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Tausch- oder Gebrauchswert? – nachhaltige Personalentwicklung

Jürg Zumbrunnen (Autor)

01.09.15 - 17:30

Ein Unternehmen, das seinen Mitarbeitenden eine Aus- oder Weiterbildung (mit-)finanziert, möchte in der Regel, dass sich diese Investition auszahlt. Doch es scheint, als würde eher in anerkannte Titel als in echten Nutzen investiert. Welche Bedürfnisse haben Unternehmen und deren Mitarbeitende? Und wie sollte eine Weiterbildung «gestrickt» sein?

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Basis sind die strategischen Ziele des Unternehmens,  die Ziele der Abteilung und die persönlichen, auf das Unternehmen bezogenen Ziele des einzelnen Mitarbeitenden (Jahresziele) sowieThemen aus der persönlichen Life-Balance, Resultate aus der Personaldiagnostik und die präzisen Vorstellungen des Vorgesetzten. Daraus lassen sich Potenziale erkennen und als messbare Lernziele definieren. Sie werden in einem individuellen Ausbildungsvertrag festgehalten, den alle Beteiligten unterzeichnen.

In einer strukturierten, zielorientierten Vorgehensweise werden die Teilnehmer theoretischan neue Gebiete herangeführt. Themen werden basierend auf aktuellen Herausforderungen des Arbeitslebens selbstständig bearbeitet und anschliessend mit einem unternehmerisch erfahrenen Prozessbegleiter reflektiert und vertieft. Gearbeitet wird nicht mit Schulbeispielen, sondern ausschliesslich mit tatsächlichen Situationen am Arbeitsplatz.

Der persönliche Prozessbegleiter ist der Diskussionspartner für die gewählten Führungsthemen und ihre Umsetzung in die Praxis, der Unterstützer für Einstellungs- und Gewohnheitsänderungen, der Motivator für die Umsetzung der eigenen Herausforderungen, der Querdenker bei der Erreichung von unternehmerischen und persönlichen Zielen und der Garant für einen nachhaltigen Wissenstransfer und die Praxisumsetzung. Dieser Prozess dauert etwa acht bis zwölf Monate und liefert eine messbare Umsetzung von festgelegten Zielen.

Der Vorgesetzte erhält nach jeder Prozessbegleitung einen Kurzbericht über den Verlauf des Weiterbildungsprozesses sowie einen detaillierten Zwischenbericht beim Erreichen der Halbzeit des Programms. Am Ende werden die Resultate mit den Ausbildungszielen abgeglichen und die Ergebnisse in einem Schlussbericht festgehalten.

Porträt

Jürg Zumbrunnen (Autor)

Partner, Coach

Jürg Zumbrunnen ist dipl. Ing. FH mit NDS Unternehmensführung, Master in Coaching MAS, Coach sowie Supervisor BSO und Ausbilder mit FA. Er ist Geschäftsleiter des Unternehmens- und Personalentwicklungszentrums Ideetransfer Bern-West GmbH.

Das Netzwerk der Ideetransfer bietet in der Unternehmens- und Personalentwicklung individuelle, auf die Bedürfnisse und auf die aktuelle Job- und Lebenssituation massgeschneiderte Ausbildungen sowie Förderungen an. Dabei werden die benötigten Kompetenzen je nach Themenrelevanz gezielt gefördert. Das Bearbeitungstempo sowie die Zeiteinteilung werden dabi flexibel auf den jeweiligen Auftraggeber abgestimmt, um die Ausbildung in den Geschäftsalltag zu
integrieren.