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Rückrufaktion: Kein Thema!

Gast

03.11.15
Es gibt für einen Unternehmer kaum etwas Peinlicheres, als eine Rückrufaktion durchführen zu müssen. Schliesslich gibt es kaum ein KMU, das nicht von sich behauptet, höchste Qualität zu liefern. Und dann passiert er doch. Der Fehler, den es nicht hätte geben dürfen…

Wenn Ihnen nun gerade etwas mulmig wurde, nehmen Sie sich ein Beispiel an den krisengeübten Grossunternehmen. Sie zeigen, dass es ein Leben nach jeder Rückrufaktion gibt. Es gibt also keinen  Grund, sich bei explodierenden Akkus, gammligem Fleisch, Glassplittern in der Pizza oder einem bisschen mehr Gas im Auspuff gleich aus dem Fenster zu stürzen.

Nehmen wir als leuchtendes Beispiel den Airbag-Hersteller Takata. Selbst nach drei Rückrufaktionen 2014, 2015 sowie im Mai 2016 und dann wohl wieder 2017, 2018 und 2019, verkauft das Unternehmen nach wie vor seine Airbags. Takata, Mars und VW zeigen beispielshaft, dass ein Produktionsfehler oder ein Sicherheitsrisiko kein wirklich grosses Thema ist. Und tatsächlich, wen interessieren schon alle diese vielen Rückrufe! Es gibt sie fast täglich. Ausserdem erreichen die Rückrufmeldungen eh nur 8 bis 13 Prozent der Konsumenten (laut www.produktrueckrufe.de). Für die meisten Unternehmen müssten 80 Prozent der Konsumenten doch ausreichen, um sich damit im Notfall einen neuen Kundenstamm aufzubauen.