muss die Mitarbeiterbindung als strategisches Ziel von der Unternehmungsführung definiert werden und über das Topmanagement bis hin zu den Bereichs- und Teamleitern vorgelebt werden.
Wertschätzungskultur vertikal im Unternehmen implementieren
Das bedeutet auch: Führungskräfte müssen in diesen Prozess von Anfang an eingebunden und vor allem speziell geschult werden. Ein sehr effektives Hilfsmittel kann hierbei eine Wertschätzungsfibel sein, die den Rahmen definiert und konkrete Handlungsanleitungen gibt. Zudem empfiehlt es sich, Erfahrungen miteinander zu teilen und Best-Practice-Beispiele aufzubauen. Wenn – und nur dann – diese wichtigen Vorarbeiten geleistet sind, können digitale Tools wie «HeartPoints» der Schlüssel zum Erfolg werden, um eine Wertschätzungskultur strukturiert in den Arbeitsalltag zu integrieren.
Über «HeartPoints» können Mitarbeitende Punkte sammeln und diese dann in Sachprämien eintauschen. Die Punkte erhalten sie, indem Mitarbeitende einerseits untereinander «Danke» sagen, beispielsweise für die schnelle Hilfe bei einer aufwendigen Präsentation, für eine komplizierte Auswertung der Vertriebszahlen oder für die zündende Idee zu einem Neukundenkonzept.
Das Ganze läuft über ein Online-Portal oder auch via App. Gerade über die App lassen sich auch die Mitarbeitenden erreichen, die keinen festen Büroarbeitsplatz haben, wie Fachkräfte in der Produktion oder auch Servicekräfte in einem Gastronomiebetrieb. Über das Portal oder die App lassen sich die «HeartPoints» vergeben und mit einer persönlichen Nachricht versehen. Wenn der Vorgesetzte dieses Dankeschön freigibt, werden die Punkte gutgeschrieben.
Recognition Modul: Lob und Anerkennung zur Chefsache machen
Das Recognition-Modul gewährleistet auch, dass nicht nur Kollegen untereinander Lob und Anerkennung unkompliziert und vor allem kontinuierlich vergeben, sondern auch die Führungskräfte Wertschätzung gegenüber ihren Teammitgliedern ausdrücken. Der wesentliche Unterschied zu etablierten Instrumenten wie einer Zielvereinbarung oder variablen Gehaltsbestandteilen liegt darin, Mitarbeitende hier dafür wertzuschätzen, dass sie ihre Arbeit gut und mit grossem Engagement erledigen, unabhängig von individuellen Verkaufsleistungen oder Projektabschlüssen.
Anhand definierter Vorgaben lässt sich zudem ganz einfach auswerten, wie aktiv Führungskräfte die digitale Anerkennung an ihre Teams vergeben und ob sie ihr Kontingent an Lobeinheiten ausschöpfen. Umgekehrt haben Team- und Bereichsleiter gleichzeitig die Anzahl der vergebenen und erhaltenen Lobeinheiten in ihrem Verantwortungsbereich im Blick. Damit können Unternehmen die Wertschätzung von Vorgesetzten an ihre Mitarbeitenden als einen der wichtigsten Treiber für Motivation und Leistungssteigerung strukturiert in den Führungsalltag integrieren.
Mit Sachbezug kombinieren
Herzstück des «HeartPoint»-Tools ist der Prämienshop. Hier sammeln die Mitarbeiter ihre erhaltenen Danke-Punkte und können diese in eine von mehr als 5000 Sachprämien eintauschen. Auf ihrem persönlichen Konto können Mitarbeitende neben den «HeartPoints» von Kollegen und der Führungskraft auch «HeartPoints» sammeln, die vom Arbeitgeber im Rahmen des monatlich steuerfreien Sachbezugs ausgezahlt werden.
Erhält ein Mitarbeitender jeden Monat einen bestimmten Betrag als zusätzlichen Sachbezug und verwendet diesen beispielsweise für seinen Wocheneinkauf, ist das sicher ein netter Bonus. Aber wenn der Mitarbeiter diesen Betrag über einen gewissen Zeitraum hinweg sammelt und mit erhaltenen «HeartPoints» kombiniert, ist in relativ kurzer Zeit eine grössere Anschaffung wie ein neues Smartphone möglich – quasi finanziert vom Arbeitgeber als Dank für gute Leistungen und Loyalität zum Arbeitgeber. So stärken Unternehmen die Bindung zu den Mitarbeitenden.
Wer die Wertschätzung so strukturiert in den Unternehmensalltag integriert, kann im Wettbewerb um die besten Talente einen Unterschied machen. Schliesslich geht es mehr denn je darum, Arbeitskräfte langfristig im Unternehmen zu halten. Und wer gelobt wird, fühlt sich wahrgenommen und motiviert.