Hybrides Arbeiten ist die Gegenwart – und ebenfalls die Zukunft. Das wünscht sich zumindest ein grosser Teil der Schweizer Arbeitnehmenden: Laut dem jährlichen Microsoft Work Trend Index vom April 2021 möchten 71 Prozent der befragten Arbeitnehmenden, dass das hybride Arbeitsmodell weiterhin bestehen bleibt. Gleichzeitig wollen über 70 Prozent aber auch mehr Zeit physisch mit ihren Teams verbringen als während der Pandemie.
Chancen für beide Seiten
Der Trend geht auch bei den Unternehmen in diese Richtung. Das Wirtschaftsprüfungsunternehmen KPMG hat Unternehmen weltweit befragt. Dabei wollen mehr als drei Viertel der Befragten mehr Remote Work ermöglichen als vor der Krise. Bereits haben viele Unternehmen reagiert und die entsprechende Infrastruktur in die Wege geleitet. Dazu gehören etwa der Abbau oder Umbau von eigenen Firmenbüroflächen und je nach Bedarf die Miete von externen Räumlichkeiten. Investiert wird in Technologie, Equipment, digitale Arbeitsprozesse, Datensicherheit. Es sind sogar neue Berufsbilder wie etwa «Head of Remote Work» entstanden.
Aus Sicht der Arbeitnehmenden sind die Gründe für ein Kombinationsmodell klar: Mehr Flexibilität im eigenen Terminplan. Bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Weniger Zeitaufwand fürs Pendeln. Genauso eröffnet das hybride Arbeiten auch für Unternehmen Chancen. Der Pool an Talenten und Fachkräften lässt sich vergrössern, wenn mehr Mütter und Väter die Kinderbetreuung besser mit der Arbeit vereinbaren können.
Oder auch wenn potenzielle Mitarbeitende mit Mobilitätseinschränkung oder aus anderen Regionen der Schweiz oder sogar aus dem Ausland eingestellt werden können. Nicht zuletzt spricht auch die Kostenersparnis durch die Reduktion von Büroräumlichkeiten dafür.
