Wie wirkt sich die digitale Transformation auf die Beschäftigung aus? Verschiedene Studien warnen, dass viele Arbeitsplätze der Digitalisierung zum Opfer fallen könnten. Umgekehrt benötigen Unternehmen Fachkräfte, um die digitale Transformation erfolgreich zu gestalten. Sich dabei einzig auf die Rekrutierung neuer Mitarbeitenden zu verlassen, ist angesichts des Fachkräftemangels sehr riskant. Deshalb stehen Unternehmen vor der Herausforderung, ihre Mitarbeitenden rechtzeitig auf die zukünftigen Anforderungen der digitalen Transformation vorzubereiten.
Dienstleister im Fokus
Ein Forscherteam der Fachhochschule Graubünden hat zusammen mit Unternehmen im Kanton Graubünden untersucht, wie sich die digitale Transformation konkret auf Berufe im Dienstleistungsbereich auswirkt. Dienstleistungen sind deshalb von grossem Interesse, weil mittels digitaler Technologien gewisse Dienstleistungen effizienter erbracht werden können als bisher und kollaborative Methoden eine vermehrt ortsunabhängige Zusammenarbeit erlauben.
Als Ergebnis liegt neben neuen Erkenntnissen über den Einfluss der digitalen Transformation auf Dienstleistungsberufe eine Methodik vor, mithilfe derer Unternehmen für einzelne Berufe den Bedarf und die Stossrichtung für die Personalentwicklung bestimmen können. Damit können Unternehmen ihre Mitarbeitenden rechtzeitig auf die Veränderungen vorbereiten und damit die Wettbewerbsfähigkeit ihres Unternehmens langfristig steigern.
Die Methodik
Mithilfe von Fallstudien mit drei Dienstleistungsunternehmen aus verschiedenen Branchen (Baubranche, Versicherung, Gesundheitswesen) wurde eine Methodik entwickelt, welche die Personalentwicklung bei der digitalen Transformation unterstützen kann. Die Methodik beruht auf drei Arbeitsschritten (siehe Abbildung 1).



