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Mensch & Arbeit
Kommunikation I

Warum gutes Hören so wichtig ist

Dr. Luca Mastroberardino (Autor)

01.05.16 - 14:30

Ein intaktes Gehör ist die Grundvoraussetzung für die verbale Verständigung. Dennoch leidet laut einer Studie jeder zehnte Erwachsene in der Schweiz an Hörproblemen. Hörminderungen führen bei der Arbeit nicht nur zu Missverständnissen, sie können sich auch auf Produktivität und Absenzen auswirken. Einfache Massnahmen zum besseren Hören.

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Die Gründe sind unterschiedlich. Neben der Annahme, ausgegrenzt zu werden sind gemäss Studie die subjektive Wahrnehmung, noch ausreichend zu hören, beziehungsweise, dass die Hörminderung noch nicht schwerwiegend genug sei, Ursachen, auf ein Hörgerät zu verzichten. Zumal die Selbsteinschätzung bei Betroffenen oft falsch ist, warten diese im Schnitt bis zu sieben Jahren, bis sie ihr Gehör untersuchen lassen. Deshalb ist es umso wichtiger, dass man am Arbeitsplatz die Anzeichen frühzeitig erkennt und Betroffene darauf anspricht.

Jeder ist betroffen

Vorbeugung ist das A und O, um Mitarbeitende vor im Unternehmen verursachten Hörminderungen zu schützen. Da die Ursachen aber auch ausserhalb der Firma liegen können, sollte eine Unternehmenskultur selbstverständlich sein, die es Betroffenen ermöglicht, offen über den Hörverlust zu reden. So ist gewährleistet, dass Arbeitskollegen informiert sind und Missverständnisse vermieden werden. Ist die Unsicherheit bei alltäglichen Gesprächen am Arbeitsplatz gross, neigen Betroffene dazu, sich zurückzuziehen. Das ist weder im Sinne des Arbeitnehmers noch des Unternehmens, da bei Hörproblemen stets alle involviert sind. Für jede Person ist das Gehör deshalb ein essenzieller Schlüssel zum sozialen Leben – im Privaten wie auch am Arbeitsplatz.

Porträt

Dr. Luca Mastroberardino (Autor)

Geschäftsführer, Verbandssprecher

Dr. Luca Mastroberardino ist der Sprecher des Verbandes der Hörgerätelieferanten der Schweiz. Als Geschäftsführer des Verbandsmitgliedes Phonak Schweiz beschäftigt er sich täglich mit dem Thema Hörminderung.