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Nr. 3-2020 neu: 20.04.2020 (alt: 26.03.2020)

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Im Fokus
Markenführung

Holistic Branding, Part II – Teil 7: Das Markenführungs-Budget

Pascal D. Staub (Autor)

01.09.14 - 09:45

Die Serie «Holistic Branding» zeigt auf, wie sich aus der Kraft der Marke über eine ganzheitliche Markenführung nachhaltiger Erfolg entfalten lässt. Im 7. Artikel des zweiten Teils der Themenserie werden die in die holistische Markenführung zu investierenden Mittel betrachtet. Exemplarisch führen wir auf, wie diese berechnet und überwacht werden können.

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6. Erstellen Projekt- und Zeitplan

Führen Sie als Nächstes die einzelnen Massnahmen in Teilprojekten quasi als Massnahmenpakete zusammen und tragen Sie diese auf einem Projekt- und Zeitplan ein (vgl. hierzu Abb. 2). Wählen und definieren Sie in Abstimmung mit den strategischen Zielsetzungen den für Ihre Situation sinnvollen und realistischen Zeithorizont und dadurch die Projektdauer für die Implementierung. Wenn Sie parallel dazu hier den einzelnen Teilprojekten entsprechende Projektleiter zuteilen, haben Sie auch zeitgleich schon einen ersten Schritt der Projektorganisation und -planung vollzogen.

7. Aufwandsschätzung Gesamtprojektleitung

Falls zur Sicherstellung oder Beschleunigung der Umsetzung des Projektes der Geschäftsleitung ergänzende Ressourcen zur Seite gestellt werden müssen, so sind die damit verbundenen Kosten entsprechend ebenfalls dem (Vollkosten-)Projektbudget zuzuweisen. Schätzen Sie ab, zu wie viel Prozent die Gesamtprojektleitung über interne Ressourcen abgedeckt werden kann und wie gross die Differenz ist, die Sie über externe Lösungen abdecken müssen. Die Erfahrung zeigt auch bei der Implementierung von Holis­tic Branding, dass eine sowohl durch interne wie auch externe Ressourcen bereitgestellte Projektleitung bei optimaler Koordination und Abstimmung die beste Effizienz und Effektivität im Projekt mit sich bringt. Versehen Sie Ihre Erkenntnisse über die Definition benötigter Manntage und Kosten pro Tag mit einem entsprechenden Preisschild.

8. Abschätzen Ressourcenbedarf / Umsetzung

Analog der Aufwandsschätzung für die Gesamtprojektleitung sind nun auch auf Ebene der Teilprojekte die benötigten Ressourcen zu kalkulieren. Diese setzen sich zusammen aus dem Aufwand für die Teilprojektleitung und -steuerung wie auch für die effektive Mitarbeit und Aufgabenbewältigung im Rahmen der einzelnen Teilprojekte und Massnahmen. Auch hier sind sowohl interne wie auch benötigte externe Ressourcen (Anzahl Tage, Kosten pro Tag) zuzüglich ihrer direkten und indirekten Kosten anzusetzen.

9. Kostenschätzung Infrastruktur und Organisation

Der nun folgende Budgetierungsschritt ist der aufwendigste, da in vielen Punkten nicht auf bereits schon im Unternehmen vorhandene Kosteninformationen zurückgegriffen werden kann. Über sämtliche Massnahmen hinweg müssen die damit verbundenen indirekten und direkten Infrastrukturkosten zusammengetragen und ebenfalls nach einmaliger oder wiederkehrender resp. nach strategischer und operativer Art differenziert werden. Darunter fallen Kosten für Anpassungen an sämtlichen Touchpoints (Aussen- und Innenarchitektur, Einrichtung, Haustechnik, ICT, etc.), die Ergänzung der bestehenden IT-Infrastruktur (Hard- und Software, Programmieraufwand, Lizenzen, etc.), Telekommunikation, Fahrzeuge, Beschriftungen, usw.

10. Zusammenführung & Erstellung Budgetantrag

Wenn nun alle einzelnen Kosten abgeschätzt sind und vorliegen, können die Projekt- und Zeitplandimension mit den anfallenden Budgetpositionen in einer Gesamtübersicht zusammengeführt wer-den. Wichtig und dennoch oft vergessen ist auch hier das Einrechnen einer ausreichenden Budgetreserve; üblicherweise arbeiten wir mit zirka fünf bis zehn Prozent des Zwischentotals. Danach folgt, falls es die Unternehmensstrukturen und /oder -prozesse erfordern, die Einreichung der Budgetanträge. Meist für das Gesamtprojekt auf Ebene Verwaltungsrat /Eigentümerstruktur und für die einzelnen Jahres- und Teilprojektbudgets auf Ebene der Geschäfts- und /oder Bereichsleitung.

Porträt

Pascal D. Staub (Autor)

Präsident, Senior Partner

Der Unternehmer Pascal D. Staub ist Präsident der «Brand Focus Group»-Genossenschaft, einer interdisziplinären Experten-Community für markenfokussierte Unternehmensführung. Mit seinem Beratungsunternehmen PDS Management ist er Mitglied dieser Genossenschaft und konzipiert sowie begleitet als strategischer Markenberater die Entwicklung verschiedener KMU nach dem Prinzip von Holistic Branding. Weiter ist er Senior Partner bei der Itheca Group, einem auf wertorientierte Unternehmenstransformation fokussierten Beratungsunternehmen.