Die Lenzerheide Marketing und Support AG (LMS) vermarktet die Ferienregion Lenzerheide. Das Ziel der derzeit 30 Mitarbeitenden: Die Region soll es unter die Top Ten der beliebtesten Bergziele in der Schweiz schaffen. Hierfür präsentiert die LMS seit 2009 potenziellen Besuchern die Highlights des Sportparadieses: vom Skifahren im Winter über das ganzjährige Wandern bis hin zu den Biketrails für sportliche Aktivität im Sommer sowie touristische Unterkünfte für alle Ansprüche.
Wachsende Datenmengen
Die Ausgangslage: Auch wenn man es den idyllischen Naturaufnahmen auf «arosalenzerheide.swiss» nicht ansieht, spürt die LMS die Auswirkungen der Digitalisierung. Zahlreiche digitale Kanäle haben die Reichweite der Kampagnen enorm erhöht. Und sie eröffneten viele neue Möglichkeiten, um Gäste, Kunden und Partner der Region anzusprechen und mit ihnen zu interagieren. Der Vorteil: Das Marketing-Team kann seine Zielgruppen viel besser kennenlernen und ihr Verhalten frühzeitig erkennen. Hiervon profitiert die Region genauso wie ihre Gäste.
Gleichzeitig stand die LMS vor der Herausforderung, eine stetig steigende Anzahl von Marketing-Tools und deren Reportings zu überblicken und zu managen: Täglich werden mehrere tausend Datenpunkte der Gäste über verschiedene Marketing-Plattformen und zahlreiche Touchpoints gesammelt. Das Potenzial dieses Datenschatzes lässt sich im Sinne eines Data-Driven-Managements nutzen – jedoch nur, wenn das Marketing-Team in der Lage ist, die Daten richtig zu lesen, zu interpretieren und Korrelationen frühzeitig zu erkennen.
Ohne ein unterstützendes Tool mussten die Mitarbeitenden die Zahlen aus den einzelnen Kanälen händisch in Excel-Listen zusammentragen und auswerten – ein schwieriges, zeitaufwendiges und damit teures Unterfangen. Trotz des grossen Personalaufwandes war der Prozess ausserordentlich aufwendig, fehleranfällig und intransparent. Es gab keine holistische Sicht auf die Kanäle und die Customer Journey. Auch eine Trendanalyse fehlte.
Herausforderungen durch Covid
Ein effektives Marketing ist heute wichtiger denn je. Denn ebenso wie die Digitalisierung hat die Corona-Pandemie die Erwartungen an Freizeitangebote und touristische Dienstleistungen grundlegend verändert. Der Tourismus brach ein und die Urlaubsregionen konkurrieren seitdem um die wenigen Gäste. Für Lenzerheide ist es heute geschäftskritisch, die Aktivitäten der Wettbewerber genau zu beobachten und zu analysieren.
Gleichzeitig gaben die Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie dem digitalen Marketing einen zusätzlichen Schub: Die Bedeutung von digitalen und mobilen Touchpoints nahm weiter zu. Das Nutzer- und das Mobilitätsverhalten veränderten sich grundlegend. Aufgrund der Hygiene- und Abstandsregeln spielt die Besucherlenkung eine wichtige Rolle, um die buchenden Gäste möglichst gleichmässig auf die Ortschaften und Unterkünfte zu verteilen. Um die eigene Erfolgsquote zu steigern, wurden für die Kampagnen der LMS zudem Daten von Drittanbietern interessant, wie beispielsweise Wetterdaten.
Diese komplexe Situation führte dazu, dass man in Lenzerheide im vergangenen Sommer Ausschau hielt nach einer zentralen Plattform für die Analyse der digitalen Marketingaktivitäten. Sie sollte das Gästeerlebnis optimieren und dabei helfen, bestehende Einnahmequellen besser zu nutzen und neue Geschäftspotenziale zu erschliessen. Die Lösung sollte Überblick und Kontrolle über sämtliche Tools und ihre Daten schaffen und aussagekräftige Rückschlüsse für zukünftige Marketingkampagnen ermöglichen.
Die neue Plattform
Die LMS definierte die Anforderungen an die neue Lösung: ROI-Verfolgung, ein übersichtliches Dashboard, Multi-Touchpoint-Analytics, Predictive-Analytics, Web-Analytics, KPIs und ein guter Support. Die Wahl fiel auf die SaaS-Plattform des Start-ups Nexoya. Neben dem PreisLeistungs-Verhältnis überzeugte insbesondere das Entwicklungspotenzial der Lösung. «nexoya Marketing Analytics» setzt für die Optimierung von Multi-Channel-Kampagnen auf maschinelles Lernen und moderne künstliche Intelligenz.
Verantwortliche im Online-Marketing erhalten tiefe Einblicke in ihre Daten. Auf Basis der historischen Performance berechnen die Algorithmen, wie sich jede einzelne Kampagne und jedes einzelne Asset in der Zukunft verhalten werden. Zusätzlich berücksichtigt die KI für ihre Vorhersagen exogene Faktoren wie etwa Wetterdaten. Auf Grundlage der so vorhergesagten Performance berechnet Nexoya die optimale Ausrichtung der einzelnen Budgets über viele verschiedene Kanäle und Kampagnen hinweg.