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Finanzen & Vorsorge
Vergütungsmanagement

Wie KMU variable Vergütung einsetzen

Prof. Dr. Erhard Lüthi (Autor), Melanie Reber (Autor)

21.12.17 - 02:15

Die Frage nach erfolgs- und leistungsorientierter Vergütung wird vermehrt diskutiert. Bislang liegen jedoch wenig konkrete Erkenntnisse über deren Anwendung vor. Ein Praxisbericht gibt Einblick in die Häufigkeit und Ausgestaltung von variablen Vergütungssystemen von KMU und zeigt deren wahrgenommenen Auswirkungen auf die Mitarbeitenden.

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Zusammenfassung

Die Diskussion um variable Vergütungselemente bei KMU wird auch in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen. Der Praxisbericht gibt einen ersten Überblick variabler Vergütungssysteme der KMU der deutschsprachigen Schweiz. Die Ergebnisse der vorliegenden Studie zeigen, dass offenbar schon ein grosser Teil der KMU einen variablen Vergütungsanteil nutzt. Als zentrales Argument für die Einführung einer variablen Vergütungskomponente wurde angeführt, dass diese die Ziele und Interessen der Mitarbeitenden mit denen der Organisation besser in Einklang bringen soll. Ergänzend sollen diese zur Leistungsmotivation beitragen und eine höhere Bindung der Mitarbeitenden an das Unternehmen schaffen.

Allerdings deuten die Ergebnisse des Praxisberichts auch darauf hin, dass die erwünschte Anreizwirkung bei den be­fragten Unternehmen offensichtlich zu einem grossen Teil nicht erreicht werden konnte. Die Kopplung von Leistung und Entlohnung besitzt immer auch ein subjektives, emotionales Element. Und der Erfolg eines Vergütungssystems liegt daher nicht allein in den dafür eingesetzten Instrumenten, sondern wird ebenso von der fairen und transparenten Umsetzung der Prozesse beeinflusst. Eine vertiefte Untersuchung über die massgeblichen Einflussfaktoren zur erfolgreichen Einführung und Umsetzung eines variablen Lohnsystems ist in einem nächsten Schritt anzustreben.

Porträt

Prof. Dr. Erhard Lüthi (Autor)

Dozent, Fachhochschule Nordwestschweiz

Melanie Reber (Autor)

Wissenschaftliche Assistentin, Fachhochschule Nordwestschweiz