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Mensch & Arbeit
Gesundheit

Burnout ist auch eine Persönlichkeitsdiagnose

Rolf Zemp (Autor)

01.04.12 - 16:15

Burnout und die entsprechenden Vorstufen davon als Folge von anhaltenden beruflichen und privaten Überforderungen und Überlastungen treffen immer mehr Menschen. Wer dieses Krankheitsbild jedoch hauptsächlich dem zunehmenden Arbeitsdruck und einem belastenden Arbeitsumfeld zuordnet, greift zu kurz.

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Menschen, die unter Burnout-Symptomen leiden, kann wirkungsvoll und nachhaltig geholfen werden. Voraussetzung dazu ist, dass diese bedingungslos gewillt sind, einen hohen Anteil an Persönlichkeitsarbeit zu leisten.

Auswege aus dem Burnout

Auch bei Ursachen, die im Unternehmen und der Arbeits- und Organisationsgestaltung liegen, gilt, dass die Betroffenen selbst aktiv werden und benennen müssen, was aus ihrer Sicht geändert werden muss. Dies wiederum ist in der Regel nicht so einfach, weil damit eingestanden wird, dass die bisherigen Rahmenbedingungen nicht wirklich passend sind, was das Umfeld allenfalls kritisch und abwehrend aufnehmen kann.

Diese «Selbstarbeit» braucht jedoch meist Begleitung durch erfahrene Fachpersonen wie Coaches, Psychologen und Psychotherapeuten. Hausärzte haben vor allem am Anfang des Heilungsprozesses eine wichtige Rolle, indem sie die Symptome richtig diagnostizieren und allenfalls in einer Erstphase mit Medikamenten unterstützen. Es ist auf keinen Fall
damit getan, einfach mehrere Wochen krankgeschrieben zu sein oder gar den Arbeitsplatz oder Arbeitgeber zu wechseln und «unverändert» in das Arbeitsleben zurückzukehren. Ohne konkrete Aufarbeitung der Situation ist die Gefahr eines Rückfalls viel zu gross.

Porträt

Rolf Zemp (Autor)

Coach, Berater

Rolf Zemp ist selbstständiger Management-Coach und Führungsberater sowie Fachhochschuldozent für Coaching und Leadership.