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Autos, Wohnungen, Bekleidung und ganze Industrieanlagen – alles wird in Zukunft vernetzt sein. Die Marktforscher sind sich über die Grössenordnung nicht ganz einig, doch die Richtung ist klar. Zwischen 26 und 50 Milliarden Dinge werden demnach bis zum Jahr 2020 mit dem Internet verbunden sein. Es ist bereits 15 Jahre her, dass Kevin Ashton für das Zusammenwachsen der virtuellen mit der physikalischen Welt den Begriff «Internet der Dinge» prägte. Wie sich heute zeigt, hat der britische Technologie-Pionier den Terminus für eine Entwicklung geschaffen, die laut Experten nach der Mechanisierung, der Massenfertigung sowie der Automatisierung in eine vierte industrielle Revolution mündet: die «Industrie 4.0». Waren und Geräte erhalten nicht nur eine eigene Identität in Form eines Codes, sie können auch Zustände erfassen und Aktionen ausführen. Mit weitreichenden Folgen vor allem für die produzierende Wirtschaft.

 

In der Fabrik der Zukunft, der «smart factory», lassen sich verbesserte Feinsteuerung und Optimierung ebenso realisieren wie völlig neue Produktionsmethoden. Mit Funk­chips ausgestattete Werkstücke verfügen zukünftig über ein digitales Gedächtnis, das die Historie und Wertschöpfungsschritte definiert. Die Produkte sind eindeutig identifizierbar und lokalisierbar. Im Internet der Dinge werden sich Maschinen und Anlagen selbst konfigurieren und in die Produktion integrieren. Aus einer zentralen Produktionssteuerung wird ein dezentraler, sich selbst organisierender Prozess. Die Folge: autonome Maschinen.

 

Bei all diesen Zukunftsmelodien, den Visionen über künstliche Intelligenz und Robotik, der Konvergenz von Mensch und Maschine, ist es eine Notwendigkeit und Wohltat, auch einmal innezuhalten und sich der Gegenwart, dem Moment, bewusst zu werden. Für alle diejenigen, denen das im Geschäftsalltag nicht gelingen will, so mag es erscheinen, ist die Weihnachtszeit erfunden worden. Denn die Fokussierung auf die eigenen Sinne, ganz traditionell und konservativ, ist immer noch das beste Revitalisierungsmittel und damit natürlicher Treiber für neue Kreativität. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen eine gute «Weihnachtszeit 1.0».



Michael Drosten

Chefredaktor