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Markenführung

Holistic Branding, Part III – Teil 6 Case Study: Schreinerei (Teil 3 von 3)

Pascal D. Staub (Autor), Markus Oberholzer (Autor)

01.09.15 - 12:00

Die Serie «Holistic Branding» zeigt, wie sich über eine ganzheitliche Markenführung nachhaltiger Erfolg entfalten lässt. Part III der Serie widmet sich der Umsetzung. Die Domino Möbel AG implementiert seit 2013 über Holistic Branding eine Differenzierungsstrategie. Teil 3 dieser Case-Study veranschaulicht, welche Wirkung damit erzielt wurde.

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In der Entwicklung der neuen visuellen Markenwelt von Domino (siehe Abb. 3) wurde gezielt darauf geachtet, dass die Kreativität der umsetzenden Designer sich in klar definierten, konzeptionellen Eckplanken bewegte. Eine mit und bei Grafikern nicht immer einfach durchzusetzende Vorgabe. Doch das Ergebnis brachte die Bestätigung der Richtigkeit dieses Vorgangs und erntete letztlich sowohl von der Markt- und Kundenperspektive wie auch von allen am Prozess beteiligten Partner grosse Anerkennung. Die über die Markenwelt zu vermittelnden Positionierungsbotschaften lauteten: «aufgeräumt», «emotionalisierend», «ästhetisch», «Nutzen transportierend», «attraktiv» und «andersartig». Mit dem plakativ platzierten Slogan « … und plötzlich hat alles Platz!» wurde zudem der Claim zum klaren Leistungsversprechen der Marke, zum Marken-Statement.

Nachhaltige Differenzierung

Mit dem erweiterten Geschäftsmodell, dem holistisch verankerten Kernwert «Innovation», der darauf abgestimmten Angebotsgestaltung, Markenarchitektur und -strategie hat sich das Unternehmen Domino Möbel AG auf einen Weg der lang­fristigen Differenzierung und Unternehmenssicherung begeben. Insbesondere in wirtschaftlich fordernden Zeiten, in denen  der Währungsmarkt und der globalisierte Wettbewerb das produzierende Gewerbe vor schwierige Aufgaben stellen, sind strategische Schritte und Entscheidungen wie die hier gezeigten ein starkes und Erfolg versprechendes Gegenmittel.

Immer wieder aufs Neue haben wir im Rahmen der Publikationen zu Holistic Branding betont, dass Markenstrategie und -entwicklung eindeutig und zwingend Chefsache sind, während Markenführung und -implementierung Angelegenheit der gesamten Belegschaft und somit «demokratisch» zu verfolgen sind. Die Domino Möbel AG zeigt beispielhaft auf, wie das umgesetzt und zu einer Erfolgsgeschichte gebracht werden kann. Knappe zwei Jahre nach der Lancierung hat sich das Unternehmen unter dem visionären Geist von Inhaber und CEO Markus Oberholzer bereits schon stark gewandelt. Eine Entwicklung, die noch lange nicht abgeschlossen sein wird.

Ausblick

In den nächsten drei Ausgaben des «KMU-Magazin» stellen wir die Case Study der Belfor (Suisse) AG vor. Anhand der knapp 300 Mitarbeiter zählenden, schweizweit agierenden Ländergesellschaft eines internationalen Konzerns zeigen wir auf, wie über Holistic Branding der Ausbau und die Sicherung einer marktführenden Stellung strategisch gezielt avisiert werden kann. Die Nummer 1 der Schweiz für Wasser- und Brandschadensanierung hat im April 2014 mit der Implementierung begonnen.

Porträt

Pascal D. Staub (Autor)

Präsident, Senior Partner

Der Unternehmer Pascal D. Staub ist Präsident der «Brand Focus Group»-Genossenschaft, einer interdisziplinären Experten-Community für markenfokussierte Unternehmensführung. Mit seinem Beratungsunternehmen PDS Management ist er Mitglied dieser Genossenschaft und konzipiert sowie begleitet als strategischer Markenberater die Entwicklung verschiedener KMU nach dem Prinzip von Holistic Branding. Weiter ist er Senior Partner bei der Itheca Group, einem auf wertorientierte Unternehmenstransformation fokussierten Beratungsunternehmen.

 

Markus Oberholzer (Autor)

Inhaber und Geschäftsführer, Domino Möbel AG

Markus Oberholzer ist Inhaber und Geschäftsführer der Domino Möbel AG, welche sich auf die Planung, Produktion und Montage von massgeschneiderten Schränken, Regalen und Sideboards spezialisiert hat. Nebst dem Führen des operativen Geschäfts fokussiert sich Oberholzer vor allem auf die strategische Ausrichtung und Erweiterung des Kerngeschäfts durch Innovationen. Oberholzer ist gelernter Schreiner, hat sich später zum Betriebswirtschafter weitergebildet und betreut diverse VR-Mandate.