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Strategie & Management
Integriertes Risk Management

Mit integriertem Risikomanagement zu nachhaltigem Unternehmenserfolg

Beat Schneiter (Autor), Jachen A. Cajos (Autor), Jens Meissner (Autor)

01.02.11 - 14:45

Risikomanagement ist in aller Munde. Neben der gesetzlichen Pflicht ist es auch State of the Art, Risikomanagement in Unternehmungen und Organisationen zu betreiben. Je nach Art des Geschäfts ist Risikomanagement in den Führungs- und Organisationsprozessen mehr oder minder integriert. Häufig dient das Risikomanagement auch als Bestandteil eines professionellen Firmenauftritts nach aussen.

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Thematische Kernelemente

Für die erfolgreiche Integration des Risikomana­gements in die Organisation stellt das Modell die Abhängigkeit zwischen vier Kernelementen dar, wobei die beiden Elemente Führung & Management sowie Unternehmenskultur eher der Ebene Organisation zugeordnet werden können. Diese beiden Kernelemente verweisen darauf, dass das Risikomanagement Aufgabe der strategischen Unternehmensführung ist und sich an unternehmenskulturelle Besonderheiten anpassen muss.

Die beiden Kernelemente Schlüsselthemen sowie Standards & Instrumente weisen eine grössere Nähe zur Ebene der Risikomanagement-Profession auf. In diesen Elementen geht es um die eingesetzten Instrumente zur Umsetzung des Risikomanagements sowie um aktuell diskutierte Themen mit entsprechenden Best Practices.

Integrierter Risikomanagementzyklus

Der im Zentrum des Modells zugrunde gelegte ISO-31 000-Prozessablauf symbolisiert einen wiederkehrenden Zyklus. Dies gründet auf der Erkenntnis, dass der integrierte Risikomanagement-Prozess in sich nie abgeschlossen ist. Alle Kernelemente sowie die Umfeldkräfte müssen ständig neu einbezogen werden, um die relevanten Themen und Entwicklungen angemessen berücksichtigen zu können.

Schlussfolgerung

Das Luzerner Risk Management-Modell bietet eine gesamtheitliche und integrierte Sichtweise des Risikomanagements in Organisationen. Es stellt neben anderen Modellen eine Weiterentwicklung auf dem Risikomanagement-Umfeld dar. Das Modell hat den Anspruch, Risikomanagement in die Unternehmung zu integrieren und die dafür relevanten Faktoren und Risikomanagement-Themen darzustellen. Es hilft den involvierten Parteien (Unternehmensführung, Risikomanagern, IKS-Managern, Sicherheitsexperten, usw.) den Gesamtzusammenhang zu erfassen und nach einem ganzheitlichen Risikomanagement-Rahmenwerk zu handeln.

Die Entwicklung des Modells zeigt auch, dass Risikomanagement in Zukunft vermehrt in die Gesamtunternehmung integriert werden muss, um effizient Wirkung zu entfalten und so den Unternehmenserfolg nachhaltig abzusichern. Zudem wird deutlich, wie verwandte Themen wie IKS, EH&S usw. in den Gesamtkontext des Risikomanagements gestellt und integriert angegangen werden müssen. Insellösungen, wie sie heute in der Praxis vorherrschen, sind nicht nachhaltig und verhindern die Integration und den effektiven Betrieb des Risikomanagements für nachhaltigen Unternehmungserfolg.

Porträt

Beat Schneiter (Autor)

Master of Science, Executive Master of Risk Management, Corporate Risk Manager

Jachen A. Cajos (Autor)

Dipl. Ingenieur FH, Executive Master of Risk Management Fachverantwortlicher Risiko- und Sicherheitsmanagement

Jens Meissner (Autor)

Prof. Dr. rer. pol., Dipl.-oec. Co-Leiter « Master of Advanced Studies in Risk Management»